Es war einmal, vor langer Zeit an einem 24. Dezember in Westerthal, einem winzigen Dorf am Fuße des Iberstberg. Das Dorf war so klein, dass sich dort sprichwörtlich Fuchs und Henn‘ gute Nacht sagten. Zeljko fuhr gerade mit seinem RADovic zu seinem Freund Steffen. Dort angekommen, öffnete er die Thürauer und trat ein.

Steffen wohnte in einem großen AufHAUSer auf halber Höhe des Ibertsberg, das direkt an seinen Bauernhof grenzte. Er verdiente sein Geld vorwiegend durch Milchwirtschaft. Zeljko war schon lange nicht mehr da und so fiel ihm sogleich etwas auf: „Du hast aber viele Küh, Bauer!“. „Ja, mittlerweile bekommt man leider für den Liter Milch nur mehr sehr wenig, darum musste ich aufstocken!“, entgegnete Steffen. Der Freund-Bauer hatte auch ein paar Kaninchen, die wohnten hinter dem Schweinsteiger-Stall in einem Hasenhüttl. „Aber warum gehst du denn so krumm?“, wollte Zeljko nun wissen. „Ach“, meinte Steffen, „von der vielen Arbeit tun mir schon die Glieder  weh“.

„Papaaaaaaa!“ tönte es plötzlich aus dem Kinderzimmer. „Mir is haas!“. „Beschwer dich doch bei deinem Bruder, dem Michi, der hatzt immer soviel ein!“, entgegnete Steffen seinem Sohn Franco. „Jo Foda, owa der is jo ned daham!“

Der Michi war zu dieser Zeit gerade auf dem Christkindlmarkt und genoss sein Seidl Puntigamer BIERhoff . Rund um die Kirchler standen dort viele Hütter und auch Silvesterknaller  konnte man bereits erstehen. Im Licht des aufgehenden Monscheins wirkte die Kulisse noch besinnlicher und allmählich begann es auch zu schneien.

Der große Christbaum funkelte sodann im Schimmer des inmitten der Hütter lodernden Adventfeuers. „Ahhhh liab is des, wie die Kinder vom Schulchor neben dem Feier singa!“ sagte einer der Besucher ganz gerührt.

Hoch droben auf dem Ibertsberg wohnte in einem prunkvollen Schloss der Herzog Andreas. Rund um das Schloss gab es viele Felder und mittendrin einen Supermarkt, den sogenannten Feld-HoferDer edle Herzog hatte seinen Diener Ferdl dorthin entsandt, um für den heiligen Abend noch Lebkuchen zu kaufen. „So sei er bedacht, dass er den pikanten Lebkuchen erhasche, am liebsten ist ihm jener mit Pfeffer!“ hatte der Herzog dem Ferdl mit auf den Weg gegeben. Und so huschte der treue Diener eilenden Schrittes durch die Regale des Feld-Hofers, um nach jenem Lebkuchen Ausschau zu halten, den der Herzog Andreas wünschte. 

Währenddessen hatte der Freund Michi neben seinem BIERhoff  auch schon ein paar Glühwein hinter die Binde gekippt und war bester Laune. Mittlerweile hatte er auch etwas Hunger und so stolperte er hinüber zu der Langos-HütterDort wurde er leider enttäuscht, denn die leckeren Langos waren bereits vergriffen. „Tut mir leid, aber ich hab kainz mehr“ musste ihm die nette Dame hinter der Theke zu seinem Bedauern mitteilen. „Do drazan zaum, an so an Tog wie heut‘ is Hopfer und Malz verloren“ sagte er niedergeschmettert und machte sich mit hängendem Kopf auf den Heimoweg.

Der Marsch tatar ihm gut, denn langsam wurde er wieder nüchtern. „Rachimov! tönte es plötzlich aus dem Gebüsch und er erschrak. „Gesundheit! Is do WERnitznig? rief der Michi. „Ja Michi, ich bins, der Ferdl!“ ertönte es aus dem Dickicht. Michi zückte seine Taschenlampe und lies den Licht-Keglevits auf die Stelle fallen, von welcher er Ferdl’s Stimme vernommen hatte und sah den Herzogs-Diener – abgeschürft von oberlin bis unten – neben seinem Fahrrad in einem BAUMgartlinger hängen. „Sei doch so nett und hilf mir, ich komm da alleine nicht mehr raus!“ bat ihn der Ferdl und so steckte der Michi seine linke Hand in seine WESTErmann, zog sein Taschenmössner heraus und begann den Ferdl aus seiner misslichen Lage zu befreien. 

„Wie lang liegstn‘ do schon, du zicklerst jo am ganzen Körper!?“ fragte der Michi den Ferdl. „Schon a halbe Ewigkeit, meine Zech sind schon fast abgefroren und ich hab Schöttelfrost!“ Ma hop, steh auf, schau ma dass ma ins Schloss kumman, sonst wirst no krankl !“ sagte der Michi und half dem Ferdl auf die Beine. „Wie is da denn des passiert?“ wollte der Michi wissen. „Ich bin der Kurve über einen STEINhöfer gefahren und ehe ich mich versah, lag ich schon im UNTERHOLZhauser!“ „Eh Manndu bist owa ganz sche patschert!“ meinte der Michi nur, holte eilends sein Handy aus der Tasche und rief den Beiden ein Dagsi.

Kurz darauf war das Dagsi auch schon da und die Beiden fuhren zum Schloss. Der Herzog Andreas wartete dort schon voller Sorge auf seinen Ferdl und war heilfroh, dass diesem nichts Schlimmeres zugestoßen war. Der Herzog war dem Michi so dankbar, dass er ihn, seinen Vater Steffen und seinen Bruder Franco zu einem großen Festessen einlud.

Seither sind der Herzog, sein Ferdl und die Familie Freund unzertrennlich. Sie lebten noch viele Jara gemeinsam am Ibertsberg und feierten fortan jedes Jahr am heiligen Abend zusammen Weihnachten.

Und wenn sie dann gestorben sind, dann les‘ mas in da Heute! 

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