Am Mittwoch steigt für Rapid das Millionenspiel in der UEFA Champions League-Qualifikation auswärts gegen NK Lokomotiva Zagreb (19:00/Live in ORF1). Der Sieger rückt nicht nur dem Millionenregen in der Königsklasse näher, sondern hat auch die UEFA Europa League-Gruppenphase sicher. Damit stehen viele Millionen auf dem Spiel. Während Rapids Gastspiel in Zagreb das erste Pflichtspiel der Saison ist, hat Lok schon zwei Runden in der kroatischen Liga hinter sich.


Viele Abgänge, fünf Coronafälle und damit ein ersatzgeschwächtes Team. So hat sich Lok bei der 0:6-Derbyklatsche zum Ligaauftakt gegen Dinamo Zagreb präsentiert. Dieses Wochenende gelingt ein wichtiger 1:0-Heimsieg gegen HNK Rijeka, der Hauptstadtclub überzeugt aber wieder nicht. Bei Lok steht ÖFB-Legionär Petar Gluhakovic wieder in der Startelf. Letzte Saison ist der Ex-Austrianer nur in sechs Pflichtspielen auf dem Platz gestanden, davon drei Mal in der Startelf. Durch die vielen Abgänge und Ausfälle ist der Österreicher in die Stammelf gerückt.

Rijeka hat mehr vom Spiel, Lok setzt auf die Defensive. Ähnlich wie bereits Rapid im Juni auswärts gegen den LASK, versucht Zagreb die Null zu halten und mit einer Portion Glück das Siegestor zu erzielen. Ein Plan, der tatsächlich mit viel Glück aufgeht. Rijeka lässt viele Chancen liegen, trifft etwa die Stange und kassiert aus einer Chance das entscheidende Gegentor. Lok gewinnt damit glücklich mit 1:0, sammelt aber Selbstvertrauen für das Spiel gegen Rapid. 

Es ist zu erwarten, dass Lok auch gegen die Rapidler auf eine kompakte Defensive und Konter setzen möchte. Denn die Mannschaft ist alles andere als eingespielt. Die wichtigsten Spieler haben den Verein verlassen, zuletzt auch Stammgoalie Ivo Grbic zu Atletico Madrid. Abgesehen von zwei Leih-Spielern von Dinamo Zagreb für die Offensive und das defensive Mittelfeld hat Lok bisher keine großen Transfers getätigt.

Lokomotiva Zagreb ist unter diesen Umständen klarerweise ein machbares Los, das Spiel gegen Rijeka sollte für Rapid aber ein Warnschuss sein. Denn Zagreb gewinnt ohne nennenswerter Torchancen und zeigt wie schnell ein Spiel auf den Kopf gestellt werden kann.