Am zweiten Spieltag ging es heiß her!

Trotz der rekordverdächtigen Sommertemperaturen boten uns die Zweitliga-Kicker einen interessanten Spieltag, an dem sich Greuther Fürth, der 1. FC Kaiserslautern und Erzgebirge Aue als große Sieger herauskristallisierten und mit dem Punktemaximum von sechs Punkten ganz oben stehen. Auch die österreichischen Torhüter zeigten bei ihren jeweiligen Vereinen ansprechende Leistungen und untermauerten ihre Nominierungen als Nummer eins. Der Ex-Austria Trainer Peter Stöger tritt mit seinem 1. FC Köln momentan noch etwas auf der Stelle und muss sich nach zwei gespielten Runden mit zwei Punkten abfinden.

 

 

3:1

(1:0)

Am Betzenberg kam es zum Aufeinandertreffen zweier Clubs mit österreichischer Beteiligung. Nachdem Ex-Sturm Graz Trainer Franco Foda in der vergangen Saison den Aufstieg mit seinen Lauterern erst in der Relegation verpasste, soll es dieses Jahr klappen. Dazu wurde natürlich auch ein Sieg im ersten Heimspiel der Saison angestrebt. Für Ramazan Özcan im Tor des FC Ingolstadt hieß dies natürlich, dass ihn ein Platz im Mittelpunkt erwartet. Der 1. FC Kaiserslautern legte auch gleich stark los und prüfte nach wenigen Minuten den österreichischen Schlussmann gleich einmal ordentlich, doch dieser hielt souverän. Weniger abgeklärt wirkte er jedoch Sekunden später, als er sich mit einem Abschlag beinahe zu viel Zeit ließ und damit der Heimelf eine weitere Großchance ermöglichte, die zum Glück aus Sicht der Schanzer nichts einbrachte. Bei hochsommerlichen Temperaturen boten die beiden Mannschaften ein tolles Fußballspiel, das in der 27. Minute sein erstes echtes Highlight fand. Neuzugang Simon Zoller kam aus kurzer Distanz frei zum Abschluss und erzielte durch die Beine von "Rambo" Öczan die Führung für die Hausherren. Fast im Gegenzug spielte sich ein weiterer Österreicher in den Mittelpunkt. Christoph Knasmüllner kam an der Strafraumgrenze an den Ball und zwang FCK-Torhüter Sippel mit einem gefühlvollen Schlenzer zu einer Parade der Kategorie "Weltklasse". Wieder nur kurze Zeit später dribbelte sich der junge Österreicher durch die halbe Pfälzer Abwehr und legte anschließend quer auf seinen Kollegen Christian Eigler, dieser verzog den Ball allerdings und so blieb es bei der Führung für die Heimischen.

Kurz nach Wiederanpfiff dann der erneute Schock für die Audi-Städter. Simon Zoller wurde mustergültig bedient und stellte mit einem Lupfer über Öczan auf 2:0 für Kaiserslautern. Erneut versuchten die Ingolstädter sofort nach dem Gegentreffer ein Tor zu erzielen, allerdings gelang dies auch diesmal nicht. So dauerte es bis zur 87. Minute, bis der für Knasmüllner eingewechselte Ümit Korkmaz den Anschlusstreffer der Gäste erzielen konnte. Da die Ingolstädter jetzt noch einmal alles nach vorne warfen, boten sich für den FCK Räume zum kontern und so durften auch die Lauterer den Schlusspunkt der Partie setzen. Der ebenfalls eingewechselte Christopher Drazan legte uneigennützig für Mo Idrissou quer und dieser erzielte den 3:1 Endstand.

Fazit: Eine starke Leistung aller österreichischen Akteure, die bei beinahe jeder erwähnenswerten Aktion ihre Füße (und auch Hände) im Spiel hatten. (ferdi)

 

 

1:0

(0:0)

Marco Knaller durfte nach seinem etwas überraschenden Einsatz in der Vorwoche erneut zwischen den Pfosten des SV Sandhausen stehen, Stefan Kulovits zog im Mittelfeld der Gäste die Fäden und sah dabei Gelb. Michael Langer, ebenfalls Torhüter bei Sandhausen, schaffte es nicht in den Kader. Bei gefühlten 40° C boten beide Mannschaften ein ansprechendes Fußballspiel, wenngleich auch die großen Torraumszenen ausblieben. Den einzigen nennenswerten Torschuss im ersten Durchgang durch Okoronkwo entschärfte der junge österreichische Torhüter mit einer tollen Parade. Auch die zweite Hälfte brachte nicht viel mehr Torchancen mit sich. Und als bereits alle mit einer torlosen Punkteteilung rechneten, schlug die Überlebensversicherung von Erzgebirge Aue erneut zu. Jakub Sylvestr stieg nach einem Freistoss aus knapp 35 Metern am höchsten und setzte eine Kopfball zur Führung für die Heimmannschaft ins Netz. Für den Stürmer bereits der 3. Saisontreffer, damit hat er um drei Tore mehr, als seine restlichen Teamkollegen und der Gegner SV Sandhausen zusammen. (ferdi)

 

 

0:0

(0:0)

Bei sommerlichen Hochtemperaturen in Karslruhe trennten sich der KSC und der FC St. Pauli mit einem torlosen Unentschieden und teilten die Punkte auf. Über weite Strecken war die Heimelf aus Karlsruhe am Drücker, konnte aber ihre Überlegenheit nicht in Tore umwandeln. Schlussendlich entführen die Kiez-Kicker einen Punkt vom Aufsteiger und halten damit – genauso wie der KSC – bei 4 Punkten aus zwei Spielen. Michael Gregoritsch saß bei den Gästen wieder 90 Minuten auf der Bank. (daro)

 

 

4:0

(4:0)

Der FC Energie Cottbus überzeugt im ersten Heimspiel der Saison mit einer "Energie"-Leistung. Mit einem 4:0-Erfolg gegen den SC Paderborn setzte die Bommer-Elf ein kräftiges Ausrufezeichen und zerlegte die schwache Paderborner Truppe schon in der ersten Halbzeit. Mann des Spiels war der Ivorer Boubacar Sanogo. Schon nach elf Minuten war dieses Spiel zugunsten der Cottbuser entschieden. Die einzige nennenswerte Chance der Gäste entschärfte der ÖFB-Goalie Franz Almer mit Bravour. Sanogo brachte den FCE in der 3. Spielminute auf die Siegerstraße, ehe Bitroff und abermals Sanogo nachlegten. Kurz vor der Halbzeit krönte der Stürmer von der Elfenbeinküste seine hervorragende Leistung und besorgte die vorzeitige Entscheidung zum 4:0. In Durchgang zwei versuchte die Gästeelf aus Paderborn einer noch höheren Blamage zu entgehen und bat die Energie-Kicker um Mitleid. Die bärenstarken Lausitzer legten den Schongang ein und verwalteten den 4:0-Vorsprung bis zum Ende. Der SC findet sich nach dem 2. Spieltag am Ender der Tabelle wieder. Die Bommer-Elf konnte nach der Auftaktniederlage gegen Düsseldorf auf die Erfolgsspur zurückfinden. (daro)

 

 

1:1

(0:1)

Das Spitzenspiel der 2. Runde ging in Köln über die Bühne. Nach 14 Jahren gab es wieder mal ein Aufeinandertreffen auf Pflichtspielebene zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf. Das Rheinland-Derby brachte nach 90 Minuten jedoch keinen Sieger hervor und die Partie endete mit einem 1:1 Unentschieden. Vor dem brisanten Spiel zwischen zwei Aufstiegsanwärtern herrschte im Stadion schon Gänsehautstimmung. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste aus Düsseldorf deutlich mehr vom Spiel und wurden für ihren spielerischen Aufwand auch belohnt. In der 12. Minute war es Benschop, der sich eine Abstaubergelegenheit nicht entgehen ließ und die Fortuna in Führung brachte. Kurz vor der Pause begannen die Geißböcke ein weing, das Heft in die Hand zu nehmen und gepflegten Kombinationsfußball aufzuziehen, konnten aber den Rückstand vor dem Halbzeitpfiff nicht mehr ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel brachte Neo-Trainer Peter Stöger mit Halfar und Lehmann für Jajalo und Gerhardt frische Impulse. In den zweiten 45 Minuten kamen die Kölner fortan immer besser ins Spiel und kamen auch zu ihren ersten erwähnenswerten Chancen. Auf der anderen Seite hatten die Absteiger aus Düsseldorf einige Möglichkeiten auf die Vorentscheidung vergeben. In der 67. Spielminute wurde der FC für seinen Kampfgeist belohnt und Ujah köpfte nach Maßflanke von Hector zum 1:1-Ausgleich. In der Schlussphase der Partie hatten beide Mannschaften die Möglichkeiten auf das Siegestor, doch diese wurden nicht genützt. Daher blieb es beim gerechten 1:1-Unentschieden im rheinischen Derby. Leider ging dieses prestigereiche Derby ohne österreichische Kicker über die Bühne. Auf den Seiten der Kölner saß Kevin Wimmer 90 Minuten lang auf der Bank, ebenso Christian Garnter in Diensten von Fortuna Düsseldorf. (daro)

 


Legionärswertung

So sieht diese Woche unsere Wertung der Top-3-Legionäre aus ÖFB-Sicht aus:

  1. Christoph Knasmüllner
  2. Robert Almer
  3. Ümit Korkmaz

 

(Autoren: daro, ferdi, kara, thelex)

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