In Wuhan soll das neuartige Coronavirus erstmals von Tier auf Mensch übertragen worden sein. In der Stadt, in der die Corona-Pandemie also wohl begonnen hat, herrscht weiter Ausnahmezustand – auch wenn sich sich die Lage in China durch die sinkenden Infektionen und Todesfälle ganz langsam entspannt. Nach wochenlangem Warten ist jetzt der Erstligaklub der Stadt Wuhan Zall FC zurück im Heimatland. Wuhan ist weiter abgeriegelt, die Spieler bleiben jetzt aber vorerst in Peking in Quarantäne – und das nach bereits verrückten Wochen.


Das Team ist Ende Jänner nach Spanien gereist – dort sollte sich die Mannschaft auf den Ligastart am 22. Februar vorbereiten. Schnell war klar, dass der ganze Plan so nicht aufgehen wird. Die Mannschaft ist wochenlang in Spanien festgesessen und die Spieler wurden von den Menschen „wie Viren auf zwei Beinen angeschaut“, sagt Wuhans spanischer Trainer José González im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Dabei hat es im Team keinen einzigen Coronavirus-Fall gegeben. Die Mannschaft hat Wuhan nämlich bereits am dritten Jänner verlassen – also noch bevor alles so richtig ausgebrochen ist.

Nach mehreren Wochen Warten durfte Wuhan Zall jetzt aber endlich wieder nach China reisen – und dort werden sie sich laut Gonzáles auch sicherer fühlen. Die Chinesische Super League soll Anfang Mai – also mit etwas mehr als zwei Monaten Verspätung – in die Saison starten. Noch bleibt also etwas Zeit, um sich auf den Auftakt vorzubereiten. Die Mannschaft Wuhans muss jetzt in Peking jedenfalls, wie jeder, der in Chinas Hauptstadt ankommt, in Quarantäne.

Auch in Europa müssen die Fans noch mehrere Wochen auf die Aufnahme des Spielbetriebs warten. Gonzáles sagt gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass es in Europa noch vier bis acht Wochen dauern könnte. „Wir reden hier über Gesundheit, Viren. Über Fragen von Leben und Tod. Das ist die krude Realität, die Europa sich vor Augen führen muss – eine Karwoche gibt es nächstes Jahr auch“, so der Trainer von Wuhan Zall FC. 

Wuhans Erstligaklub ist über Frankfurt nach Peking geflogen. Die Süddeutsche Zeitung hat sich am Frankfurter Flughafen mit dem Cheftrainer unterhalten – Hier könnt ihr das sehenswerte Interview nachlesen.

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