Adrian Grbic wechselte im Sommer 2019 vom SCR Altach in die zweite französische Liga. Bei Clermont Foot funktioniert der Stürmer von Beginn weg, trifft seitdem äußerst regelmäßig und hat sich in Frankreich und darüber hinaus bereits einen Namen gemacht. Mit uns spricht der 23-Jährige über die aktuelle Ausnahmephase, die Gründe, warum es in Frankreich so gut läuft und seine zukünftigen Ziele.

Photocredits: Instagram Adrian Grbic

Adrian, wir erreichen dich in Zeiten von Covid-19 zu Hause in deiner Wohnung in Clermont-Ferrand. Vielen Dank, dass du dir für ein Interview Zeit nimmst.

Sehr gerne.

Zu Beginn eine Standardfrage, die ob der aktuellen Krise noch wichtiger ist. Wie geht es dir bzw. wie hältst du dich in der aktuellen Situation fit?

Danke, mir geht es soweit gut. Bezüglich der Fitness wurde von Seiten des Vereins für jeden Spieler ein individuelles Heimprogramm ausgearbeitet. Ich gehe jeden Tag etwa 40 bis 50 Minuten laufen, mache jeden zweiten Tag meine Kraftübungen. Die Wohnung verlasse ich neben dem Laufen nur für Einkäufe, ansonsten telefoniere ich viel mit meiner Familie und meiner Freundin in Wien, zocke auf der Konsole oder Jongliere am Balkon.

Bezüglich den erwähnten Kraftübungen – wie sehen diese aus. Sind das Eigengewichtsübungen oder wurde euch Seitens des Vereins Equipment zur Verfügung gestellt?

Wir haben einen Plan bekommen, mit den Übungen, die wir auch so hätten machen sollen. Natürlich kann man da etwas variieren und mal die ein oder andere Übung ergänzen. Der Fokus liegt auf Eigengewichtsübungen, viele Liegestütz und Kräftigungsübungen für die Beine.

Du hast im Sommer einen, für viele Fußballfans, unerwarteten Schritt in die zweite französische Liga getan und bist zu Clermont Foot gewechselt. Wie hat dich der Verein überzeugt, diesen Schritt zu gehen?

Der Hauptgrund für den Wechsel zu Clermont Foot war von Beginn weg das mir entgegengebrachte Vertrauen vom Trainer und den Verantwortlichen. Ich hatte zuvor bei Altach, beim FAC und in Stuttgart keine leichte Zeit, umso mehr war es mir wichtig, dass ich merkte, dass der Verein an mich glaubt. Mein Berater und ich haben lange darüber nachgedacht, ob das auch wirklich der richtige Schritt ist, ich hatte ja auch Angebote von Erstligisten. Für mich war es allerdings wichtig, dass ich in ein Land wechsle, wo die erste Liga zu den Topligen Europas gehört, da dort auch die zweiten Ligen voll im Fokus stehen.

Unser Plan war, dass ich mit Clermont Foot in der zweiten Liga spiele, dort möglichst viele Scorerpunkte sammle und dann schaue was sich ergibt. Möglich ist aktuell ja auch ein Aufstieg mit dem Verein, zudem gibt es bereits mehrere Vereine, die Interesse an mir bekundet haben.

Mich freut es aktuell aber einfach nur, dass ich wieder regelmäßig spiele und treffe, das kann ich am besten.

Wie du bereits gesagt hast, die Ligue 2 steht wirklich sehr im Fokus, ist auch als Talenteschmiede bekannt. Hat das bei deiner Entscheidung auch eine Rolle gespielt? Erfolgreiche Stürmer z.B. wechseln des Öfteren nach einer erfolgreichen Saison entweder eine Liga höher oder ins Ausland.

Ja, natürlich hat auch das eine große Rolle gespielt und der Plan ging – auch wenn mich nach dem Wechsel schon ein paar wieder bald in der österreichischen zweiten Liga haben spielen sehen – voll auf.

Viele unsere Leser können wahrscheinlich mit der zweiten französischen Liga wenig anfangen – könntest du ihnen vielleicht einen kurzen Einblick geben, wie man die Liga sportlich einstufen kann. Aus persönlichen Erfahrungen meine ich behaupten zu können, dass das Spieltempo sehr hoch ist und auch die Athletik eine gewaltige Rolle spielt.

Obwohl ich in den ersten fünf Spielen fünf Tore gemacht habe, war ich von der Qualität der Liga überrascht. Die Dichte ist beispielsweise extrem, es kann tatsächlich jedes Team jedes andere Team schlagen. Wie du schon gesagt hast, ist auch das Tempo unglaublich hoch, sehr viele Teams versuchen technisch hochwertigen Fußball zu spielen – in jeder Mannschaft findest du zwei bis drei richtig starke Kicker, die Spiele alleine entscheiden können.

Das darf man womöglich jetzt nicht laut sagen, aber die Verteidiger wirken teilweise auf den ersten Blick wirklich nicht so, als ob sie auch nur im Geringsten athletisch und schnell wären – aber der Eindruck täuscht gewaltig.  

Absolut richtig. Die Verteidiger hier in der zweiten Liga sind ein Phänomen – die sind meist so 1,90 bzw. 1,95 große Henker, allerdings dennoch extrem athletisch und schnell. Sie wirken tatsächlich manchmal unbeweglich, aber gehe mal gegen so einen Hünen in ein Kopfballduell – selbst bei Laufduellen ist das Schwerstarbeit. Es gab Spiele, wo ich alleine gegen eine Fünferkette ankämpfen musste. Da hast du permanent drei Riesen im Rücken, als Stürmer kannst du dich dann nur sehr schwer in Szene setzen.

Die Infrastruktur in der Ligue 2 ist ziemlich unterschiedlich. In Lens spielt man in einem knapp 40.000-Mann fassenden Stadion, in Chambly lediglich vor knapp 3000 Besuchern. Clermont hat zwar ein Stadion, das etwa 10.000 Besuchern Platz bietet, das Stadion selbst ist von der Art her gesehen jedoch ungewöhnlich. Wie siehst du den Zustand der Infrastruktur?

Von der Bandbreite gesehen ist die Stadionsituation in der Ligue 2 ähnlich wie in Österreich. Lens, Nancy und Lorient haben extrem coole Stadien, dann gibt es so Vereine wie Chambly oder auch Clermont Foot, die stadiontechnisch hinterherhinken – das kann man in etwa mit Hartberg vergleichen. Am coolsten war es bislang im Jänner auswärts bei Lens, wo wir vor knapp 25.000 Zuschauern gespielt haben.

Wie ich mitbekommen habe, ist in Clermont aktuell ein neues Stadion geplant.

Richtig, die Bauerlaubnis ist vor Kurzem eingelangt. Geplant ist die Fertigstellung, ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, Ende 2022 bzw. Anfang 2023. Sollten wir den Aufstieg in die Ligue 1 jedoch schaffen, so würde man wohl versuchen, dass man den Bau früher beendet.

Mit 17 Toren in 26 Spielen und zusätzlich vier Vorlagen hast du in Clermont sportlich richtig eingeschlagen. Was ist der Unterschied zu deiner letzten Station in Altach bzw. was macht es aus, dass du in Clermont viel besser zur Geltung kommst?

Es gibt zwei Unterschiede zwischen Altach und Clermont. Fußballbezogen kann ich sagen, dass Clermont genau den Fußball spielt, der mir entgegenkommt. Wir lassen den Ball am Boden, versuchen spielerische Lösungen zu finden und das ist exakt jene Art von Fußball, die ich mag. Natürlich könnte ich auch lauter hohe Bälle vorne sichern, doch die aktuell praktizierte Spielweise kommt mir deutlich mehr entgegen. Von Beginn weg hat mir der Trainer klar kommuniziert, dass ich ob meiner Technik perfekt in sein Team passe.

Der zweite, wirklich gravierende Unterschied, ist – wie ich schon zuvor gesagt habe – einfach das mir entgegengebrachte Vertrauen. Im Februar hatte ich beispielsweise einen kleinen Hänger, habe in vier Spielen nicht getroffen, dafür jedoch zwei Vorlagen geliefert. Doch auch wenn es mal ein paar Matches nicht zu einem Tor gereicht hat, bekam ich dennoch meine Einsätze. Bei mir basiert viel auf Vertrauen und Wertschätzung – das hält mir den Kopf frei und lässt mich befreit aufspielen. Am Platz bin ich dadurch viel beweglicher und mir gelingt auch deutlich mehr.

Zu Beginn meines Engagements hier in Frankreich hat der Verein mich beispielsweise wahnsinnig unterstützt, auch der Trainer hat mir immer kommuniziert, ich dürfe nach Österreich, wenn es hier irgendwelche Probleme geben sollte.

Du bist nicht nur Elfmeterschütze Nr 1. sondern trittst zumeist auch die Freistöße – in französischen Medien wirst du bereits mit Juninho verglichen. War es ein Zeichen von gestiegenem Selbstvertrauen, dass du dir immer öfters die Kugel bei Freistößen geschnappt hast oder warst du schon vor der Saison als Schütze vorgesehen?

Ich trainiere meinen rechten Fuß schon seit ich zehn oder elf Jahre alt bin mit einer speziellen Schusstechnik. Dazu habe ich mir auf Youtube die Videos von Cristiano Ronaldo angeschaut, habe seitdem nach jedem Training versucht, meine Schusstechnik weiter zu verfeinern. Schon in Stuttgart habe ich viele Freistöße geschossen und jetzt in Clermont hat der Trainer im Training entdeckt, dass ich einen wirklich guten Schuss habe und so hat es sich ergeben, dass ich nun auch die Freistöße schieße. Klar, wenn dann mal drei oder vier Versuche nicht klappen, dann gebe ich die Kugel auch an einen Mitspieler weiter.

Und da waren in der laufenden Saison schon ein paar ganz nette Freistoßtore dabei. 

Ja, danke. Drei oder vier Versuche habe ich bereits im gegnerischen Kasten untergebracht, der ein oder andere ging noch an den Pfosten oder an die Latte.

Vergleicht man die Heim- mit der Auswärtstabelle, so fällt auf, dass ihr auswärts zwei Punkte mehr geholt habt. Scheinbar fühlt ihr euch auswärts pudelwohl – gibt es dafür einen speziellen Grund?

Wir haben den Start in die laufende Spielzeit zu Hause einfach total in den Sand gesetzt, haben glaube ich aus den ersten sechs Spielen lediglich fünf oder sechs Punkte geholt. Zwar sind wir mit einem Heimsieg in die Saison gestartet, den zweiten Sieg vor heimischen Publikum holten wir jedoch erst im November gegen Niort. Das schlägt sich natürlich negativ auf die Heimstatistik nieder. Doch ab November schafften wir dann fünf Siege en suite.

Auswärts treten wir – mit einer Ausnahme, dem 0:4 gegen Sochaux – tatsächlich immer stark auf, ich kann dir allerdings nicht sagen, woran das liegt.

Ihr steht aktuell auf dem fünften Tabellenrang, der die Teilnahme am Aufstiegsplayoff bedeuten würde. Auf Platz zwei, einen fixen Aufstiegsplatz, fehlen drei Punkte. Ob der aktuellen Situation ist natürlich auch bei euch die Liga gestoppt. Gibt es aktuell schon Pläne, wie die Meisterschaft fortgesetzt werden soll?

Ich hatte vor wenigen Tagen ein Telefonat mit Offiziellen des Vereins – seit wir in Quarantäne sind, findet alle paar Tage eine Art Telefonkonferenz statt, mit ein paar Spielern, dem Trainer etc. Da wurde uns mitgeteilt, dass der aktuelle Plan sei, dass die Liga bis spätestens 15. August beendet sein soll. Es gibt zwei Szenarien: Einmal einen Start Mitte Juni und ein Ende Mitte August oder einmal einen Start Anfang Juni und ein Ende Anfang August. Die kommende Spielzeit soll dann wieder am 28. bzw. 29. August starten.

Sieht nach einer kurzen Sommerpause für euch aus.

Ich glaube ehrlich gesagt gar nicht, dass wir eine Pause bekommen werden – vielleicht zwei, drei Tage zurück in die Heimat. Dann wird es wohl direkt in die neue Saison gehen, die Vorbereitung fällt wohl aus, man ist wohl bedingt durch das späte Saisonende im Spielrhythmus.

Angenommen, die Meisterschaft wird fortgesetzt, schätze ich, dass der Aufstieg mittlerweile euer fixes Ziel ist. Seid ihr aber überhaupt mit der Idee „Aufstieg“ in die Spielzeit gestartet?

Wir haben vor dem Beginn der Saison gesagt, dass wir uns selbst keinen Druck machen wollen, wir allerdings wissen, was wir können. Doch das primäre Ziel war der Aufstieg nicht, diese Priorität liegt bei Vereinen wie Lens, Lorient etc. Aus meiner Sicht haben wir für die verbleibenden Runden jedoch wohl die beste Ausgangsposition aller Teams, die vorne dabei sind. Lens, Lorient etc. müssen liefern, haben zusätzlich noch ein wirklich schwieriges Restprogramm – Lorient muss beispielsweise noch gegen den 2., 3. und 4. ran. Wir hingegen können ohne Druck aufspielen, treffen in den ausstehenden Spielen aus meiner Sicht auch auf deutlich schlagbarere Gegner. Schauen wir mal, wohin uns die Reise noch führt, wir hätte nichts einzuwenden, wenn wir in der kommenden Saison eine Liga höher spielen sollten.

Die Ligue 2 fungiert immer wieder als Bedienungsladen für die Ligue 1-Klubs. Stürmer werden besonders gerne eine Liga höher transferiert. Tino Kadewere, der aktuell die Torschützenliste anführt, wechselt im Sommer nach Lyon. 2018 zog es Ludovic Ajorque von Clermont Foot zu Racing Strasbourg. Es gab laut Medienberichten bereits im Winter erste Anfragen einiger Klubs, auch jetzt kursieren bereits mehrere Gerüchte um deine Person – sollte sich im Sommer eine Wechselmöglichkeit ergeben, welche Liga wäre dein Traum?

Für mich sind sämtlich Topligen in Europa eine Option, das ganz große Ziel lautet jedoch, einmal in der Champions League zu spielen. Jetzt ist allerdings mal oberste Priorität, den Aufstieg mit Clermont Foot zu fixieren, dann können wir weiterschauen. Alles andere hängt mit etwaigen Angeboten zusammen, aber auch Clermont hat selbstverständlich ein gewaltiges Wort mitzureden. Schauen wir mal, was sich in den kommenden Monaten ergibt.

Von der zweiten Liga zu einem Champions League-Verein, so unrealistisch klingt das gar nicht. Tino Kadewere wechselt wie gesagt zu Lyon – auch wenn die derzeit keinen Champions League-Platz belegen, ein Spitzenteam mit Ambitionen auf die Teilnahme an der Königsliga ist es allerdings schon.

Ganz deiner Meinung. Ich habe auch schon Gerüchte gelesen, dass ich bei Olympique Marseille im Gespräch sein soll, die belegen aktuell den zweiten Tabellenplatz, der zur direkten Teilnahme an der CL berechtigen würden.

Ich habe von dem Gerücht um Marseille auch schon gehört, habe mir daraufhin den Kader angesehen. Aktuell steht bei OM lediglich ein Stoßstürmer im Kader, die Konkurrenz im Kader scheint momentan nicht so groß zu sein.

Der einzige wirkliche Stürmer ist Dario Benedetto, der elfmal in der Saison getroffen hat. Dahinter fällt mir keiner ein, der wirklich dieselbe Position bekleiden kann. Nette Geschichte nebenbei: mir schreiben wahnsinnig viele Fans von Marseille auf Instagram, dass ich doch zu ihnen wechseln soll.

Es gibt aber noch nichts Konkretes, oder?

Nein, überhaupt nicht. Ich lese es nur, beschäftige mich damit allerdings nicht. Ich möchte einfach, dass es wieder losgeht mit dem Fußball – dann schauen wir weiter.

Allerdings gibt es auch mahnende Beispiele bezüglich Tranfers in eine höhere Liga – dein Vorgänger bei Clermont Foot, Florian Ayé, wechselte ebenfalls nach einer Saison und 18 Toren nach Italien zu Brescia Calcio in die Serie A, hat dort allerdings in 16 Einsätzen noch keinen Treffer erzielt. Für einen etwaigen Wechsel müssen wohl mehrere Sachen miteinberechnet werden, oder. Stichwort Spielstil etc.

Klar, ich würde mir einen Transfer sicher doppelt und dreifach überlegen. Mir würde es nichts helfen, wenn ich zu einem Verein wechsle, der mir viel Geld bezahlt, mich aber auf die Bank setzt. Ich will spielen und mich dadurch beweisen, immer mehr erreichen. Sollte ein Angebot im Sommer einlangen, dann werde ich gemeinsam mit der Familie, der Freundin und dem Berater die Situation in Ruhe besprechen und dann entscheiden, was ich machen werden.

Gerade im Hinblick auf die Euro 2021 – egal ob mit Kroatien oder Österreich – muss ein Wechsel wahrscheinlich noch besser durchdacht sein.

Ganz richtig. Ohne Spielminuten und ohne Tore werde ich mich nicht empfehlen können, umso überlegter müsste ein etwaiger nächster Schritt im Sommer sein.

Du hast bei einem Interview mit Laola erwähnt, dass dir der Präsident (stammt aus der Schweiz) und der Zeugwart (stammt aus Montenegro) die Eingewöhnung in Clermont erleichtert haben. Franzosen können ja teilweise recht distanziert sein, ab und an hat man es als Außenstehender nicht so leicht, sich eingliedern zu können. Wie wohl fühlst du dich in deiner neuen Heimat?

Ich wurde hier wirklich, auch von den Franzosen, super aufgenommen. Mit Einheimischen habe ich zu Beginn auf Englisch gesprochen, konnten sie es nicht, dann haben sie meist jemanden geholt, der der Sprache mächtig war.

Der Präsident hat mir zu Beginn der Saison die wichtigsten Dinge erklärt, auch der Sportdirektor Ingo Winter, der aus Deutschland kommt, war eine Unterstützung. Zudem war der Zeugwart Anfangs eine enorme Hilfe – als ich noch im Hotel wohnte und kein Auto hatte, hat er mich täglich zum Training gebracht, zusätzlich den Umzug organisiert etc. Jeder vom Verein war tatsächlich immer für mich da.

Lass uns am Ende noch kurz über ein Thema reden, das mich sehr interessiert. In den letzten Wochen mehrten sich die Gerüchte, wonach du für die Länderspiele des österreichischen Nationalteams im März einberufen worden wärst – kannst/darfst du uns verraten, ob das tatsächlich der Fall war?

Ich habe mit Teamchef Franco Foda zuletzt gesprochen, es ist auch kein Geheimnis mehr, dass ich drei- oder viermal beobachtet wurde. Der Teamchef selbst hat gegenüber Sky auch gesagt, dass es im März zwei Überraschungen gegeben hätte, ich nehme mal an, dass ich eine davon gewesen wäre. Ich finde es natürlich schade, dass die Länderspiele abgesagt wurden. Gleichzeitig gibt mir die Verschiebung die Chance, dass ich mich fix ins Team spiele. Bis dahin ist jedoch noch Zeit, meine Leistungen müssen weiterhin stimmen, sonst ist das logischerweise kein Thema.

Und die Tendenz von deiner Seite geht aktuell in Richtung Österreich oder ist Kroatien nach wie vor ein Thema?

Es sind Gespräche mit beiden Länderverbänden geführt worden. Die Kroaten haben mich angerufen, mir gesagt, dass sie mich am Radar haben – dasselbe gilt auch für Österreich. Leider ging alles irgendwie viel zu schnell, erst das Interesse von Kroatien, dann von Österreich und schlussendlich die Corona-Krise. Ich habe mich auch noch nicht wirklich damit beschäftigt, wohin meine Tendenz wirklich geht.

Adrian, danke dir vielmals für das wirklich nette Gespräch. Alles Gute für die restliche Saison, wir drücken die Daumen, dass der Aufstieg mit Clermont gelingt.

Das Interview wurde am 09. April geführt.