Es war klar, dass die Europacup-Saison aufgrund des Coronavirus schwierig werden wird. Der erste Härtetest für die UEFA steht bereits jetzt beim Champions-League-Play-off Maccabi Tel Aviv gegen Red Bull Salzburg an. Eine Durchführung der Partie trotz insgesamt 13 positiver Tests (sechs Spieler und sieben Betreuer) aufseiten der Israeli ist nun eigentlich völlig undenkbar.


Es ist schon Wahnsinn genug, dass die UEFA das Play-off-Hinspiel – trotz erneutem Lockdown in Israel – nicht an einen anderen neutralen Ort verschoben hat. Salzburgs Trainer Jesse Marsch sagte am Donnerstag, dass er lieber nicht in Israel spielen will. Geschäftsführer Stefan Reiter erkannte im „Sky“-Interview am Samstag „eine gewisse Skurrilität und politische Willkür“, dass in einem Land im Lockdown Champions-League-Qualifikation gespielt wird.

Vereinzelte positive Tests waren zu erwarten. Aber ganze 13 in einem Team müssen zu einer Absage der Partie führen. Eine Austragung ist für den österreichischen Serienmeister unzumutbar. Was die aktuellen Ereignisse für die gesamte Europacup-Saison für Folgen haben werden, bleibt spannend. Der Terminplan ist so dicht, dass Verschiebungen eigentlich nicht möglich sind. Eine Entscheidung am grünen Tisch zu Gunsten Salzburgs wäre möglich, aber hat die Saison unter diesen Voraussetzungen dann überhaupt eine Zukunft?

Titelbild: GEPA-Datenbank Red Bull Salzburg / GEPA Pictures Daniel Goetzhaber

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