Heute will Bayer Leverkusen das Image des ewigen Zweiten endlich ablegen. Im DFB-Pokalfinale wartet auf die Truppe rund um ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlnger aber ausgerechnet der FC Bayern München.


Acht mal musste sich Bayer 04 Leverkusen bereits mit zweiten Plätzen zufrieden geben, fünfmal in der Liga, zweimal im Pokal und einmal in der Champions League. Heute (20.30 Uhr) soll das Image des ewigen Zweiten ad acta gelegt werden. Im Duell gegen den frischgebackenen deutschen Meister und Rekordpokalsieger wartet auf die die Elf von Trainer Peter Bosz aber eine wahre Mamutaufgabe.   

„Wir leiden noch unter der Vergangenheit, vor allem wegen der Jahre 2000 und 2002. Da hätte man was gewinnen müssen. Das waren mit Abstand die besten Mannschaften, die wir bei Bayer Leverkusen jemals hatten. Das rennt uns hinterher, das tut auch heute noch ein bisschen weh“, meinte Leverkusen-Sportchef Rudi Völler im Gespräch mit der deutschen Bild-Zeitung.

 

 

 

 

2000 verspielte Leverkusen ausgerechnet am letzten Spieltag mit einer 0:2-Auswärtsniederlage gegen Unterhaching eine drei-Punkte-Führung, Meister wurde damals dre FC Bayern München. Zwei jahre später verpassten die Nordrhein-Westfalen mit einem Punkt Rückstand ein weiteres Mal denkbar knapp die deutsche Meisterschaft. In der gleichen Spielzeit zog Leverkusen auch im Champions-League-Finale gegen Real Madrid mit 2:1 den Kürrzeren, unvergessen Zinedine Zidanes Traumvolley zum Siegestreffer.

Optimistisch zeigte sich Rudi Völler bereits heute, als er feststellte „die Bayern sind acht Mal in Folge Meister geworden, aber nicht acht Mal hintereinander Pokalsieger – das ist Fakt.“ Um siegreich von Dannen zu ziehen, müssen Aleksandar Dragovic und Co. laut Völler über ihre Grenzen hinausgehen.

Der DFB-Pokal könnte für Leverkusen die Enttäuschung über die verpasste Champions-League-Qualifikation vergessen machen. Nach einer 0:2-Niederlage am vorletzten Spieltag gegen Hertha BSC Berlin mussten die Bosz-Truppe Borussia Mönchengladbach den Vorzug im Kampf um den letzten Platz in der kommenden Königsklassen-Saison lassen.