Österreicher und deutscher Fußball gehören zusammen wie der Leberkäse und die Semmel. Wie wir wissen, nicht nur in der ersten, sondern auch in den Ligen darunter. In der 12termann.at-Serie „Die große Pause“ blicken wir deshalb erstmals in die zweite Deutsche Bundesliga. 

Es waren durchaus schon mehr österreichische Legionäre in der zweiten Spielklasse aktiv. Eine Ausrede, um die Kicker nicht zu beachten, ist das keineswegs. Einige sind in diesem gut mit ihren Mannschaft in Form und kämpfen um den Aufstieg in die Bundesliga. Zwei bzw. derzeit leider nur einer sind es beispielsweise beim SV Darmstadt.

Die Lilien blühen

Der SV Darmstadt befindet sich derzeit auf einer Erfolgswelle. Die Hinrunde konnte der Verein rund um Trainer Torsten Lieberknecht mit dem Herbstmeistertitel beenden. Aus österreichischer Sicht ist das diesbezüglich erfreulich, da mit Emir Karic und Mathias Honsak zwei Legionäre für die „Lilien“ auflaufen. Genauer gesagt, derzeit nur einer, denn Mathias Honsak konnte aufgrund von Verletzungen noch keinen Einsatz für Darmstadt verzeichnen. Anders sieht die Bilanz vom ehemaligen Altacher Karic aus. Insgesamt verzeichnete er in der Saison 13 Einsätze für Darmstadt, zwei davon im Pokal. Oftmals waren die Einsätze jedoch nur von der Bank aus. Einen Assist konnte Karic im Pokal gegen Ingolstadt verzeichnen, sein erstes Saisontor erzielte er kurz vor der WM-Pause gegen Fürth und rettete Darmstadt somit einen Punkt, der die Ungeschlagen-Serie von Darmstadt weiterführt. Seit 16 Runden sind die „Lilien“ schon ungeschlagen und somit verdient Herbstmeister.

Wandert der Blick weiter die Tabelle der 2. Bundesliga findet man den nächsten Legionär bei Heidenheim und das ist doch etwas überraschend, zumindest für den Autor dieses Textes. Der nächste Legionär ist nämlich der 20-jährige Paul Tschernuth bei Heidenheim. Tschernuth ist dritter Torhüter bei den Heidenheimern und somit nicht mit viel Einsatzzeit gesegnet, dreimal befand er sich zumindest im Kader. Natürlich absolut nachvollziehbar, aber er ist eindeutig ein österreichisches Talent mit Potential, das womöglich auch in die deutsche Bundesliga aufsteigen könnte. Heidenheim befindet sich auf dem dritten Platz in der Tabelle mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenspitze Darmstadt. 

Immer weiter ins Mittelfeld

Der nächste Legionär findet sich beim derzeit Fünftplatzierten wieder. Der Verein lautet auf den Namen Hannover 96 und der Spieler auf Louis Schaub. Erst im Sommer von Köln zu Hannover gewechselt, wechselt Schaub in der Hinrunde regelmäßig zwischen Startelf und Ersatzbank. Acht Mal stand der ehemalige Rapidler in der Startelf, vier Mal kam er von der Bank ins Spiel und sechs Mal musste er das Spiel von der Bank aus sehen. Seinen letzten Einsatz verzeichnete Schaub beim 1:0-Sieg gegen Karlsruhe Ende Oktober. Nachdem er schon bei Köln nicht zum umstrittenen Stammpersonal zählte, hat er es ebenfalls noch nicht geschafft sich bei Hannover durchzusetzen. Es ist ihm nur zu wünschen, dass die Rückrunde mehr Startelfeinsätze für ihn bereithält.

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Die nächsten Legionäre sind in einem Duo zu finden: Christoph Klarer und Benjamin Böckle bei Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna befindet sich derzeit auf dem siebenten Platz in der 2. Bundesliga und somit im erweiterten Mittelfeld. Einen wichtigen Teil der Mannschaft macht Christoph Klarer aus. Der 22-Jährige ist schon in seiner dritten Saison bei den Düsseldorfern und gehört zum Stammpersonal. Zwei Spiele musste Klarer von der Bank aus zusehen, abseits davon war er in jedem Spiel im Einsatz. Landsmann Böckle, der erst im Sommer von Liefering zu Düsseldorf gewechselt ist, zählt weniger Einsätze als Klarer, auch aufgrund einer Muskelverletzung im September. Bis dato konnte er erst elf Spielminuten in vier Saisoneinsätzen verzeichnen. 

Verletzung als Spaßbremse

Beim nächsten LegiÖ hat die Saison nahezu nach Wunsch angefangen. Benedikt Pichler konnte in seinen ersten vier Saisonspielen für Holstein Kiel zwei Tore und zwei Assists verzeichnen. Ab dem achten Spieltag musste Pichler dann aufgrund von einer Schleimbeutelentzündung (Quelle: Transfermarkt) pausieren und kam seit September nicht mehr zum Einsatz. Kiel befindet sich indessen auf Platz acht in der Tabelle und hat mit Steven Skrzybski einen sicheren Torjäger gefunden, er hält derzeit bei zehn Toren und fünf Assists. 

Den Abschluss unseres ersten Rückblicks auf die zweite Bundesliga macht ein 2. Liga-Spezialist. Lukas Hinterseer absolvierte in seiner laufenden Karriere schon 155 2. Bundesliga-Spiele für fünf verschiedene Vereine. In dieser Saison läuft er für Hansa Rostock auf, die derzeit auf Platz neun rangieren. Trotz seiner langjährigen Erfahrung konnte er erst ein Tor erzielen. Vom Titel vereinsinterner Torschützenkönig ist Hinterseer weit weg, das ist Kai Pröger mit sechs Saisontoren.  

Bis hierhergekommen? Schau dir auch gleich hier die anderen Teile der Serie „Die große Pause“ an.