Red Bull Salzburg verpasst auch im Auswärtsspiel in der UEFA Champions League die Sensation gegen die Bayern. Dabei halten die Bullen wie bereits im Heimspiel gegen den Titelverteidiger gut mit. Doch am Ende gewinnen die Bayern mit etwas Spielglück mit 3:1, vor allem weil die Salzburger gute Möglichkeiten vergeben. Durch das 0:0 von Atletico gegen Lok Moskau haben die Salzburger aber noch die Möglichkeit auf den Aufstieg.


Die Bayern setzen in der neunten Minute ein Ausrufezeichen, ein Schuss von Serge Gnabry geht knapp am Tor vorbei. Ähnlich wie im Hinspiel ist Salzburg aber gut im Spiel. Die Bullen kommen auch zu gefährlichen Aktionen und vergeben gute Möglichkeiten auf die Führung. Sekou Koita bedient Mergim Berisha nach einem Fehler von David Alaba, Berisha scheitert aber im Eins-gegen-Eins an Manuel Neuer, der Nachschuss von Koita fällt zu schwach aus.

In der 35. Minute grenzt es fast an ein Wunder, dass die Bullen nicht in Führung gehen. Berisha überhebt die gesamte Abwehr der Bayern, ausgerechnet Schlüsselspieler Dominik Szoboszlai schießt alleine und freistehend vor Manuel Neuer übers Tor und vergibt die beste Chance aufs 1:0. Statt der mittlerweile verdienten Führung für die Gäste, gehen die Bayern mit der großen ersten Chance seit der Anfangsphase in Front.

Cican Stankovic kann einen Abschluss von Thomas Müller nur kurz abwehren, Robert Lewandowski ist beim Abpraller zur Stelle (43.). Kurz danach fällt ein Schuss von Sekou Koita zu schwach aus um Neuer unter Druck zu setzen. Nach dem Seitenwechsel findet Salzburg wieder eine interessante Möglichkeit vor, Szoboszlai setzt einen Freistoß aus ca. 20 Metern aber übers Tor.

Das Glück der Bayern geht aber weiter. Salzburg scheint die Anfangsphase der ersten Halbzeit im Griff zu haben, in der 52. Minute fälscht aber Maximilian Wöber einen wohl ungefährlichen Schuss von Kingsley Coman zum 2:0 ab. Danach flacht das Spiel etwas ab, in der 65. Minute geht der gelbvorbelastete Youngster Marc Roca zu hart in den Zweikampf mit Zlatko Junuzovic und fliegt mit Gelb-Rot vom Platz.

Die Bullen schöpfen aber nur wenige Augenblicke Hoffnung auf einen Anschlusstreffer. Bayern antwortet sofort mit einem Tor, der eingewechselte Leroy Sané verwertet eine Coman-Flanke in der 68. Minute zum 3:0. Salzburg kann aber nicht auf 3:1 verkürzen, zuerst scheitert  dann scheitert Enock Mwepu aus nur zwei Metern am Welttorhüter.

In der 73. Minute gelingt aber endlich der Anschlusstreffer. Berisha verwertet nach flacher Kristensen-Hereingabe aus abseitsverdächtiger Position zum 3:1, der VAR erkennt den Treffer an. In der 84. Minute steht’s beinahe 3:2. Luka Sucic spielt nach Koita-Pass auch Neuer aus, der Schuss aus spitzem Winkel geht hauchdünn am Tor vorbei. 

Eine gute Leistung der Salzburger bleibt unbelohnt, gegen die Bayern muss aber einfach alles zusammenpassen. Für die Bayern ist der der 46 Sieg im 51 Pflichtspiel unter Hansi Flick. Im Parallelspiel trennen sich Atletico Madrid und Lok Moskau mit 0:0. Die Rechnung ist einfach: Gewinnt Salzburg nächste Woche bei Lok Moskau und die Bayern bei Atletico Madrid, hat Salzburg am 9. Dezember am letzten Spieltag daheim das große Finale gegen die Spanier.