Drei Österreicher-Clubs mit weißer Weste.

Während es keine wirkliche Überraschung ist, dass der Triple-Sieger FC Bayern München nach dem zweiten Spieltag noch ohne Punkteverlust da steht, so ist die maximale Ausbeute beim SV Werder Bremen derzeit schon als kleine Sensation zu bezeichnen – unabhängig davon, wie die sechs Punkte zu Stande gekommen sind, die Bremer erkämpfen sich den Erfolg. Neben den Münchenern und den Bremen ist auch die Tuchel-Elf aus Mainz noch ohne Punktverlust, fast schon traditionell zu Saisonbeginn.

Weniger gut läuft es derzeit für den VfB Stuttgart und den FC Augsburg, die beide trotz ansprechender Leistungen an den ersten zwei Spieltag noch mit Null Punkten dastehen. Am kommenden Sonntag kommt es in der Augsburger SGL-Arena dann zum direkten Duell dieser beiden Teams – wir werden live vor Ort sein.

 

 

0:1

(0:1)

Katastrophaler Saisonstart der Schwaben aus Stutgart. Nach zwei Spielen steht die Labbadia-Truppe noch ohne Punkte da. Die Werkself aus Leverkusen wurde ihrem Namen gerecht, und mühte und arbeitete sich zu einem Sieg mit dem knappest möglichen Ergebnis. Dabei trafen sie gar nicht selbst, sondern mussten sich auf ein Eigentor der Stuttgarter verlassen. Martin Harnik durfte 90 Minuten auf dem Spielfeld arbeiten, verpasste es aber, wie seine gesamte Kollegenschaft im VfB-Dress, spürbare Akzente zu setzen. Somit konnte sich Bayer 04 mit einer gut strukturierten Abwehr über die 90 MInuten rackern, und die 3 Punkte einfahren. Für Stuttgart wird nun das Europa League-Spiel bei HNK Rijeka am kommenden Donnerstag herhalten müssen, um zählbare Ergebnisse, Selbstvertrauen und den "richtigen" Beginn in die Saison zu bringen. (kicknik)

 

 

4:0

(0:0)

Für Schalke gab es im Aufeinandertreffen mit der VW-Elf ein böses Erwachen – Torhüter Hildebrand musste gleich viermal (allerdings schuldlos) hinter die Linie greifen. Somit haben die Königsblauen bereits nach 2 Runden den Anschluss an die Tabellenspitze verloren, insgesamt konnten sie nach dem Auftaktremis gegen den HSV erst einen Punkt auf ihr Konto bringen. Nun hat die Keller-Elf nur wenige Tage Zeit sich für das Duell mit Ex-Trainer Stevens im Champions League-Playoff gegen den griechischen Vizemeister PAOK in Form zu bringen.

Sämtliche Tore fielen in der 2. Halbzeit, obwohl die Wolfsburger bereits einige Torchancen im 1. Durchgang vorgefunden haben. Nach dem 1:0 durch Robin Knoche in der 55. Minute konnten die Schalker der Heimmannschaft nichts mehr entgegenbringen. Darunter auch Christian Fuchs, der am Anfang offensiv sehr engagiert begann, dann aber im Laufe des Spiels immer mehr abbaute und auch einige defensive Schwächen zeigte(xandi)

 

 

1:0

(1:0)

Ein wahrhaft schmeichelhafter Sieg für den SV Werder Bremen beim ersten Heimspiel im Weserstadion. Außer dem Führungs-/Siegtreffer durch den starken Mehmet Ekici, gab es kaum eine richtige Torchance. Ganz im Gegenteil, der FC Augsburg zog teilweise fast ein Powerplay auf, lediglich beim Abschluss sind die Fuggerstädter viel zu nachlässig. Der Ballbesitz von 57 % bzw. noch viel mehr die Torschussstatistik von 20:5 (!!) sprechen eine deutliche Sprache zu Gunsten der Augsburger. In Summe meinte es Fortuna mehr als gut mit den Mannen von Robin Dutt, die jetzt durch zwei Siege zum Auftakt mit der maximalen Punktausbeute ganz weit oben in der Tabelle stehen. Wenn jetzt zur Effizienz noch eine einigermaßen ansehnliche Spielweise dazukäme, könnte man in Bremen wirklich optimistisch sein. Immerhin: der SV Werder ist bisher das einzige Team ohne Gegentor in der laufenden Meisterschaft.

Marko Arnautovic bekam leider wieder keine Einsatzminuten im Spiel und verfolgte das Spiel über die gesamte Distanz von der Bank aus. Ganz anders Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl, die über 90 Minuten ran durften. Während Junuzovic eine – vor allem hinsichtlich Zweikämpfe – starke Leistung bot, fiel die Leistung von Prödl sehr durchwachsen aus. Vor allem die Zweikampfquote von 12,5 % fällt für einen Innenverteidiger verheerend aus. Immerhin kann sich Prödl einen weiteren Scorerpunkt für den Assist zum 1:0 gutschreiben lassen. Junuzovic hingegen gewann über 57 % seiner Zweikämpfe. Raphael Holzhauser spielte eine solide, wenngleich unauffällig Partie – sein Zweikampfquote verbessert sich jedoch stetig und lässt für die nächsten Wochen hoffen. (thelex)

 

 

1:2

(0:0)

Nach sieben Monaten gewinnt Mainz in der Bundesliga nun endlich auch wieder in der Fremde. An Spieltag zwei besiegt die Tuchel-Elf den SC Freiburg, womit der Fehlstart vom SC perfekt ist. Die vielen Abgänge konnte man in Freiburg noch nicht kompensieren und die Neuzugänge sind noch nicht eingespielt. Null Punkte aus zwei Spielen ist die ernüchternde Bilanz der Überraschungsmannschaft aus dem Vorjahr.  Mainz hingegen hält nach 2 Spieltagen bei 6 Punkten und darf sich über einen gelungenen Saisonstart freuen. Die Tore für Mainz erzielten Niki Zimling (64.) und der starke Nicolai Müller (68.). Freis konnte in der 71. Minute noch den Ehrentreffer für Freiburg netzen.  Am Ende reichte es aber nicht mehr für den SC und es blieb beim 1:2.

Julian Baumgartlinger spielte über die volle Länge und nahm wieder die Rolle als Abräumer vor der Abwehr ein. Auch am zweiten Spieltag konnte Baumgartlinger noch nicht gänzlich überzeugen. 75% seiner Zweikämpfe entschied er zu seinen Gunsten. Mit 45 Ballkontakten war er auch nicht gewohnt präsent am Feld wie im Vorjahr. Dafür kamen 86% seiner Pässe an und er kam zu einem – allerdings ungefährlichen – Torschuss. (maha)

 

 

1:5

(1:1)

Wie werden sich die Hamburger aus diesem Schlamassel wieder rausreden? Fünf Buden im eigenen Stadion machen sicher nicht nur die Fans unglücklich, sondern die Verantworlichen des Hansestadt-Clubs sicher hochgradig unentspannt. Zu Recht, denn was die Hamburger in Ihrer Abwehr in Hälfte zwei abgeliefert haben, war nicht genügend, manche Experten sprechen von Desorientierung und desaströsen Zuständen in den "hinteren" Mannschaftsteilen. Da darf auch ein stark aufspielendes Hoffenheimer Duo, Roberto Firmino und Anthony Modeste, nicht als Ausrede verwendendet werden. Nach dem überraschenden Achtungserfolg beim Auftaktmatch auf Schalke wird nun wieder eine steife Brise an der Elbe wehen. Sieht man sich die Spieldaten an, waren die Hamburger in vielen Punkten (angekommene Pässe, Ballbesitz, …) relativ deutlich überlegen, konnten dies aber nie in Zählbares umwandeln. Ob da ein falsches System gespielt wird?

Wir kennen jemanden, der in diese Diskussion sicher gerne einsteigen wird. Nach diesem Debakel ist es ja durchaus vorstellbar, dass sich ein Paul Scharner (der für die Partie nicht im Kader stand) als Abwehrchef in der Stammelf ins Spiel bringt  – damit sich so eine Leistung nicht wiederholt. Es bleibt spannend. (kicknik)

 

 

0:1

(0:1)

Soll erfüllt, jedoch nur in der Pflicht, nahezu ohne Kür. Wollen die Bayern ihre Erfolge auf nationaler Ebene aus dem Vorjahr wiederholen, können solche Spiele und der damit verbundene Punktgewinn als Pflichtsiege bezeichnet werden. Somit alles richtig gemacht. Leider ist durch die Verpflichtung des neuen Star-Trainers die Erwartungshaltung an den Rekordmeister in unermessliche Höhen gestiegen. Normale Siege wie dieser in Frakfurt werden dadurch teilweise fast schon als Niederlagen gewertet. Wir können uns aber auch an Saisonen erinnern, wo die Bayern eben solche Spiele nicht gewonnen haben. Wie bereits im Vorbericht erwähnt, dürfte vor allem der zentrale Abwehrteil die größte Baustelle der Münchener sein

David Alaba spielte über 90 Minuten eine gewohnt solide Partie. Seine linke Seite war offensichtlich die stärkere Seite der Münchner, nicht zuletzt auch wegen eines erneut sehr stark aufspielenden Franck Ribery, der mit unserem DA27 wie immer sehr gut harmoniert. Ein Blick in die Leistungstabelle verrät: "Mia woin Tici Taca sei". Ballbesitz 30:70, gespielte Pässe 278:685, angekommene Pässe: 204:619 – jeweils zu Gunsten der Münchener. (kicknik)

 

 

3:0

(1:0)

Nach der Pleite gegen die Bayern hat Gladbach zurück auf die Siegerstraße gefunden. Eindrucksvoll besiegte die Favre-Elf zum Heimauftakt Hannover 96 mit 3:0 Die Neuen Max Kruse (20.) und Christoph Kramer (53.) sowie Kapitän Filip Daems (66./Handelfmeter) sorgten für klare Verhältnisse. Hannover agierte über das gesamte Spiel zu fehlerhaft und bekam daher kaum Sicherheit in das eigene Spiel.  Damit überholten die Borussen Hannover 96 in der Tabelle und liegen nun auf Rang 9 während Hannover 96 mit gleich vielen Punkten auf Platz 10 rangiert.

Martin Stranzl spielte über die volle Distanz und zeigte eine starke Leistung in der Innenverteidigung. Großartige 75 Prozent seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden und war vor allem in der Luft kaum zu bezwingen. Sein einziger Schnitzer im Spiel führte aber fast zum Gegentor, seine Kopfballablage bügelte aber ter Stegen aus.  85,7 Prozent seiner Pässe kamen zum Mitspieler. Außerdem spielte Stranzl in diesem Match kein einziges Foul was für einen defensiven Spieler sehr beachtlich ist. (maha)

 

 

2:2

(1:0)

2:2 gegen die Hertha – Der Arbeitgeber von Nationalverteidiger Emanuel Pogatetz kommt spät zu einem Punktgewinn. Im ersten Heimspiel der Saison kam der 1. FC Nürnberg – wie schon in der Vorwoche – nicht über ein 2:2 hinaus. Gegen gute Berliner rettete allerdings Hiroshi Kiyotake erst in der 89. Minute dem Club in einer hektischen Partie einen Zähler. Nach einer ansprechenden ersten Halbzeit verlor der Club im zweiten Durchgang seine Linie und schenkte die 1:0-Führung, erzielt von Drmic nach 40 Minuten, leichtfertig her. Die Hertha wurde in Halbzeit zwei aber auch stärker, kam etwas glücklich auch zum Ausgleich. Sami Allagui kam im Strafraum an den Ball und zog ab. Sein Schuss flog in Richtung Eckfahne, doch Dabanli lenkte den Ball unglücklich mit der Brust ins eigene Netz. Danach hatte Berlin gleich noch einmal Glück, als man durch eine fragwürdige Elfmeter-Entscheidung in Führung ging. Der Punkt wurde aber durch den Japaner gesichert und so bleibt der Club noch ungeschlagen in der Saison 2013/14. Am kommenden Samstag geht es für die Franken nach München zum FC Bayern. (sami)

 


Leistungsdaten

 

Legende:
Min (Einsatzminuten)
TS (Torschüsse)
TSV (Torschussvorlagen)
ZK (gewonnenen Zweikämpfe in Prozent)
PQ (erfolgreiche Pässe in Prozent)
BK (Ballkontakte auf 90 Minuten hochgerechnet)
Distanz (gelaufene Kilometer während der gesamten Einsatzminuten, auf 90 Minuten hochgerechnet)
Läufe (die Anzahl der intensiven Läufe auf 90 Minuten hochgerechnet)
Vavg. (Durchschnittsgeschwindigkeit während der gesamten Einsatzminuten in km/h)
90M (Werte auf 90 Minuten hochgerechnet, falls nicht über die volle Distanz im Einsatz, Einsätze < 15 Min. werden nicht hochgerechnet)
+/- (Wertung ähnlich wie Eishockey: -1 bei Gegentor am Feld / +1 bei Tor am Feld (zusätzlich +1 bei Assist, +2 bei Tor)) 
Farbcodes der Zellen: hellgrün (Bestwert innerhalb der Mannschaft) / dunkelgrün (Bestwert aller Spieler der Partie) 


Legionärswertung

So sieht diese Woche unsere Wertung der Top-3-Legionäre aus ÖFB-Sicht aus:

  1. Martin Stranzl
  2. Emanuel Pogatetz
  3. Zlatko Junuzovic

 

(Autoren: kara, kicknik, maha, sami, thelex, xandi)

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