Heinz Lindner stand zuletzt öfters im Fokus. Zum einen im Nationalteam, wo er in der UEFA Nations League gegen Kroatien (3:0) und Dänemark (0:2) das ÖFB-Tor hütete.

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Lindner als fauler Apfel?

Zum anderen in der Schweiz, wo er beim FC Basel aussortiert wurde. Bekanntermaßen verpflichtete der 20-fache Meister Marwin Hitz. Offiziell, weil man in Zukunft einem Schweizer Keeper das Vertrauen schenken möchte.

Wie die Tageszeitung „Blick“ berichtet, soll jedoch auch die menschliche Komponente eine Rolle gespielt haben. So erklärte Andreas Böni, stellvertretender Sport-Chefredakteur, im Studio-Gespräch die Situation: „Du hast sicher auch einen Apfelkorb daheim. Wenn alle schön rot sind und einer ist faul, dann muss man ihn herausnehmen, damit er die anderen nicht ansteckt.“

Basel steht Sion-Transfer im Weg

Haben die Basel-Bosse das Gefühl, Lindner sei schlecht für seine Mitspieler? Laut Böni ist es schwierig das zu beurteilen, wenn man eine menschliche Gruppe betrachtet. Die Bose des FCB hätten jedoch das Recht, die Gruppe menschlich so zusammenzustellen, wie man es will. „Denn wer zahlt, befiehlt.“

Für Lindner könne man nur hoffen, dass er sich schnell mit einem neuen Klub einig wird. Zuletzt war der FC Sion ein Thema, mit dem er sich bereits über einen Arbeitsvertrag geeinigt haben soll. Doch auch hier scheint Basel hart zu bleiben. Lindners Arbeitspapier läuft zwar nur mehr bis 2023, doch FCB-Präsident David Degen will nach Blick-Informationen eine halbe Millionen Franken für die Dienste des Torhüters. Das verwundet wiederum Sion-Boss Christian Constantin: „Vernünftig wäre jedenfalls anders.“