Nach zwölf Jahren gehen David Alaba und der FC Bayern München getrennte Wege. Nach 431 Spielen für die A-Mannschaft des deutschen Rekordmeisters zieht es den Wiener diesen Sommer weiter. In seinem letzten Spiel in der Allianz Arena hat Alaba noch einmal über einen Scorerpunkt jubeln dürfen.


Der zehnte Meistertitel für Alaba mit den Bayern war schon vor Beginn der Partie gegen Augsburg sicher und doch hatte das letzte Saisonspiel einen entscheidenten Charakter. 2008 war der damals 16-Jährige von der Wiener Austria zur U19-Mannschaft des großen FC Bayern gewechselt – der Rest ist Geschichte. Mit den erfolgsverwöhnten Süddeutschen wurde Alaba zehnmal deutscher Meister, sechsmal Pokalsieger, zweimal Klub-Weltmeister und zweimal Champions-League-Sieger.

Mit einem 5:2-Schützenfest gegen Augsburg nahm Alaba nun Abschied. In einer hitzigen ersten Halbzeit ließen die Bayern bereits keinen Zweifel darüber aufkommen, wer am Ende über einen Sieg in München jubeln darf. Einem Eigentor von Gouweleeuw (9.) folgten Tore von Gnabry (23.) Kimmich (33.) und Coman (43.) zum 4:0-Pausenstand. Besonders dabei: den Treffer des Franzosen zwei Minuten vor Halbzeitpfiff bereitete Alaba vor. Es war der 55 Assists vom Österreicher im Bayern-Trikot – der vierte in dieser Saison. Zudem gelangen dem 28-Jährigen 33 Tore.

 

Tore gab es auch nach Seitenwechsel zu bewundern. Zuerst verkürzten Hahn (67.) und Niederlechner (71.) den Abstand für die Gäste, ehe Robert Lewandowski seinen großen Auftritt hatte. In buchstäblich letzter Minute verwertete der Pole einen Abstauber zu seinem 41. Saisontor. Damit hat Lewandowski den 49-Jahre-gültigen Rerkord von Bayern-Legende Gerd Müller gebrochen.  Österreichs Teamstürmer Michael Gregoritsch, der sich im vorläufigen EM-Kader befindet, durfte all das aus nähester Perspektive von der Ersatzbank beobachten.