In diesem Jahr steht endlich wieder das nächste wichtige Landesturnier an: die UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2024. Fast alle üblichen Favoriten sind mit dabei und spielen um diese wichtige Trophäe. Aufgrund des kleineren Teilnehmerkreises gilt die EM manchmal sogar als schwieriger als eine Weltmeisterschaft, weil es weniger vermeintlich schwache Teams aus anderen Teilen der Welt gibt. Hier sind die Favoriten auf den Sieg der EM 2024.

Frankreich

Frankreich ist derzeit die beste europäische Mannschaft, und das aus gutem Grund. Die Franzosen verfügen über einen großen Pool an Spielern und eine starke Mischung. Es gibt sowohl aufregende junge Spieler als auch alte Hasen, die schon alles gesehen, gemacht und gewonnen haben. Im Angriff sorgen Kylian Mbappé und Antoine Griezmann für zahlreiche Chancen und Tore, während Olivier Giroud sehr viel Erfahrung mitbringt.

Doch insbesondere nach den beeindruckenden Heim- und Auswärtssiegen gegen die Niederlande hat der WM-Vizeweltmeister von 2022 keine Angst vor einem erneuten Aufeinandertreffen mit den Niederländern in Deutschland. Auch die Quoten bei Wettanbietern wie NetBet Österreich spiegeln diese Favoritenrolle wider. Frankreich ist deswegen einer der heißesten Anwärter auf den Turniersieg in diesem Jahr.

Portugal

Nach einer katastrophalen WM-Teilnahme, die mit dem berühmten Bild eines frustrierten und weinenden Cristiano Ronaldo endete, könnte es für Portugal nach der Ablösung von Fernando Santos durch Roberto Martinez nicht besser laufen. Tatsächlich hat die Seleção alle zehn Qualifikationsspiele für die Euro 2024 gewonnen, dabei 36 Tore erzielt (Ronaldo und Bruno Fernandes zusammen 16) und nur zwei Gegentreffer kassiert.

Angesichts der Fülle an offensiven Möglichkeiten muss Portugal als ernsthafter Anwärter auf den Triumph in Deutschland betrachtet werden, zumal das Team in eine der schwächeren Gruppen eingeteilt wurde und die Türkei der einzige ernsthafte Konkurrent um den Gruppensieg in der Gruppe F ist – unabhängig davon, wer aus der Playoff-Gruppe C hervorgeht. Außerdem bleibt abzuwarten, ob Trainer Martinez bei einem großen Turnier wirklich überzeugen kann, nachdem er Belgiens „Goldene Generation“ so verheizt hat.

England

Nach vielen erfolglosen Turnieren gehören die Engländer endlich wieder zum Favoritenkreis. Die Qualifikation wurde zwei Spiele vor Schluss mit einem beeindruckenden Sieg gegen Italien in Wembley gesichert. Doch dem gegenüber stehen zwei schwache Auftritte gegen Malta und Nordmazedonien. Zudem gibt es Zweifel am Trainer Southgate, der seit langem für seinen vermeintlichen Konservatismus kritisiert wird.

Es gibt auch Befürchtungen, dass Southgates inkonsequente Auswahlpolitik dazu führen könnte, dass Spieler in Topform wie Raheem Sterling nicht für die Euro 2024 nominiert werden. Wenn jedoch Jude Bellingham und Harry Kane fit und einsatzbereit sind, sollte England dank der leichteren Auslosung zumindest das Halbfinale erreichen, was dem Team einen großen Vorteil gegenüber seinen kampfmüden Rivalen verschaffen würde.

Belgien

Belgiens Teilnahme an der WM 2022 war ein Desaster. Starspieler Kevin De Bruyne sorgte für Kontroversen, als er noch vor Turnierbeginn viele seiner Mitspieler als zu alt bezeichnete. Das unvermeidliche Zerwürfnis in der Kabine spielte eine große Rolle beim blamablen Ausscheiden der Red Devils in der Gruppenphase – ebenso wie die schwache Leistung von Romelu Lukaku. Doch der Stürmer der Roma ist wieder fit und einsatzbereit, und Lukaku erzielte in der Qualifikation rekordverdächtige 14 Tore.

Auch der neue Trainer Domenico Tedesco leistet gute Arbeit bei der Verjüngung der Mannschaft. Seit er nach dem Katar-Debakel die Nachfolge von Roberto Martinez angetreten hat, sind die Belgier ungeschlagen. Alles in allem könnte De Bruyne nach seiner langwierigen Sehnenverletzung im Knie sogar wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren.

Spanien

Trainer Luis de la Fuente gebührt große Anerkennung für die Art und Weise, wie er Spaniens Qualifikationsspiele geleitet hat. Nach der schockierenden 0:2-Niederlage gegen Schottland waren Experten der Meinung, dass es dem ehemaligen U-21-Nationaltrainer an Erfahrung fehle. Doch nach dem Gewinn des Nations-League-Pokals im Juni 2023 legte La Roja in der Gruppe A eine Siegesserie von sechs Spielen hin und sicherte sich souverän die Qualifikation.

Für Spanien war die Auslosung mit Titelverteidiger Italien und den stets gefährlichen Kroaten nicht gerade erfreulich. Aber Spanien reist mit einer aufregenden jungen Mannschaft nach Deutschland, in der die aufstrebenden Superstars Pedri, Ansu Fati, Alejandro Balde und Lamine Yamal sowie der brillante defensive Mittelfeldspieler Rodri und Kapitän Alvaro Morata derzeit beste Leistungen zeigen.

( Foto von Herr Bohn auf Unsplash )