Trotz Startelf-Rückkehrer Andreas Weimann verlor Bristol City am Dienstagabend in einer wahren Regenschlacht zuhause gegen Sheffield United mit 0:1. Für die „Robins“ setzt sich der Abwärtstrend in der Championship fort.

Zuletzt fehlte Andreas Weimann drei Mal in der Startformation von Bristol City. Nach zuletzt absteigender Form brachte ihn Trainer Nigel Pearson zweimal von der Bank, am Samstag fehlte er beim 1:1 gegen Swansea City krankheitsbedingt. Am Dienstagabend kehrte er beim Heimspiel gegen Sheffield United in die erste Elf zurück und präsentierte sich dabei deutlich stärker als in den Wochen davor.

Weimann mit Lattenpech

Der Gast aus Sheffield stand in gewohnter Spielweise hinten sicher und lauerte auf schnelle Gegenangriffe. Bristol City tat sich mit der Rolle der Spielgestaltung lange schwer. Die wenigen Chancen der „Robins“ entstanden meist unter Weimanns Beteiligung, der wieder im offensiven Mittelfeld hinter den beiden Sturmspitzen aufgestellt war.

Kurz vor der Halbzeitpause bekam Weimann vor dem Strafraum den Ball und der 31-jährige Wiener fackelte nicht lange und zog ab. Sein zentral angetragener Schuss küsste aber nur die obere Querlatte. Es war die beste Chance des ersten Durchgangs, beide Teams gingen folglich torlos in die Kabine.

Goldtor fällt kurz nach der Pause

Bristol City gehört sowohl zu den offensivstärksten als auch zu den defensivschwächsten Teams der Liga. Der Senegalese in den Diensten Sheffields, Iliman Ndiaye, nützte die chronischen Abwehrprobleme der „Robins“ in der 49. Spielminute aus. Er überwand mit einem Kopfball im Fünfer den ihm entgegenspringenden Bristol-Schlussmann Max O‘Leary.

Trainer Pearson stellte nach dem Rückstand um, tauschte offensiv und zog Weimann auf die rechte Seite hinaus. Bristol wurde gefährlicher und die Partie nahm auch durch überirdische Umstände ungewollt an Fahrt auf. Im Verlauf der zweiten Hälfte nahm der Regen über dem Nachthimmel Bristols nämlich immer stärker zu, die Partie entwickelte sich zu einer wahren Wasserschlacht, inklusive bambiesquer Rutscheinlagen. 

Tanner trifft Stange und Gegenspieler

In der 68. Spielminute landete ein freier Ball vor Bristol-Abwehrmann George Tanner. Der ließ einen kraftvollen Volley ab, der das Aluminium erzittern ließ. Die Kugel prallte von der Stange ins Seitenaus, es sollte die beste Chance Bristols in dieser Halbzeit bleiben.

Der 22-jährige Tanner geriet in der Nachspielzeit dann noch einmal unrühmlich in den Fokus. Mit offener Sohle grätschte er Sheffields James McAtee um, hatte dabei keine Chance auf den Ball und durfte dafür zwei Minuten früher ins Trockene gehen. Der Schiedsrichter stellte ihn in der 96. Minute mit glatt Rot vom Platz.

Es geht nach unten

Für Bristol City setzt sich mit der Heimniederlage die Abwärtsspirale fort. Nach einem guten Saisonstart konnte aus den letzten zehn Ligaspielen nur eines gewonnen werden. Die laue Punkteausbeute lässt die „Robins“ allmählich in die unteren Ränge abrutschen. Mit Platz 14 stehen sie zwar im Mittelfeld der 24 Teams fassenden Liga, doch auf den ersten Abstiegsplatz beträgt der Vorsprung nur drei Zähler.

Oben andocken möchte hingegen Schlussmann Daniel Bachmann mit dem Watford FC. Die achtplatzierten „Hornets“ treffen am Mittwochabend auswärts auf den 17. Cardiff City.

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