Überraschend kamen gestern erste Gerüchte in französischen Medien auf, wonach Adrian Grbic entgegen ersten Meldungen doch nicht zu Stade Brest wechseln wird, sondern dem FC Lorient den Vorzug geben soll. Zudem tauchten Bilder auf Instagram mit Grbic und dessen Berater auf, die die beiden am Flughafen von Lorient und in der Geschäftsstelle des Vereins zeigen. So ist es wenig überraschend, dass Grbic heute nach bestandenem Fitness-Check als Neuzugang in Lorient vorgestellt wurde. Er trägt ab sofort die Nummer 27.


Der FC Lorient ist, wie Stade Brest, in der Bretagne angesiedelt und wird in der kommenden Saison in der Ligue 1 spielen, nachdem der Verein beim Abbruch der Ligen die Tabelle der Ligue 2 anführte. Fix ist dies allerdings noch nicht zu 100%, denn es gibt aktuell laufende Klagen gegen den Abbruch der Liga, wodurch der Aufstieg noch in der Schwebe ist – allerdings ist hier eher eine Diskussion darüber entstanden, ob die Ligue 1 in der kommenden Saison wie üblich mit 20 Teams absolviert wird (Amiens und Toulouse steigen ab) oder die Liga auf 22 Teams aufgestockt wird (Amiens und Toulouse bleiben in der Ligue 1, zusätzlich steigen Lorient und Lens auf). Laut transfermarkt.at könnte die Ablöse mitsamt etwaigen Boni etwa 10 Mio. € betragen, Grbic wäre somit für den FC Lorient der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, auch Clermont hat noch nie einen Spieler um mehr Geld verkauft. Gemäß der Homepage von Lorient unterschrieb Grbic bei seinem neuen Arbeitgeber einen Vertrag über fünf Jahre.

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Der Kader von Lorient ist nicht unbedingt mit treffsicheren Stürmern bestückt. Vereinsinterner Torschüztenkönig der abgeschlossenen Saison wurde der linke Mittelfeldspieler Wissa mit 15 Erfolgserlebnissen, Mittelstürmer Hamel kam auf insgesamt neun Ligatreffer, seine beiden Stürmerkollegen gar nur auf jeweils zwei Tore. Lorient würde vom Team-Profil her perfekt zu jenen Aussagen passen, die Grbic vor wenigen Wochen getätigt hat. Damals kamen Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Marseille auf. Grbic meinte daraufhin, dass er sich zwar ob dem angeblichen Interesse geschmeichelt fühle, er den nächsten Schritt seiner Karriere allerdings nicht des Geldes wegen setzen möchte, sondern den Fokus auf die Einsatzmöglichkeiten bei seinem neuen Verein legen möchte. Diese Möglichkeiten dürften bei Lorient tatsächlich deutlich höher angesiedelt sein und als Einserstürmer in die kommende Ligue 1-Saison starten zu können (hoffentlich), wäre tatsächlich ein gut überlegter Step in der Karriereplanung.

Lorient, traditionell in orange-schwarz auflaufend, wurde 1926 gegründet und trägt seine Heimspiele im Stade du Moustoir aus, das Platz für 18.500 Zuschauer bietet. Die letzten drei Spielzeiten war der Verein in der Ligue 2 beheimatet. Berühmte ehemalige Spieler des Vereins waren Kevin Gameiro (aktuell FC Valencia), André-Pierre Gignac (UANL Tigres), Laurent Koscielny (Girondins Bordeaux) sowie Seydou Keita (vormals FC Barcelona).

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