Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Schottland geht es für das österreichische Nationalteam in Wien weiter mit der WM-Qualifikation. Und das Team von Franco Foda begrüßt einen altbekannten Gegner im Ernst-Happel-Stadion:- die Färöer Inseln. Die kleine Inselgruppe kommt wieder nach Wien zurück, ohne Zipfelmützen, dafür mit Tatendrang.

So fiel das 12terMann-Zeugnis zum WM-Quali Auftakt aus


Wer denkt, die Männer aus den hohen Norden seien ausschließlich für exorbitanten Fisch-Export bekannt, der hat die Ereignisse aus dem Jahr 1990 noch nicht oft genug gehört. Damals verschlucken sich Toni Polster und Co. nämlich nicht an einer Fischgräte, sondern an den Künsten von Zipfelmütze Jens Martin Knudsen im Tor der Färinger. Dieser ist heute, wie könnte es anders sein, Leiter einer Fischfabrik und immer noch Nationalheld. Der damalige 1:0-Sieg war nicht nur der erste Sieg in einem Bewerbsspiel, ferner war es sogar das erste Bewerbsspiel überhaupt.

Derzeit rangieren die Färöer Inseln auf dem 107. Platz der FIFA-Weltrangliste und von den damaligen Lehrern, Fischern und Postlern im Nationalteam ist nicht mehr viel übrig. Im Team von Coach Hakan Ericson finden sich viele Legionäre aus Skandinavien wieder. Der Star der Mannschaft ist Jóan Símun Edmundsson. Der 29-Jährige steht derzeit in der deutschen Bundesliga bei Arminia Bielefeld unter Vertrag.

Die Qualität der Mannschaft hat sich seit 1990 sichtlich verbessert, die sportliche Distanz zu Mannschaften wie Österreich ist weiterhin enorm. In den Bewerbsspielen feiert man trotzdem immer Erfolge, die nicht außer Acht zu lassen sind. Zum Beispiel gewannen sie ihre Gruppe in der Nations League und blieben in all ihren Bewerbsspielen im Jahr 2020 ungeschlagen. Außerdem konnten sie im ersten Spiel der WM-Qualifikation gegen Moldawien auswärts ein 1:1 holen. Für ihre Verhältnisse holen sie das beste aus ihren Möglichkeiten heraus. Es ist also nicht alles für die Fisch’ bei den Färingern.

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Bilanz gegen Österreich 

Die Färöer sind für Österreich, wie schon erwähnt, kein unbekannter Gegner. Insgesamt trat das Nationalteam sechs Mal gegen die Färinger an. Die Bilanz ist, trotz bekannter Fauxpas, sehr positiv. Vier Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage. 

Die einzige Niederlage stammt eben aus dem Jahr 1990. In der Revanche im Jahr 1991 siegte Österreich dann klar mit 3:0. Die Tore erzielten damals Heimo Pfeifenberger, Michael Streiter und Arnold Wetl.

Bis zum nächsten Aufeinandertreffen dauerte es ein wenig. Diese Pause schien nicht optimal gewesen zu sein, denn auswärts in Tórsvøllur reichte es für das Team unter dem damaligen Teamchef Karel Brückner nur zu einem 1:1-Unentschieden. Das einzig positive aus dieser Partie war wohl das ÖFB-Debüt von Marko Arnautovic.

Von diesem Zeitpunkt an gab es für das Nationalteam nur mehr Siege zu bejubeln. Im Jahr 2009 gewann man 3:1 in Graz, die Torschützen waren zweimal Marc Janko und einmal Stefan Maierhofer

In der Qualifikation für die Weltmeister 2014 gab es auch noch zwei Matches gegen die Färinger. Das erste Match gewann man mit 6:0, das zweite mit 3:0.