Der SK Sturm Graz verliert auswärts beim FC Midtjylland mit 0:2 und schließt seine Europa-League-Gruppe als Tabellenletzter ab, da Feyenoord Rotterdam gegen Lazio Rom gewinnt.

Es muss immer ein erstes Mal geben. Der SK Sturm Graz schließt mit der 0:2-Niederlage beim FC Midtjylland als erstes Team in der jüngeren Historie des europäischen Vereinsfußballs eine Gruppe mit acht Punkten am Tabellenende ab. In der verrückten Gruppe F stehen nach sechs Spielen alle vier Teams bei acht Zählern, mit dem unglücklichen Ende für die Grazer, die aufgrund der schlechtesten Tordifferenz nicht in Europa überwintern.

Die Dänen aus der Stadt Herning steigen zusammen mit Feyenoord Rotterdam, die mit Gernot Trauner zuhause gegen Lazio Rom gewannen, in die Zwischenrunde auf. Die favorisierten Italiener müssen sich mit der UEFA Europa Conference League begnügen.

Keine frühe Belohnung

Der SK Sturm begann munter und zwang Midtjylland immer wieder zu technischen Fehlern, kam aber kaum gefährlich vor das Tor. Die Grazer verschafften sich dennoch häufig vor dem Strafraum Platz und zogen deshalb meist aus der Distanz ab, allen voran Otar Kiteischwili.

Die größte Chance hatte der Georgier aber aus rund fünf Metern: in der 10. Spielminute vergaßen ihn bei einer Ecke alle Dänen und der an zweiten Stange einlaufende Kiteischwili zeigte sich aber selbst überrascht, dass der Ball vor ihm landete und vergab die große Möglichkeit.

Doppelpack von Dreyer

Auf der anderen Seite gab es das Duell Gustav Isaksen gegen Amadou Dante. Der hochveranlagte Däne im Midtjylland-Trikot beanspruchte den Malier häufig. In der 15. Spielminute verlor Dante ein Duell nach hohem Ball gegen Isaksen kläglich, der eilte davon und bediente in der Mitte Anders Dreyer, der zum 1:0 einschob.

Sturm war in der ersten Hälfte besser, aber nicht zwingend genug. Im zweiten Durchgang kamen die „Schwoazn“ dann nicht so gut aus der Kabine wie vor einer Woche gegen Feyenoord und schafften es nicht nachhaltig Offensivdruck zu erzeugen.

Midtylland verteidigte kompakt und bestrafte wieder eiskalt. In der 72. Spielminute kann die Sturm-Hintermannschaft den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum klären und Dreyer wird wieder von Isaksen bedient. Der Stürmer hatte bei seinem zweiten Tor dann keinen Gegner mehr vor sich.

Sturm konnte sich gegen die bevorstehende Niederlage nicht mehr aufbäumen. Im Parallelspiel schoss der unnachgiebige Mexikaner Santiago Giménez das Goldtor für Feyenoord gegen Lazio Rom und besiegelte das endgültige Aus der Steirer.

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