Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel für die Hertha aus Berlin. Nach zweiwöchiger Quarantäne stand heute das erste von noch sechs ausstehenden Bundesligaspielen für die Hauptstädter an. Die Mainzer hingegen kamen in den letzten Wochen so richtig in die Gänge. Bereits seit sieben Spielen ging man nicht als Verlierer vom Feld – heute sollte Nummer acht folgen. Ein wichtiger Baustein der jüngsten Erfolge war der Österreicher Phillipp Mwene, dem heute sein erstes Tor in der Bundesliga gelang. Am Ende trennte man sich die beiden Teams mit einem 1:1 Remis.


Der 27-jährige gebürtige Wiener Phillipp Mwene konnte beim Nachtragsspiel gegen Hertha BSC erneut glänzen. Mit einem sehenswerten Rechtsschuss in das Kreuzeck konnte er neben seinem ersten Bundesligator auch den Ausgleichstreffer erzielen. Nach seinen jeweiligen Assists gegen Köln und Bayern München ist dies sein dritter Scorerpunkt binnen der letzten vier Spieltage. Auch Karim Onisiwo stand in der Startelf – er wurden in der 84. Minute für Robin Quaison ausgewechselt. Kevin Stöger saß das gesamte Spiel über auf der Bank.

Besser in das Spiel fanden die Berliner, die nach 36 Minuten in Führung gingen. Nach einer Flanke von Márton Dárdai konnte Lucas Tousart den Ball per Kopf im Tor unterbringen. Bereits vier Minuten nach dem Führungstreffer der Gäste stellte aber Mwene den Ausgleich wieder her. In der zweiten Halbzeit änderte sich der Spielstand nicht mehr, es blieb beim Unentschieden.

Ein Ergebnis, mit dem man in Mainz wohl besser Leben kann.

Mit dem 1:1 hält man in Mainz die Konkurrenz weiter auf Distanz. Obwohl der Klassenerhalt rechnerisch noch nicht fixiert ist, steht man nach 31 Spielen auf Tabellenrang zwölf mit 35 Punkten auf dem Konto – eine durchaus komfortable Ausgangssituation. Die Mainzer müssen in den restlichen drei Spielen noch gegen Frankfurt, Dortmund und Wolfsburg ran. Hier wird mit Sicherheit alles daran gesetzt werden die Vergabe der Champions League Fixplätze zu beeinflussen. Auf der anderen Seite steht die gebeutelte Hertha. Bei fünf restlichen Spielen steht der Klub mit 27 Punkten aktuell auf einem direkten Abstiegsplatz. Das Restprogramm sieht noch Spiele gegen Freiburg, Bielefeld, Schalke, Köln und Hoffenheim vor – machbare Aufgaben, zumindest am Papier.

Philipp Mwene – einer für Österreich?

Mwene trug zuletzt im November 2016 für die U21 den Adler auf der Brust. Ob er mit solchen Leistungen auch eines Tages Franco Foda für eine Einberufung überzeugen kann? Darüber nachdenken muss man wohl.

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