Keinen leichten Stand hat in dieser Saison Adrian Grbic beim FC Lorient. War der Stürmer in der Vorsaison für Clermont Foot noch der große Goalgetter, kommt der Nationalspieler (7 Einsätze / 4 Tore) bei seinem neuen Arbeitgeber selten über die Jokerrolle hinaus. Gestern jedoch durfte sich der technische begabte Stürmer gegen Montpellier Herault SC in der Ligue 1 von Beginn an beweisen und brachte sein Team früh in Führung (Endstand 1:1).


In der Ligue lief Grbic zuletzt gegen PSG am 31.01. von Beginn an auf, hat bei Lorient aktuell eine Startelfquote von 29%. Gegen Montpellier setzte Coach Pélissier erneut auf die Dienste des 24-jährigen Österreichers und dieser zahlte das Vertrauen gleich zurück. Teamkollege Laporte wurde früh in der Partie nach einem Eckball im Strafraum von Montpellier zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Grbic sicher zur Führung. Nach etwa einer halben Stunde jedoch gelang Mavididi der Ausgleich, er tunnelte Lorient-Torhüter Dreyer aus kurzer Distanz. Kurz vor der Pause hätte Grbic beinahe noch auf 2:1 gestellt, sein Lupfer konnte vom gegnerischen Torwart gerade noch abgewehrt werden.

Nach 67 Minuten war der Arbeitstag für Grbic abgeschlossen, für ihn kam Topscorer Moffi, der in der 77. Minute das 2:1 erzielte. Der Jubel hielt jedoch nur wenige Sekunden, dem Tor war ein Foul vorausgegangen, der Schiedsrichter zog, nach Konsultation des Videoschiedsrichters, die Anerkennung des Treffers zurück.

Für Lorient war der Abend dennoch ein Erfolg. Da weder Nantes, Nimes noch Dijon punkten konnten, entfernte sich der Klub von Grbic einen Punkt von den Abstiegsplätzen (aktuell auf Platz 17) und hält nun nach 28 gespielten Partien bei 27 Zählern (zwei Punkte vor dem Relegationsplatz, drei Punkte vor dem ersten direkten Abstiegsplatz).