Der aktuelle österreichische U17 Nationalspieler Fidjeu-Tazemeta gilt als eine große Zukunftsaktie im österreichischen Fußball und machte nun einen großen Karriereschritt. Der 16-Jährige wechselt von der Akademie des SKN St. Pölten zu Borussia Dortmund, wo er zunächst in der U17-Mannschaft eingesetzt werden soll.

Wie der Vater so der Sohn

Einigen Fußballfans in Österreich wird der Name Thierry Fidjeu-Tazemeta bekannt vorkommen, obwohl sie noch nie etwas von dem jungen Spieler gehört haben. Das liegt an seinem Vater, der nicht nur den gleichen Nachnamen besitzt, sondern auch den Vornamen an seinen Sprössling weitergab. Sein Vater spielte als Mittelstürmer und ging unter anderem für Austria Klagenfurt, den FC Pasching und dem SV Horn auf Torjagd.  In der höchsten österreichischen Spielklasse steuerte er sechs Tore und vier Assists in 29 Partien bei, in der zweithöchsten Spielklasse kam er sogar auf 17 Tore und sieben Assists in 46 Partien.

Torgefährlich, vielseitig und schnell

Sein Sohn hat den Torinstinkt des Vaters geerbt und bringt einige interessante Qualitäten mit. Thierry Fidjeu-Tazemeta Junior kann in der Offensive variabel eingesetzt werden und sowohl auf dem Flügel als auch im Sturmzentrum zum Zug kommen. Der 1.92 Meter große Offensiv-Allrounder ist speziell für seine Größe ein sehr schneller Spieler, der für die U16-Mannschaft der Niederösterreicher in 25 Partien 14 Treffer erzielte. In der ÖFB-Jugendliga U18 erzielte er vier Tore in neun Partien. Auch in den Spielen der U16- und U17-Nationalmannschaften trug er sich bereits vier Mal in die Torschützenliste ein.

FC Bayern München hatte ebenfalls Interesse

Neben Thierry Fidjeu-Tazemeta verpflichtete der BVB mit Abwehrspieler Luca Reggiani von US Sassuolo und Taycan Etcibasi vom FC Schalke 04 zwei weitere junge Talente. Lars Ricken, Direktor des BVB Nachwuchsleistungszentrums, erklärt: „Dass wir im Winter drei Transfers tätigen, ist ungewöhnlich. Aber wir mussten sehr schnell sein, denn wir standen bei Luca und Thierry in Konkurrenz mit deutlich finanzstärkeren Vereinen aus Europa und sind sehr froh, dass sie, nachdem sie uns in Dortmund besucht hatten, unbedingt und nur zum BVB wollten.“

Wie Lars Ricken erwähnte waren auch zahlreiche andere Vereine an Fidjeu-Tazemeta interessiert, unter anderem der FC Bayern München.

U17-BVB-Trainer Marco Lehmann sagte zu seinem neuen Schützling aus Österreich. „Er ist enorm torgefährlich und schnell. Er ist ein Spieler, der deutlich mehr Körperlichkeit in unsere Mannschaft bringt“.