Heute vor drei Jahren gewann die U19-Mannschaft des FC Red Bull Salzburg das Finale der UEFA Youth League. Dabei konnten die „Jungbullen“ das Endspiel gegen Benfica Lissabon, bei denen damals Joao Felix oder Gedson Fernandes in der Startelf standen, nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 für sich entscheiden. Auf dem Weg ins Finale warfen die Salzburger unter anderem Manchester City, PSG, Atlético Madrid und den FC Barcelona aus dem Bewerb. Mittlerweile ist der Final-Sieg auf den Tag genau drei Jahre her. Grund genug zu schauen, wo die damaligen Startelf- und Einwechselspieler sowie der Trainer heute aktiv sind.


Marco Rose (aktueller Verein: Borussia Mönchengladbach): Damaliger Trainer der Erfolgsmannschaft war Marco Rose. Der Deutsche kam im Jahr 2013 nach Salzburg, wo er die U16- U18- und die U19 trainierte, mit der er im Jahr 2017 schließlich die Youth League gewinnen sollte. Noch im selben Jahr wurde er Cheftrainer der Profimannschaft. Einer seiner größten Erfolge war der Halbfinal-Einzug in der UEFA Europa League in der Saison 2017/18. Vergangenen Sommer entschied sich der 43-Jährige für eine Rückkehr in die Heimat und unterschrieb einen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach. Bisweilen holte er als Gladbach-Coach in 35 Pflichtspielen 18 Siege – dem stehen neun Niederlagen gegenüber.

Bartlomiej Zynel (damalige Position: Torwart, aktueller Verein: Wisla Plock): Der aktuell 22-jährige Torwart Bartlomiej Zynel galt als Stammtorhüter der Salzburger U19-Mannschaft. In acht Spielen kassierte er nur vier Gegentreffer. Nach dem Youth-League-Sieg konnte er sich beim FC Liefering nicht durchsetzen. So wechselte er im Sommer 2018 zurück in seine Heimat zu Wisla Plock, die aktuell in der ersten polnischen Liga spielen. Dort zählt Zynel allerdings auch nicht zum Stammpersonal. Seinen letzten Pflichtspiel-Einsatz hatte er im Juli 2019.

Gideon Mensah (Linker Verteidiger, Zulte Waregem): Gideon Mensah steht aktuell noch immer beim FC Red Bull Salzburg unter Vertrag, spielt momentan aber leihweise für den belgischen Erstligisten Zulte Waregem. Der 21-Jährige kam im Sommer 2016 von der West African Football Academy nach Salzburg. Bisweilen konnte er sich allerdings noch nicht ganz in der Kampfmannschaft durchsetzen und soll in Belgien Spielpraxis sammeln.

Igor (Innenverteidiger, AC Florenz): Der gebürtige Brasilianer kam ebenfalls im Jahr 2016 von RB Brasil nach Salzburg und zählte in der Youth-League-Mannschaft von 2017 zum Stammpersonal in der Innenverteidigung. In seiner Zeit in Salzburg war er hauptsächlich für den Kooperationsverein FC Liefering tätig. Nach Leihen zum WAC und zur Austria, wechselte er im Sommer 2019 fix zu SPAL Ferrara in die Serie A. Seit Jänner dieses Jahres ist er als Leihspieler bei AC Florenz tätig, für die er bis jetzt vier Einsätze verzeichnet.

Luca Meisl (Innenverteidiger, SKN St. Pölten): Auch Luca Meisl zählte 2017 zum Stammpersonal im Abwehrzentrum. Der 21-Jährige kam bereits im Jahr 2009 nach Salzburg und durchlief alle Jugendmannschaften. Aktuell ist der 21-Jährige noch beim FC Red Bull Salzburg unter Vertrag, wobei er seit Sommer 2018 als Leihspieler beim SKN St. Pölten spielt. Im kommenden Juni endet der Leihvertrag.

Sandro Ingolitsch (Rechter Verteidiger, SKN St. Pölten): Auch Sandro Ingolitsch spielt aktuell beim SKN St. Pölten, allerdings nicht als Leihspieler. Der Vertrag des Kapitäns der Youth-League-Mannschaft wurde nicht verlängert, weshalb er sich nach dem Turnier-Sieg den Niederösterreichern anschloss. Sein Vertrag läuft im kommenden Juni aus.

Nico Gorzel (Defensives Mittelfeld, SKN St. Pölten): Für ehemalige Youth-League-Sieger scheint der SKN St. Pölten eine gute Adresse zu sein, denn auch der Deutsche Nico Gorzel steht aktuell bei den Wölfen unter Vertrag. Der 21-Jährige absolvierte alle Spiele in der Youth-League und galt in der darauffolgenden Saison als Stammspieler beim FC Liefering. Von dort aus ging es im Sommer 2018 zu Wiener Neustadt und anschließend nach St. Pölten, wo er aufgrund der verhängten Transfersperre jedoch erst in diesem Jahr seiner ersten Einsätze sammeln konnte.

Amadou Haidara (Zentrales Mittelfeld, RB Leipzig): Amadou Haidara ging den Weg, von dem wohl viele junge, talentierte, afrikanische Fußballspieler träumen. Der 22-Jährige kam im Sommer 2016 von Mali nach Österreich und spielte zunächst beim FC Liefering. Im April 2017 gewann er nicht nur die Youth-League, er gab auch sein Pflichtspiel-Debüt in der Profimannschaft der Salzburger. Im Oktober 2017 gab er zudem sein Debüt in der Nationalmannschaft von Mali. Fortan spielte er in der Mannschaft von Cheftrainer Marco Rose eine bedeutende Rolle. Ende Dezember 2018 wurde, nach langen Spekulationen in den Medien, schließlich der Wechsel zu RB Leipzig fixiert. Er sollte die Position von Naby Keita, der zuvor nach Liverpool gewechselt war, einnehmen. Vorerst musste sich der Mittelfeldspieler allerdings von einer Kreuzbandverletzung erholen. Ende März 2019 gab er sein Startelf-Debüt für die Leipziger. In der aktuellen Saison verzeichnet er 13 Bundesliga-Einsätze und gilt damit nicht als unumstrittener Stammspieler, was jedoch auch an der starken Konkurrenz im Mittelfeld der Bullen liegt.

Philipp Sturm (Zentrales Mittelfeld, Chemnitzer FC): Wie viele Salzburger Talente, durchlief auch Philipp Sturm alle Akademie-Mannschaften der Mozartstädter und spielte anschließend für den FC Liefering. Allerdings blieb ihm der Sprung in die Profimannschaft des FC Red Bull Salzburg verwehrt. So entschied sich der 21-Jährige im Sommer 2019 zu einem Wechsel zum Chemnitzer FC in die 3. deutsche Liga. Dort hatte der Angreifer jedoch mit Verletzungen zu kämpfen. Im vergangenen August erlitt er einen Syndesmosebandriss, weswegen er fast die komplette Hinrunde verpasste. Nach überstandener Verletzung kämpfte er sich wieder zurück in die erste Mannschaft, zog sich Ende Februar im Spiel gegen Bayern München II allerdings einen Muskelbündelriss zu.

Hannes Wolf (Offensives Mittelfeld, RB Leipzig): Hannes Wolf ging einen ähnlichen Weg wie Amadou Haidara. Der 21-Jährige machte durch starke Leistungen in der Youth League und beim FC Liefering auf sich aufmerksam. Er bereitete beispielsweise die beiden Salzburg-Tore im Finale vor. Schließlich schaffte auch er den Sprung in die erste Mannschaft des FC Red Bull Salzburg und spielte fortlaufend eine große Rolle unter Marco Rose. Im Sommer letzten Jahres wechselte er ebenfalls zu RB Leipzig. Aufgrund eines Knöchelbruches, den er sich bei der U21-EM zuzog, verpasste er jedoch einen Großteil der Hinrunde. Leipzig-Coach Nagelsmann hat kürzlich mehr Geduld vom gebürtigen Grazer eingefordert, da er im Winter wegen mangelnder Einsatzzeit mit einem Wechsel geliebäugelt haben soll.

Nicolas Meister (Sturm, SKN St. Pölten): Auch Nicolas Meister ist aktuell beim SKN St. Pölten tätig. Der gebürtige Wiener, der unter anderem auch in der Jugend von Rapid spielte, schloss sich im Jahr 2015 der Salzburger Akademie an. Im Sommer 2018 wechselte der 20-Jährige zu den Juniors OÖ und wurde im Jänner dieses Jahres nach St. Pölten verliehen. Dort kam er bis jetzt auf drei Pflichtspieleinsätze.

Mergim Berisha (Sturm, FC Red Bull Salzburg): Auch Mergim Berisha durchlief alle Akademie-Mannschaften des FC Red Bull Salzburg. Mit sieben Toren und vier Assists in der Youth-League, hatte er maßgeblichen Anteil am Salzburger Final-Einzug. Nach Leihen zum LASK, 1. FC Magdeburg und SCR Altach, zählt er seit Jänner 2020 fix zum Salzburg-Kader. In der aktuellen Saison verzeichnet er vier Bundesliga-Einsätze.

Patson Daka (Sturm, FC Red Bull Salzburg): Für Patson Daka ging es seit Jänner 2017, als er aus Sambia nach Salzburg wechselte, steil bergauf. Im Halbfinale der Youth-League sorgte er mit seinem Tor zum 2:1 gegen den FC Barcelona für den Final-Einzug. Im Endspiel gegen Benfica glich er nach seiner Einwechslung zum 1:1 aus. In der Saison nach dem Sieg der Youth-League war er hauptsächlich für den FC Liefering im Einsatz. Vor allem in der aktuellen Saison läuft es für ihn blendend. In 21 Bundesliga-Spielen traf er 17 Mal. In der Champions League netzte er beim 4:1-Auswärtssieg gegen Genk.

Alexander Schmidt (Sturm, Wolfsberger AC): Nicht nur mit der Einwechslung von Daka, sondern auch mit jener von Alexander Schmidt erwies Marco Rose im Youth-League-Finale ein gutes Händchen. Der großgewachsene Stürmer markierte nur wenige Minuten, nachdem er ins Spiel, kam den 2:1-Siegtreffer der Salzburger. Dabei war der Einsatz im Finale sein erster Einsatz überhaupt in der Youth League. Auch Schmidt war anschließend noch beim FC Liefering tätig, wechselte im vergangenen Jahr jedoch auf Leihbasis zum Wolfsberger AC. Die Leihe läuft noch bis diesen Sommer.

Bojan Lugonja (Innenverteidiger, SV Ried): Auch wenn Bojan Lugonja mit zwei sehr späten Einwechslungen nur wenige Minuten im Bewerb sammelte, kann er sich Youth-League-Sieger nennen. Der Abwehrspieler kam im Jänner 2017 von der damaligen Kooperationsmannschaft Pasching/LASK zum FC Liefering, wo er nach dem Youth-League-Triumph noch für eine Saison spielen sollte. Im Sommer 2018 folgte der Wechsel zur SV Ried, wo er allerdings nicht zum Stammpersonal gehört.