David Alaba erzählte in einem Interview mit der London Times, dass er sich nach dem Sommer 2021 vorstellen könnte, den Verein zu wechseln und dies trotz seiner Bilderbuchkarriere beim FC Bayern.


Seit 2008 spielt der Wiener bei dem deutschen Rekordmeister und seit 2010 in der ersten Mannschaft. Alaba mauserte sich als Linksverteidiger zu einem Leistungsträger und zu einem der Besten der Welt auf seiner Position. Diese Entwicklung machte ihn zum Gesicht des österreichischen Fußballs und läutete die erfolgreiche Ära des Nationalteams ein.

Alaba häufte in seiner 12-jährigen Karriere bei den Bayern unzählige Trophäen und Medaillen an: er wurde achtmaliger deutscher Meister, fünffacher deutscher Pokalsieger, einmaliger Champions League-Sieger und Klub-Weltmeister. Jedoch änderte diese Trophäensammlung nicht, dass er bei einem Interview der London Times mitteilte, dass ein Wechsel über den Sommer 2021 hinaus im Bereich des Möglichen ist.

Der Kontrakt des 72-fachen Nationalspieler endet am 30. Juni 2021 und macht ihn somit für europäische Spitzenklubs interessant. Auch wenn sich David Alaba genauso einen Verbleib bei dem FC Bayern vorstellen kann, müssen sich die Vereinsverantwortlichen mit seinem Vertrag auseinandersetzen. Falls man ihn halten will, wäre eine Verlängerung in naher Zukunft essenziell. Ist man jedoch der Überzeugung, dass er in der Zukunft des deutschen Rekordmeisters keine Rolle mehr spielt, wäre die nächste Transferperiode die letzte Möglichkeit eine hohe Ablösesumme zu erhalten. Allerdings besteht daran kein Zweifel, dass Alaba nicht nur die Bundesliga, sondern den gesamten deutschen Fußball bereichert.

Vormalige Interessensbekundungen an dem ÖFB-Legionär mit nigerianisch-philippinischen Wurzeln, von Vereinen wie Real Madrid und Arsenal  beeinflussten sicher seine Gedankengänge. Jedoch sollte er einem Wechsel mit Sorgfalt entgegenblicken. Bastian Schweinsteiger verließ nach einer langen und erfolgreichen Karriere bei dem Münchner Klub den Verein in Richtung Manchester. Bereits in seinem zweiten Jahr wurde er von José Mourinho bei den Red Devils aussortiert. Die positionelle Variabilität Alabas spricht sicher gegen ein ähnliches Szenario, allerdings ist hier Achtsamkeit das höchste Gebot.

Die kommenden Wochen und Monate werden uns auf die Frage zu Alabas Zukunft Antworten geben. Fakt ist, dass Wechselgerüchte zu seiner Person immer medial hochgespielt wurden, aber sich nie mehr als solche entpuppten. Nun ist es relevant, dass der 27-jährige aus Aspern die nächsten Monate verletzungsfrei übersteht und mit der Nationalmannschaft eine grandiose EURO 2020 spielt.

 

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