Heute vor vier Jahren gewann die U19-Mannschaft des FC Red Bull Salzburg das Finale der UEFA Youth League. Dabei konnten die „Jungbullen“ das Endspiel gegen Benfica Lissabon, bei denen damals Joao Felix oder Gedson Fernandes in der Startelf standen, nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 für sich entscheiden. Auf dem Weg ins Finale warfen die Salzburger unter anderem Manchester City, PSG, Atlético Madrid und den FC Barcelona aus dem Bewerb. Mittlerweile ist der Final-Sieg auf den Tag genau vier Jahre her. Grund genug zu schauen, wo die damaligen Startelf- und Einwechselspieler sowie der Trainer heute aktiv sind.


Marco Rose (aktueller Verein: Borussia Mönchengladbach, ab Sommer: Borussia Dortmund): Damaliger Trainer der Erfolgsmannschaft war Marco Rose. Der Deutsche kam im Jahr 2013 nach Salzburg, wo er die U16- U18- und die U19 trainierte, mit der er im Jahr 2017 schließlich die Youth League gewinnen sollte. Noch im selben Jahr wurde er Cheftrainer der Profimannschaft. Einer seiner größten Erfolge war der Halbfinal-Einzug in der UEFA Europa League in der Saison 2017/18. Im Sommer 2019 entschied sich der 44-Jährige für die Rückkehr in die Heimat und unterschrieb einen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach. Ab kommenden Sommer steht Rose für Borussia Dortmund an der Seitenlinie.

Bartlomiej Zynel (damalige Position: Torwart, aktueller Verein: Wisla Plock): Der aktuell 23-jährige Torwart Bartlomiej Zynel galt als Stammtorhüter der Salzburger U19-Mannschaft. In acht Spielen kassierte er nur vier Gegentreffer. Nach dem Youth-League-Sieg konnte er sich beim FC Liefering nicht durchsetzen. So wechselte er im Sommer 2018 zurück in seine Heimat zu Wisla Plock, die aktuell in der ersten polnischen Liga spielen. Dort scheint er aktuell allerdings nur im Kader der zweiten Mannschaft auf. Sein letztes Pflichtspiel für die erste Mannschaft absolvierte der Keeper im Juli 2019.

Gideon Mensah (Linker Verteidiger, Vitoria Guimaraes): Gideon Mensah steht aktuell noch immer beim FC Red Bull Salzburg unter Vertrag, spielt momentan aber leihweise für den portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimaraes. Der 22-Jährige kam im Sommer 2016 von der West African Football Academy nach Salzburg. Bisweilen konnte er sich bei den Bullen allerdings noch nicht durchsetzen. Nach der Leihe könnte er möglicherweise eine Backup-Rolle auf der Linksverteidiger-Position bei den Bullen einnehmen.

Igor (Innenverteidiger, AC Florenz): Der gebürtige Brasilianer kam im Jahr 2016 von RB Brasil nach Salzburg und zählte in der Youth-League-Mannschaft von 2017 zum Stammpersonal in der Innenverteidigung. In seiner Zeit in Salzburg war er hauptsächlich für den Kooperationsverein FC Liefering tätig. Nach Leihen zum WAC und zur Austria, wechselte er im Sommer 2019 fix zu SPAL Ferrara in die Serie A. Seit Jänner 2020 spielt Igor leihweise für die AC Florenz. In der aktuell laufenden Saison war der Abwehrspieler in 19 Pflichtspielen für “die Lilien” im Einsatz.

Luca Meisl (Innenverteidiger, SV Ried): Auch Luca Meisl zählte 2017 zum Stammpersonal im Abwehrzentrum. Der 22-Jährige kam bereits im Jahr 2009 nach Salzburg und durchlief alle Jugendmannschaften. Von 2018 bis 2020 spielte der 22-Jährige leihweise für den SKN St. Pölten, ehe er fix zur SV Ried wechselte. Bei den Innviertlern ist Meisl in dieser Spielzeit eine wichtige Stütze in der Hintermannschaft.

Sandro Ingolitsch (Rechter Verteidiger, SK Sturm Graz): Auch Sandro Ingolitsch verließ Salzburg in Richtung SKN St. Pölten. Bei den Niederösterreichern absolvierte der Innenverteidiger in drei Jahren 81 Pflichtspiele. Im Sommer 2020 schloss er sich dem SK Sturm an. Aktuell laboriert der 24-Jährige allerdings an einem Kreuzbandriss, den er sich vergangenen März im Spiel gegen die Austria zuzog.

Nico Gorzel (Defensives Mittelfeld, Türkgücü München): Für ehemalige Youth-League-Sieger schien St. Pölten eine gute Adresse zu sein, denn auch der Deutsche Nico Gorzel stand (von 2019 bis 2020) beim SKN unter Vertrag. Der 22-Jährige absolvierte alle Spiele in der Youth-League und galt in der darauffolgenden Saison als Stammspieler in Liefering. Aktuell spielt er in der dritten deutschen Liga für Türkgücü München.

Amadou Haidara (Zentrales Mittelfeld, RB Leipzig): Amadou Haidara ging den Weg, von dem wohl viele junge, talentierte, afrikanische Fußballspieler träumen. Der 23-Jährige kam im Sommer 2016 von Mali nach Österreich und spielte zunächst beim FC Liefering. Im April 2017 gewann er nicht nur die Youth-League, er gab auch sein Pflichtspiel-Debüt in der Profimannschaft der Salzburger. Wenige Monate nach dem Youth-League-Sieg feierte er auch noch sein Debüt in der Nationalmannschaft von Mali. Fortan spielte er in der Mannschaft von Cheftrainer Marco Rose eine bedeutende Rolle. Ende Dezember 2018 wurde schließlich der Wechsel zu RB Leipzig fixiert. Bevor er zu Einsatzzeiten kam, musste sich der Mittelfeldspieler noch von einer Kreuzbandverletzung erholen. Ende März 2019 gab er sein Startelf-Debüt für die Leipziger. In der aktuellen Saison zählt er beim Pokal-Halbfinalisten zum Stammpersonal. In 27 Bundesligaspielen erzielte er zwei Tore und zwei Assists. Zudem traf er in der Champions League gegen Manchester United.

Philipp Sturm (Zentrales Mittelfeld, TSV Hartberg): Wie viele Salzburger Talente, durchlief auch Philipp Sturm alle Akademie-Mannschaften der Mozartstädter und spielte anschließend für den FC Liefering. Allerdings blieb ihm der Sprung zum FC Red Bull Salzburg verwehrt. So entschied sich der 22-Jährige im Sommer 2019 zu einem Wechsel zum Chemnitzer FC in die dritte deutsche Liga. Dort hatte der Angreifer jedoch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. So wechselte er im Sommer 2020 zurück nach Österreich zum TSV Hartberg. Dort kam er in dieser Saison jedoch nur auf fünf Pflichtspiel-Einsätze.

Hannes Wolf (Offensives Mittelfeld, Borussia Mönchengladbach): Hannes Wolf ging einen ähnlichen Weg wie Amadou Haidara. Der 22-Jährige machte durch starke Leistungen in der Youth League und beim FC Liefering auf sich aufmerksam. So bereitete er die beiden Salzburg-Tore im Youth-League-Finale vor. Schließlich schaffte auch er den Sprung in die erste Mannschaft des FC Red Bull Salzburg und spielte fortlaufend eine große Rolle unter Marco Rose. Im Sommer 2019 wechselte er zu RB Leipzig. Aufgrund eines Knöchelbruches, den er sich bei der U21-EM zuzog, hatte er bei den Sachsen keinen einfachen Start. So wechselte er zuerst leihweise und anschließend fix zu Borussia Mönchengladbach, wo er wiederum auf Marco Rose traf. In der laufenden Saison hält Wolf bei insgesamt 39 Pflichtspiel-Einsätzen.

Nicolas Meister (Sturm, SKN St. Pölten): Auch Nicolas Meister ist aktuell beim SKN St. Pölten tätig. Der gebürtige Wiener, der unter anderem auch in der Jugend von Rapid spielte, schloss sich im Jahr 2015 der Salzburger Akademie an. Im Sommer 2018 wechselte der 21-Jährige zu den Juniors OÖ. Bis zum Saisonende ist er noch als Leihspieler für die Niederösterreicher tätig. Zuletzt stand er jedoch nicht im Kader.

Mergim Berisha (Sturm, FC Red Bull Salzburg): Auch Mergim Berisha durchlief alle Akademie-Mannschaften des FC Red Bull Salzburg. Mit sieben Toren und vier Assists in der Youth-League, hatte er maßgeblichen Anteil am Salzburger Final-Einzug. Nach Leihen zum LASK, 1. FC Magdeburg und SCR Altach, zählt er seit Jänner 2020 fix zum Salzburg-Kader. Der Deutsche konnte in dieser Saison mit vier Toren und zwei Assists vor allem in der Gruppenphase der Champions League glänzen.

Patson Daka (Sturm, FC Red Bull Salzburg): Für Patson Daka ging es seit Jänner 2017, als er aus Sambia nach Salzburg wechselte, steil bergauf. Im Halbfinale der Youth-League sorgte er mit seinem Tor zum 2:1 gegen den FC Barcelona für den Final-Einzug. Im Endspiel gegen Benfica glich er nach seiner Einwechslung zum 1:1 aus. In der Saison nach dem Sieg der Youth-League war er hauptsächlich für den FC Liefering im Einsatz. Vor allem in der aktuellen Saison läuft es für ihn überragend. Der 22-Jährige führt mit 23 Toren in 22 Spielen die Torschützenliste an und hat mit seinen Leistungen das Interesse zahlreicher internationaler Top-Klubs auf sich gezogen. Ein Wechsel im Sommer scheint ziemlich sicher.

Alexander Schmidt (Sturm, SKN St. Pölten): Nicht nur mit der Einwechslung von Daka, sondern auch mit jener von Alexander Schmidt erwies Marco Rose im Youth-League-Finale ein gutes Händchen. Der großgewachsene Stürmer markierte nur wenige Minuten nachdem er ins Spiel kam den 2:1-Siegtreffer der Salzburger. Dabei war der Einsatz im Finale sein erster Einsatz überhaupt in der Youth League. Auch Schmidt war anschließend noch beim FC Liefering tätig. Danach wechselte er zuerst auf Leihbasis zum WAC, ehe er sich dem LASK anschloss. Die Linzer verliehen den 23-Jährigen wiederum an den SKN St. Pölten, wo er bei zehn Saisontreffern hält.

Bojan Lugonja (Innenverteidiger, Floridsdorfer AC): Auch wenn Bojan Lugonja mit zwei sehr späten Einwechslungen nur wenige Minuten im Bewerb sammelte, kann er sich Youth-League-Sieger nennen. Der Abwehrspieler kam im Jänner 2017 von der damaligen Kooperationsmannschaft Pasching/LASK zum FC Liefering, wo er nach dem Youth-League-Triumph noch für eine Saison spielen sollte. Im Sommer 2018 folgte der Wechsel zur SV Ried, wo er immer noch unter Vertrag steht. Aktuell spielt der 22-Jährige allerdings als Leihspieler für den FAC.