Die Frauen des SKN St. Pölten trafen heute im Achtelfinal-Rückspiel der Women’s Champions League auf den schwedischen Topklub FC Rosengard. Nach dem guten 2:2-Hinspielergebnis, musste sich der SKN im Rückspiel mit 0:2 geschlagen geben und damit die erste und einzige Niederlage im Bewerb hinnehmen.


Das Ziel der Schwedinnen war von Beginn an klar zu sehen: möglichst schnell ein Tor erzielen. Nach wenigen Sekunden kam Rosengard auch zum ersten Abschluss, der Ball ging jedoch deutlich am Tor vorbei (1.).

In den Anfangsminuten überzeugten die Frauen des SKN mit einem sehr mutigen Auftritt, aufgrund dessen sich der Klub aus Malmö schwertat, ein schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen. Den nächsten Abschluss der Skandinavierinnen gab es erst in der 17. Minute. Der Ball ging allerdings erneut klar am Tor von Isabella Kresche vorbei.

Umso bitterer, dass der erste Gegentreffer nicht aus dem Spiel, sondern nach einer Standardsituation fiel. Obwohl Schough den Ball nicht gut in den Sechzehner brachte, landete die Kugel via Seger vor den Füßen vor Berglund, die zum 0:1 traf (26.). Dabei war auch mit den Bildern der TV-Kameras nicht hundertprozentig zu ermitteln, ob Berglund bei der Ballabgabe ihrer Mitspielerin im Abseits stand oder nicht.

Das Team von Cheftrainerin Maria Wolf spielte dennoch weiter nach vorne und drang nach rund einer halben Stunde das erste Mal gefährlich in den gegnerischen Strafraum ein. Der Abschluss von Mikolajova verfehlte das Tor jedoch deutlich (31.).

Kurz vor der Pause gab es den nächsten Dämpfer. Rosengard-Angreiferin Larsson startete mit einem perfekten Timing in die Tiefe und schob zum 0:2 ein (42.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit.

Auch in die zweite Hälfte starteten die Niederösterreicherinnen mit viel Selbstvertrauen. Mit Melanie Brunnthaler, die Mittelfeldspielerin Isabelle Meyer ersetzte, kam zudem eine Stürmerin neu in die Partie.

Die erste Top-Chance hatte dann auch St. Pölten, doch Anna Bereuter scheiterte an Rosengard-Torhüterin Labbe (53.). Bereuter wurde in Folge vom Feld genommen und durch Lisa Makas ersetzt.

Die neu ins Spiel gekommene Mittelfeldspielerin hatte in der 71. Spielminute auch gleich eine Top-Chance auf den Anschlusstreffer, doch ihr kraftvoller Schuss ging knapp über das Tor. Nur wenige Minuten später kamen die Gäste zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit gefährlich in den “Wölfinnen”-Sechzehner, doch Björn schoss übers Gehäuse (73.).

Vor allem in der letzten Viertelstunde drückte St. Pölten auf den Anschlusstreffer. Makas gab erneut einen gefährlichen Schuss ab, der jedoch wiederum pariert werden konnte (77.). Drei Minuten später köpfte Zver am Tor der Schwedinnen vorbei (80.).

In den Schlussminuten fehlte dem mehrfachen österreichischen Meister allerdings die letzte Durchschlagskraft. Der FC Rosengard konnte die 0:2-Führung erfolgreich über die Zeit bringen und zog mit einem Gesamtscore von 2:4 ins Viertelfinale der Women’s Champions League ein.