Im Hinspiel der UEFA Europa Conference League erkämpfte sich der LASK gegen St. Johnstone mit viel Mühe ein 1:1-Unentschieden. 


Vor der Partie gab es für Dominik Thalhammer eine Hiobsbotschaft. Neben dem Franzosen Yannis Letard musste ebenfalls Philipp Wiesinger für das Hinspiel absagen. Die Folge: Bei den Linzern musste die Abwehr komplett umgestellt werden. Neben Petar Filipovic standen Andres Andrade und der junge Jan Boller in der Dreierkette.

Im Klagenfurter Wörthersee Stadion ging es für den LASK in den Anfangsminuten gut los. Schon in der ersten Minute kam die Linzer durch Husein Balic zu der ersten Torchance, doch ein schottischer Verteidiger konnte zur Ecke klären. Diese strahlte auch wieder Gefahr aus, weil der deutsche Youngster in der LASK-Abwehr, Jan Boller, den Ball gefährlich Richtung Tor brachte. Johnstone-Keeper Clark konnte diesen Schuss gut vereiteln.

Danach waren die Schotten wach und kamen immer besser ins Spiel. So gut, dass sie sogar in Führung gingen. In der 17. Minute stellte Chris Kane nach einem Querleger in den Strafraum auf 1:0 für die Gäste. Der LASK auf der anderen Seite brauchte noch Zeit um in das Spiel zu finden. Über den Ballbesitz schafften die Linzer es zumindest Ruhe zu schaffen und das Vorhaben zu kontrollieren. Gefährlich wurden sie jedoch erst in der 42. Minute durch einen wuchtigen Weitschuss von Boller. Florian Flecker legte in der 44. Minute nach, sein Schuss konnte von Johnstone-Schlussmann Clark abgefangen werden.

Nach der Pause ist es wieder die Mannschaft von St. Johnstone, die den Ton angibt. Ein Kopfball von Davidson (54.) und eine gefährliche Situation durch Midleton (56.) konnten beide durch Alexander Schlager abgewehrt werden, die Linzer fanden auf die starken Schotten keine Antwort. Bis zur 58. Minute: Flecker wird ganz klar im Strafraum gefoult. Den danach folgenden Elfmeter verwertete Mamadou Karamoko eiskalt und stellte auf 1:1. 

Das Tor verlieh den Linzern jetzt nicht unbedingt Flügel – dafür wär man auch im falschen Bundesland. Aber man bekam wieder ein bisschen mehr Selbstvertrauen und traute sich etwas mehr. Je länger das Spiel dauerte, desto gefährlicher wurden die Linzer. In der 90. Minute köpfelte Nakamura den Ball an die Stange, Boller forderte nach einem Freistoß in der Nachspielzeit noch einmal Johnstone-Keeper Clark. Die letzte Sturm und Drang-Phase der Linzer blieb jedoch ohne Torerfolg. Im Rückspiel muss bei den Linzern eine Leistungssteigerung her, wenn man in die UEFA Europa Conference League einziehen möchte.