Dieser Donnerstagabend geht für alle Betreuer, Spieler und Fans von Eintracht Frankfurt in die Geschichtsbücher ein. Eintracht Frankfurt gewinnt das Rückspiel im Europa League-Viertelfinale beim FC Barcelona mit 3:2. Einer der größten Erfolge für Coach Oliver Glasner und ÖFB-Verteidiger Martin Hinteregger


Sternstunde für 30.000 Auswärtsfans

Barcelona hat das gesamte Spiel zwar mehr Ballbesitz – viel mehr gelingt bis zur Nachspielzeit aber auch nicht. Die Frankfurter stehen gegen Barcelona goldrichtig, Hinteregger und Co. lassen bis zur Schlussphase kaum gefährliche Torchancen zu.

Die 30.000 mitgereisten Eintracht-Fans jubeln bereits nach vier Minuten. Filip Kostić verwandelt einen Elfmeter, Rafael Santos Borré erzielt per traumhaften Weitschusstor das 2:0 (36.). Kurz vor der Pause haben die Frankfurter sogar Chancen auf das dritte Tor, das in der 67. Minute gelingt.

Die Elf von Oliver Glasner übersteht eine Druckphase der Katalanen, Kostić macht mit dem 3:0 den Deckel drauf. Danach sind die Gäste dem vierten Tor sogar näher und kommen noch zu guten Torchancen.

Hitzige Schlussminuten

In der 84. Minute kommt Barcelona nach einem Eckball beinahe noch heran, Sergio Busquets trifft nach einem Eckball zum 1:3, der Videoschiri greift wegen einer Abseitsstellung des Barca-Kapitäns ein. In der 88. Minute rettet auch noch Hinteregger im allerletzten Moment und verhindert den Anschlusstreffer.

In der 91. Minute gelingt Busquets letztendlich doch das 1:3 mit einem statten Distanzschuss. Barcelona wittert in der neunminütgen Nachspielzeit nocheinmal die Chance und drückt ordentlich aufs Gas. Die Glasner-Elf verhindert aber ein weiteres Tor und muss einen Gegentreffer erst mit der letzten Aktion des Spiels hinnehmen. In der 101. Minute verwandelt Memphis Depay auch noch einen Elfmeter, Evan Ndicka begeht das Foul sieht Gelb-Rot. Doch am Ende steht Frankfurt mit einem Gesamtscore von 4:3 (1:1 im Hinspiel) im EL-Halbfinale.

Österreicher überzeugen 

Glasner stellt die Eintracht perfekt auf den 24fachen spanischen Meister ein, Barcelona kommt – bis auf wenige Ausnahmen – kaum ins Spiel. Eine sichere Defensive und schnelles Umschaltspiel sind die Mittel für einen denkwürdigen Abend. Hinteregger lässt gegen große Namen wie Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembele nichts anbrennen, in der Schlussphase sind nach einem starken Stellungsspiel und auch nach einem verhinderten Tor kurz vor Schluss mehrmals ‘Hinti’-Sprechchöre zu hören. Barcelona ist fest in Frankfurter Hand.