Während in Europa fast alle Ligen die zeitweilige Verschiebung des Fußballbetriebes beschlossen haben, wird in den anderen Teilen der Erde die schönste Nebensache der Welt weiter ausgetragen.


Betrachtet man sich heute und in den kommenden zwei Wochen europäische Fußballstadien, dann gleichen die Bilder einer Szenerie aus einem Wilden Western, bei dem lediglich noch der vorbeifliegende Heuball fehlt. In nahezu jedem Land in Europa wurde aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus der Spielbetrieb eingestellt. Die Maßnahmen, die die europäischen Regierungen setzten, hätten bei einer Weiterführung der einzelnen Meisterschaften nur Geisterspiele gestattet, die langfristig gesehen dem Sport nicht gut tun würden. Somit wird in Europa fast jeder nationale Wettbewerb auf Eis gelegt, um im Endeffekt die Ältesten und gesundheitlich Schwächsten in unseren Gesellschaften vor einem tödlichen Krankheitsverlauf zu schützen.

In Russland und der Türkei hält man sich zu solchen drastischen Maßnahmen noch zurückhaltend. Der Verein des verletzten Yasin Pehlivan (Gençlerbirliği Ankara) musste sich in der gestrigen Süper Lig-Auseinandersetzung mit Denizlispor 1:0 geschlagen geben. In einer Woche müssen sie dann zu Hause gegen Konyaspor ran.

 

Die restlichen Kontinente scheinen sich dem europäischen Beispiel „noch nicht“ zu bedienen: In Down Under spielte gestern der Klub des angeschlagenen Richard Windbichler Melbourne City gegen die Western Sydney Wanderers 1:1, was ihnen im Meisterschaftskampf nicht wirklich half. Sydney FC hat zum Windbicher-Klub zehn Punkte Vorsprung mit zwei Spielen Rückstand.

Im Land des Rekordweltmeisters Brasilien werden die laufenden Staatsmeisterschaften, die die Teilnehmer an der brasilianischen Liga und Cup ermitteln, ebenfalls nicht unterbrochen. Jedoch finden diese in Form von Geisterspielen statt. Begibt man sich allerdings nach Zentralamerika zu den Mexikanern, ist hier ein ganzeres Bild zu bestaunen. Das Estadio Caliente, war beim Spiel zwischen dem Lokalverein Club Tijuana unb CF Pachuca prall gefüllt. Auf dem afrikanischen Kontinenten ist ebenfalls keine einstweilige Pausierung der Meisterschaften zu beobachten. Es bleibt zu hoffen, dass die Weiterführung der besagten nationalen Wettbewerbe keinen negativen Einfluss auf die Ausbreitung hat und ähnliche Bilder wie in China und Italien nicht in anderen Ländern zu sehen sein werden.

 

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