Der ehemalige Austria-Spieler und einstige Shooting-Star der belgischen Liga hat einen neuen Klub gefunden. Nachdem Raphael Holzhausers Vertrag beim belgischen Klub Oud-Heverlee Leuven aufgelöst wurde, unterschreibt der Mittelfeldspieler bei Swift Hesperingen und wird damit in der luxemburgischen BGL Ligue auf die Jagd nach Scorer-Punkte gehen.

Zum ersten Mal Meister

Swift Hesperingen, Holzhausers neuer Verein, liegt aktuell auf dem dritten Tabellenplatz in Luxemburgs höchster Spielklasse und weist fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Differdingen 03 auf. Der Klub gewann im Jahr 2023 seinen ersten Meistertitel und nahm deshalb heuer auch erstmals an der Champions-League-Qualifikation teil, wo man nach einem überraschenden 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen Slovan Bratislava das Rückspeil zuhause mit 0:2 verlor. In der Qualifikation zur Europa Conference League warf man immerhin den walisischen Klub „The New Saints“ mit einem Gesamtscore von 4:3 aus dem Bewerb, ehe man gegen den FC Struga aus Nordmazedonien ausschied.

Holzhausers 32 Scorerpunkte

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein Klub aus Luxemburg einen Spieler verpflichtet, der in der höchsten Spielklasse Belgiens vor einiger Zeit noch 32 Scorerpunkte in einer Saison beisteuerte. In der Saison 2020/21 übertraf er seine starken Leistungen bei der Wiener Austria und steuerte für Beerschot V.A 16 Tore und 16 Assists in der Jupiler League bei. Nach dieser außergewöhnlichen Saison wollten ihn zahlreiche Top-Klubs wie der FC Brügge, Gent und Besiktas verpflichten, doch sein damaliger Arbeitgeber verlangte eine zu hohe Ablösesumme.

Rasanter Abstieg

So steil wie es bergauf ging, ging es dann aber wieder hinab. Bei seinem neuen Klub, Oud-Heverlee Leuven, verlor er nach wenigen Spieltagen seinen Stammplatz und kam höchstens als Einwechselspieler in die Partie. Bei einem Leihgeschäft mit 1860 München schrieb der Mittelfeldspieler negative Schlagzeilen abseits des Platzes und nach seiner Rückkehr zu Leuven spielte er bei dem Klub in sportlicher Hinsicht auch unter dem neuen Trainer Oscar Garcia keine Rolle mehr, obwohl ihn dieser aus seiner Zeit in der österreichischen Bundesliga gut kannte. Nun will der 30-Jährige in Luxemburg noch einmal neu durchstarten.