Während der Großteil der europäischen Ligen noch im Ungewissen ist, wann und wie man die Meisterschaften zu Ende spielen soll, wurde heute in Belgien offziell das Saisonende verkündet.


Seit Mitte März hält die Coronapandemie Europa und ihren Fußball in Atem. Lässt man Weißrussland hier außen vor, so kann man eindeutig sagen, dass SARS-CoV-2 die beliebteste Sportart auf dem alten Kontinenten pausieren lässt. Mittlerweile beraten sich die jeweiligen Landesverbände, mit den Verantwortlichen der Ligen und der Vereine auf welche Weise die nationalen Bewerbe zu Ende gebracht werden sollen. In manchen Ländern gibt es unter anderem Gespräche wie die Saison 19/20 gewertet werden soll, wenn der Ball bis Sommer in den Ligen nicht mehr zum Rollen kommt. Die belgische Jupiler-Pro-League bediente sich heute dieser Maßnahme, was einige Folgen nach sich zog.

FC Brügge ist Meister und RSC Anderlecht spielt ab Herbst nicht international

Der größte Gewinner des Abbruchs der höchsten Spielklasse in Belgien ist ganz klar der FC Brügge. Der nordbelgische Klub darf somit nach 29 Spieltagen den 16. Meistertitel in der Vereinshistorie feiern und qualifiziert sich automatisch für die UEFA Champions League. Ähnlich wie in Österreich besteht die Saison dort auch aus einem Grunddurchgang und Playoffs. In der Jupiler-Pro-League fehlte allerdings noch ein Spiel zur Beendigung des Grunddurchgangs. Während der KAA Gent in die Qualifikation zur Königsklasse einsteigt, spielen RSC Chaleroi, Royal Antwerpen und Standard Lüttich nächste Saison in der UEFA Europa League. Dem Klub von Peter Zulj, RSC Anderlecht, bleibt genauso wie dem zehntplatzierten Royal Excel Mouscron, mit Kevin Wimmer nur die belgische Liga und der Cup.

Jupiler-Pro-League Saison 20/21 mit 18 Mannschaften als Blaupause für TIPICO-Bundesliga

Der Meisterschaftsabbruch kam den abstiegsgefährdeten Waasland-Beveren und KV Oostende sehr gelegen. Beide Teams dürfen auch im nächsten Jahr ihr Können als erstklassiges Team unter Beweis stellen, da es keine Absteiger gibt. Dafür steigen zwei Klubs aus der Proximus-League auf und stocken die Jupiler-Pro-League somit auf 18 Vereine auf. Diese werden vermutlich der KFCO Beerschot-Wilrijk, mit dem ÖFB-Legionär Raphael Holzhauser und KVC Westerlo sein.

Ein ähnliches Szenario könnte es ebenfalls in der heimischen TIPICO-Bundesliga geben. Bei den Ligainternen Videokonferenzen kommen jedoch Liga und Vereine nicht auf einen grünen Zweig. Trotz zu Ende gespieltem Grunddurchgang gibt es bei Saisonabbruch keine Einigkeit bezüglich der Wertung. Während die Wertung der Tabelle nach dem Grunddurchgang die wahrscheinlich fairste Lösung ist, plädieren manche zur Wertung der Saison 18/19. Vielleicht kann die Entscheidung in Belgiens Fußballoberhaus helfen oder auch nicht. Die Zukunft wird uns wie immer die Antworten hierauf liefern.

 

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One thought on “Belgische Jupiler Pro League-Saison 19/20 für beendet erklärt

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    2. April 2020 at 19:31
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    In Österreich gehört es genau wie in Belgien
    Abbruch und Wertung bei jetzigem Stand nach Grunddurchgang wäre am fairsten
    Finde es nicht richtig nach dem Vorjahr zu werten weiß nicht wie man auf so eine idiotische Idee kommt
    Zur Info bin kein LASK Anhänger

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