Der norddeutsche Traditionsklub SV Werder Bremen bestätigt am heutigen Montag offiziell, dass sich Marco Grüll, der seit Sommer 2021 für den SK Rapid spielt, ab der kommenden Spielzeit den Hanseaten anschließen wird.

Der nunmehr 25-jährige Salzburger kam vor drei Jahren ablösefrei von der SV Ried nach Hütteldorf und entwickelte sich rasch zu einem absoluten Stammspieler und Publikumsliebling. Momentan steht der Pongauer bei 117 Pflichtspieleinsätzen für den SK Rapid, dabei konnte er 38 Treffer erzielen. Zuletzt traf er erst gestern per Elfmeter im ÖFB Cup-Viertelfinale beim 3:1-Sieg gegen den SKN St. Pölten zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Mit neun Treffern auf internationaler Bühne schaffte es Grüll sogar in die Top 10 der klubinternen Torschützenliste in Matches in den diversen UEFA-Bewerben. In seiner Zeit beim SK Rapid kam er unter dem damaligen Teamchef Franco Foda auch zu vier Einsätzen in der Nationalmannschaft und wurde zuletzt im Oktober vergangenen Jahres auch von Ralf Rangnick in den Kader nominiert, kam aber gegen Belgien und Aserbaidschan nicht zum Einsatz.

Geschäftsführer Sport Markus Katzer meint zum nun offiziell fixierten Wechsel von Marco Grüll nach Ablauf seines Vertrages beim SK Rapid am Ende dieser Saison:

„Aus Sicht von Marco Grüll ist diese Entscheidung absolut verständlich, auch wenn wir ihn natürlich sehr gerne länger bei uns im Verein gehalten hätten. Seit meinem Amtsantritt vor etwas mehr als einem Jahr gab es auch immer Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung, gleichzeitig wiederholt Angebote von ausländischen Klubs für einen vorzeitigen Transfer. So professionell Marco bei Trainings und Spielen ist, so professionell verlief stets auch dieser Austausch und gerade deswegen bin ich überzeugt, dass er bis zur letzten Sekunde mit voller Kraft für uns im Einsatz sein wird. Ich wünsche Marco Grüll schon jetzt nur das Beste für seine nächste Karrierestation und hoffe, dass wir uns bis Mai noch oft gemeinsam über gute Leistungen und Siege für Rapid freuen können.“

Marco Grüll, der von den grün-weißen Fans zum „Rapidler des Jahres 2021“ und zum „Rapidler der Saison 2021/22“ gewählt wurde, sagt zu seinem bevorstehenden Wechsel nach Bremen:

„Ich freue mich natürlich, dass nun vorzeitig Gewissheit über meine sportliche Zukunft herrscht und bin sicher, dass ich mit dem SV Werder Bremen die richtige Wahl getroffen habe. Bis zum letzten Saisonspiel gehört meine volle Konzentration aber dem SK Rapid. Wir haben noch viele Ziele, die wir erreichen möchten und ich will unbedingt meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Frühjahrssaison absolvieren. Ich fühle mich nach wie vor extrem wohl bei Rapid und möchte das Vertrauen und die Unterstützung von Trainerteam, sportlicher Leitung, Betreuern, Mitspielern und den Fans mit guten Leistungen bis zur letzten Sekunde im Rapid-Dress zurückzahlen.“

Marco Grüll reiht sich mit seinem Wechsel zu den so wie der SK Rapid im Jahr 1899 gegründeten Grün-Weißen nach Bremen in eine Riege mit seinen Landsmännern Andreas Herzog (1992) und Florian Kainz (2016) ein, die den gleichen Weg gingen.