Fragt man beim Aufsteiger aus Sachsen nach den Zielen für die kommende Saison, dann wird Eines schnell klar: RB Leipzig will auch in der Bundesliga eine Rolle spielen! Nach zwei Jahren 2. Liga gelang auch Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker in der Vorsaison der heiß ersehnte Aufstieg in die Bundesliga. Mit seiner jungen, dynamischen Mannschaft will Neo-Coach Ralph Hasenhüttl den Kampf um die internationalen Plätze aufnehmen – Neuzugänge wie Timo Werner (VfB Stuttgart) oder Naby Keita (Red Bull Salzburg) sollen die Mannschaft punktuell verstärken.

“Wir sind neu in der Bundesliga, aber wir haben nicht vor uns die ersten Spiele nur anzuschauen und die Punkte abzugeben. Wir sind ambitioniert und ehrgeizig – wollen uns sofort teuer verkaufen. Und dafür werden wir auch gerüstet sein.”

Ralph Hasenhüttl

 

 

Rückblick auf die Saison 2015/2016

Nachdem man den direkten Durchmarsch in die Bundesliga im Jahr davor noch verpasste, übernahm Sportdirektor Ralf Rangnick zu Beginn der Saison 2015/16 auch den Posten des Chef-Trainers bei den Bullen. Mit einem Kader, den sich in der 2. Liga sonst nur wenige Mannschaften leisten könnten, fixierte man schließlich – vor allem dank einer starken Rückrunde – souverän den Aufstieg in die Bundesliga. 25 von 34 Spieltage lag man auf einem Aufstiegsplatz, am Ende musste man nur dem SC Freiburg den Vortritt überlassen.

Neben Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker hatten mit Georg Teigl und Stefan Hierländer insgesamt vier Österreicher ihren Anteil am Erfolg der Vorsaison. Dennoch mussten die beiden Letztgenannten den Verein im Sommer verlassen – Teigl wechselte zu Ligakonkurrent FC Augsburg, Hierländer zog es in die Heimat zum SK Sturm Graz.

Zugänge

Um für die Bundesliga gerüstet zu sein, wurde bei RB Leipzig auch wieder Einiges investiert. Die wohl wichtigste Neuverpflichtung betrifft die Trainerposition, wo man mit Ralph Hasenhüttl einen der Aufsteiger der vergangenen Jahre hinzu gewinnen konnte. Der gebürtige Steirer war bereits im vergangenen Jahr mit dem FC Ingolstadt in die Bundesliga aufgestiegen, schaffte dort mit Rang 11 souverän den Klassenerhalt. 

Auf dem Spielersektor konnte man sich mit Timo Werner und Naby Keita wieder mal zwei hochtalentierte junge Spieler sichern. Werner, der in 36 Einsätzen für den VfB Stuttgart in der letzten Saison 7 Treffer erzielen konnte, kostete die Bullen 10 Mio. Euro Ablöse, für den Ex-Salzburger Keita legte man gar stolze 15 Mio. Euro auf den Tisch.

https://twitter.com/DieRotenBullen/status/752828828880343040

Abgeschlossen sind die Transferaktivitäten beim Aufsteiger noch nicht, allerdings will man auch in Zukunft – trotz Red Bull als finanzkräftigem Geldgeber im Hintergrund – an der eigenen Transferpolitik festhalten. So hat Sportdirektor Ralf Rangnick Verpflichtungen von Superstars bei den finanzstarken Sachsen unter seiner Ägide ausgeschlossen.

Dass wir einen Spieler wie Mario Götze für 25, 30 Millionen Euro Ablöse holen, schließe ich aus, solange ich hier verantwortlich bin”, sagte Rangnick am Montag bei kicker.tv   

 

Naby Keita (Zentrales Mittelfeld, Red Bull Salzburg, 15 Mio. €, Laufzeit: 4 Jahre)

Timo Werner (Stürmer, VfB Stuttgart, 10 Mio. €, 4 Jahre)

Marius Müller (Torhüter, 1. FC Kaiserslautern, 1,7 Mio. €, 3 Jahre)

Benno Schmitz (Rechtsverteidiger, Red Bull Salzburg, 800 Tsd. €, 4 Jahre)

 

Abgänge

Große Abgänge sind bei RB Leipzig ausgeblieben, das Stammpersonal konnte gehalten werden. Den punktuellen Verstärkungen fielen Spieler ohne Perspektive zum Opfer – darunter mit Georg Teigl und Stefan Hierländer auch zwei Österreicher.

Stefan Hierländer (Zentrales Mittelfeld, SK Sturm Graz, ablösefrei)

Georg Teigl (Rechtsverteidiger, FC Augsburg, ablösefrei)

Omer Damari (Stürmer, New York Red Bulls, Leihe)

Anthony Jung (Linksverteidiger, FC Ingolstadt, Leihe)

Nils Quaschner (Stürmer, VfL Bochum, Leihe)

 

Testspiele: 

17. Juli: 1. FC Frankfurt 10:0
20. Juli: SSV Markranstädt 9:0
23. Juli: Viktoria 1889 Berlin 3:0
27. Juli: Würzburger Kickers 2:0
04. August: FC Turin 0:0 
06. August: SD Eibar 3:2 
09. August: FC Liefering 4:4 

14. August: Betis Sevilla 1:1

 

Prognose für 2016/2017

Nach dem enttäuschenden Pokal-Aus gegen Dynamo Dresden am vergangenen Wochenende liegt der Fokus bei RB Leipzig wohl umso mehr darauf, in der höchsten deutschen Spielklasse eine Rolle zu spielen, auch wenn die Konkurrenz um die internationalen Startplätze groß ist. Die Bullen gehen mit dem jüngsten Kader (23,7 Jahre im Durchschnitt) aller Bundesliga Vereine in die Meisterschaft, bauen auf Dynamik und Schnelligkeit und können auch die Großen ärgern. 

Klar, gibt es Mannschaften, die am Ende der Saison vor uns stehen werden. Die haben ein anderes Budget zur Verfügung, andere Einzelspieler. Dazu zählen die Bayern, Dortmund, Leverkusen, sicherlich auch Schalke und Wolfsburg. Vielleicht auch Gladbach.”

Ralf Rangnick – Sportdirektor

 

Man darf gespannt sein, wie sich Ralph Hasenhüttl und seine Mannschaft in der Bundesliga präsentieren. Es steht außer Frage, dass sich RB Leipzig mittelfristig zu einem der Topvereine in Deutschland entwickeln will und kann, jetzt heißt es aber erstmal in der Bundesliga anzukommen und so viele Punkte wie möglich zu machen. In der ersten Runde wartet am kommenden Sonntag ein Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Unsere beiden Legionäre dürfen sich dabei gute Chancen auf genügend Einsatzzeiten ausrechnen. Marcel Sabitzer präsentiert sich bereits in guter Form und ist als Flügelstürmer gesetzt – im Pokal-Spiel gegen Dresden erzielte er in der ersten Halbzeit das Tor zur Führung. Auch wenn mit Timo Werner starke Konkurrenz verpflichtet wurde, darf man sich von Sabitzer doch den nächsten Schritt erwarten, um auch in der Bundesliga Fuß zu fassen.

Stefan Ilsanker hat mit Naby Keita ebenfalls einen Konkurrenten im zentralen Mittelfeld dazu bekommen, inwiefern sich das auf seine Einsatzzeiten auswirkt wird man sehen. Nachdem Ilsanker in der Vorbereitung aber auch als Innenverteidiger überzeugen konnte, muss man sich wohl auch hier keine Sorgen um ausreichend Spielminuten machen. 

 

Sabitzer Tor gegen Dresden

Wir wünschen unseren Legionären viel Erfolg in der neuen Saison!

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