Achtmal Deutscher Meister, fünfmal DFB-Pokalsieger, Gewinner der Champions League, sechsmal Österreichs Fußballer des Jahres: Das sind nur einige Titel, die David Alaba in seiner Karriere bislang gesammelt hat. Seit 2010 kickt der Nationalspieler der Alpenrepublik für den FC Bayern München. Lediglich unterbrochen von einem halben Jahr bei der TSG Hoffenheim. Doch wie lange der 27-Jährige noch seine Schuhe für den Rekordmeister schnürt, ist noch völlig offen.

Acht Verträge laufen beim FC Bayern 2021 aus. Neben den Torhütern Manuel Neuer, Sven Ulreich und Ron-Thorben Hoffmann gehören auch Thiago, Thomas Müller, Jérôme Boateng, Javi Martínez und David Alaba zu der Gruppe der Spieler, die im nächsten Jahr ablösefrei wechseln dürften. Von Boateng ist bereits lange bekannt, dass er auf der Suche nach einem neuen Verein ist, doch mit Alaba könnte ein weiterer Leistungsträger den Club verlassen.

Gefragt, was er für die Zukunft plane, äußerte sich der 27-Jährige vorsichtig. Er könne sich beides vorstellen, erklärte er, zu bleiben oder auch in Zukunft woanders zu spielen. Besonders die Premier League reize ihn, teilte der 72-fache Nationalspieler Österreichs mit, dessen Marktwert auf rund 65 Millionen Euro taxiert wird.

Schon früher rankten sich zahlreiche Wechselgerüchte um den Defensiv-Allrounder. Neben dem FC Chelsea und dem FC Barcelona sollen sich bereits nahezu alle europäischen Topklubs um Alaba bemüht haben. Doch bislang hielt der Österreicher den Münchenern die Treue.

Das könnte sich jedoch ändern, wenn er, wie in dieser Saison, weiter als Innenverteidiger agieren müsste. Alaba selbst hatte schon 2015 geschwärmt, dass seine Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld sei. Aufgrund der starken Konkurrenz in diesem Mannschaftsteil mit Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Corentin Tolisso und Javi Martínez dürfte Alaba dort jedoch über keine gute Perspektive beim Rekordmeister verfügen.

Für Bayern-Trainer Hansi Flick kommt die Diskussion um Alabas Zukunft zur Unzeit. Gerade vor den entscheidenden Wochen in der Bundesliga und im Europapokal können die Münchener keine Unruhe im Verein gebrauchen. Die Bayern sind laut wettformat.com in allen Wettbewerben ein Titelkandidat. Doch auch wenn Flick Alaba als unverkäuflich bezeichnet und fest auf den Österreicher setzt, könnte dieser die Münchener dennoch in diesem Sommer verlassen.

Helfen würde sicherlich nicht nur der Gewinn der Champions League in dieser Saison, sondern zudem eine kräftige Gehaltserhöhung. Zwar soll der 72-fache Nationalspieler in München rund elf Millionen Euro im Jahr verdienen, doch falls es zu einer Vertragsverlängerung über 2021 hinaus kommen soll, müssten die Vereinsverantwortlichen sicherlich noch einige Millionen drauflegen. Allerdings finden Vertragsgespräche beim FC Bayern derzeit nur mit Manuel Neuer statt. Auch Alaba muss sich noch gedulden.

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