Salzburg hält Aufstiegschancen intakt

Der FC Salzburg muss sich im Sechzehntelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League bei Villarreal CF mit 1:2 geschlagen geben. Nach den Abgängen von Alan und Kevin Kampl in der Winterpause gab es vor dem Spiel viele Fragezeichen rund um die Aufstellung von Adi Hütter. Der Salzburg-Trainer setzte mit Marcel Sabitzer und Marco Djuricin auf zwei junge Österreicher im Angriff. Bester Salzburger am Platz war jedoch kein Stürmer, sondern Innenverteidiger Martin Hinteregger. Mit einer hervorragenden Leistung bewahrte er die Bullen vor einer höheren Niederlage.

Es entwickelte sich ein schnelles und intensives Spiel mit einem leichten Chancenplus für die Spanier. Die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit gehörte jedoch den Salzburgern: André Ramalho prüfte Villarreal-Torhüter Sergio Asenjo mit einem Kopfball nach einer Ecke, den Nachschuss setzte Djuricin aus drei Metern Entfernung über die Latte. Innenverteidiger Ramalho war mit den technisch begabten Spaniern oftmals überfordert und leistet sich viele Fehler, einer davon führte zum ersten Treffer der Partie. Ikechukwu Uche brachte die Hausherren per Nachschuss in Führung, Ramalho wurde zuvor von Luciano Vietto düpiert. Zu Beginn von Hälfte zwei machte Soriano mit einem Elfmetertor nach Foul an Djuricin das wichtige Auswärtstor. Die Antwort von Villarreal ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Denis Cheryshev brachte die Spanier erneut in Front. Salzburg hatte es Hinteregger und Torhüter Peter Gulacsi zu verdanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel, es blieb beim leistungsgerechten 2:1 für Villarreal. Dennoch hatten Spanier das Glück auf ihrer Seite: drei Mal hätte sich der Schiedsrichter für die Rote Karte entscheiden können, zückte aber in allen drei Fällen nur Gelb.

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2:1
  (1:0)  

 

1:0 Ikechukwu Uche (32., Rechtsschuss)

1:1 Jonatan Soriano (48., Foulelfmeter, Marco Djuricin)

2:1 Denis Cheryshev (54., Linksschuss, Luciano Vietto)

 

Nationalspieler-Check

Andras Ulmer (Passquote: 59 %, Zweikampfquote: 50 %, 2 Fouls)

Der Linksverteidiger hatte seine Schwierigkeiten gegen die schnellen Spanier, löste seine Aufgabe allerdings besser als Christian Schwegler auf der rechten Seite. Passquote und Zweikampfquote sind verbesserungswürdig. Viermal probierte Ulmer zu Flanken, keine kam beim Mitspieler an.

Martin Hinteregger (Passquote: 72 %, Zweikampfquote: 67 %, 1 Foul)

Der Innenverteidiger der österreichischen Nationalmannschaft war der beste Salzburger am Feld und empfahl sich für größere Aufgaben. Oftmals musste er Fehler seiner Kollegen ausbügeln, dies gelang ihm aufgrund seines Stellungspiels exzellent. Hinteregger konnte acht Pässe abfangen, sechs Schüsse blocken und in elf weiteren Situation den Ball klären. Seinen einzigen Fehler beging er vor dem ersten Gegentreffer, als er es verabsäumte in das Kopfballduell mit seinem Gegenspieler zu gehen. Bulle des Spiels!

 

 

Christoph Leitgeb (Passquote: 67 %, 2 Fouls, bis zur 63. Minute)

Der 29-jährige Grazer machte ein unauffälliges und durchschnittlisches Spiel. Leitgeb wurde in der 63. Minute von Naby Keita ersetzt. Der Guineer hatte im Vergleich zu Leitgeb mehr Zug zum gegnerischen Tor.

Stefan Ilsanker (Passquote: 70 %, 2 Fouls, Gelb)

Der ehemalige Mattersburger lieferte eine solide Leistung im defensiven Mittelfeld ab und versuchte sich mit mäßigem Erfolg in die Offensive einzubringen. Mit zwei Ferslern ließ der als „Abräumer“  bezeichnete Salzburger auch seine technischen Fähigkiten aufblitzen. In der ersten Halbzeit kam er bei einem Foul deutlich zu spät und sah gelb. Damit wird Ilsanker im Rückspiel gesperrt fehlen.

Marcel Sabitzer (Passquote: 63 %, 1 Schuss)

Der 20-jährige Österreicher bekam von Hütter viele Freiheiten und war fast überall auf dem Platz zu finden (siehe Heatmap). Kampl konnte er zwar mit seiner Leistung gegen Villarreal nicht eins zu eins ersetzen, dennoch leitete er mehrere Offensivaktionen der Salzburger ein, wie zum Beispiel eine gute Chance von Djuricin – Asenjo verhinderte den Assist. Sein Schuss in der 89. Minute wurde geblockt.

Marco Djuricin (Passquote: 72 %, 2 Schüsse, bis zur 76. Minute)

Der U21-Nationalspieler war eine der positiven Überraschungen im Spiel der Salzburger. Bei seinem Startelf-Debüt für die Bullen wirkte er bereits gut in das Spiel integriert und kam auch zu zwei sehr guten Tormöglichkeiten. In der 26. Minute schloss der gebürtige Wiener nach Vorarbeit von Sabitzer blitzschnell ab, nur eine Beinabwehr von Asenjo bewahrte Villarreal vor dem Rückstand. Beim zweiten Schussversuch ließ Djuricin eine hundertprozentige Tormöglichkeit liegen, als er aus drei Metern Entfernung das leere Tor verfehlte. In der 76. Minute wurde er durch Valon Berisha ersetzt.

Das Rückspiel findet nächsten Donnerstag (26.02.15) in Wals-Siezenheim statt.

Highlights

 

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