Nach dem enttäuschenden 0:1 vom Samstag in Cardiff bemühten sich an einem lauen Herbstabend nicht einmal 13.400 Zuschauer ins Ernst-Happel-Stadion um Österreichs Nationalteam gegen Georgien zu sehen. Was sie vorgesetzt bekamen war über weite Strecken sehr überschaubar und so stand nach 90 Minuten ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Wie so oft in dieser Qualifikation waren für Österreich drei Punkte drinnen. Eine unkonstante Performance und mehrere vergebene Torchancen verhinderten dies jedoch.

Marcel Koller setzte von Beginn an auf ein gänzlich neues Gesicht: der gebürtige Schweizer und Russland-Legionär Moritz Bauer kam auf der rechten Abwehrseite zu seinem Länderspieldebüt. Auch Florian Kainz, Florian Grillitsch und der in Wales eingewechselte Kevin Danso waren diesmal von Beginn an dabei.

Völlig verschlafener Start

Österreichs Nationalteam erwischte einen kapitalen Fehlstart. Schwer verunsichert kam die Koller-Elf zu Beginn gar nicht in die Gänge und musste nach wenigen Minuten bereits das 0:1 hinnehmen. Gvilia schloss einen Konter der Gäste ab (8′). Nach zehn Minuten fand Rot-Weiß-Rot etwas besser ins Spiel und hatte bei einem Lattenkopfball von Martin Harnik die große Chance zum Ausgleich. Mit etwas Ballglück gelang Marko Arnautovic nach 32 Minuten ein gutes Solo, der Ball wollte aber wie zuletzt am Samstag nicht ins Tor. Österreich kam nun wirklich besser ins Spiel. Der für den verletzten David Alaba eingewechselte Schaub konnte folglich mit seinem ersten Teamtor noch vor der Pause ausgleichen. Ein Treffer zum perfekten Zeitpunkt.

Guter Wiederbeginn

Die verschlafene Anfangsphase aus Halbzeit eins sollte den Österreichern im zweiten Durchgang nicht mehr passieren. Beflügelt durch den Ausgleich kam die Koller-Elf zurück aufs Feld und wollte gleich nachlegen. Vor allem Marko Arnautovic hatte hier immer wieder seine Beine im Spiel. Das Publikum liebt ihn dafür. Er war immerhin der Einzige dessen Name auf den Rängen skandiert wurde. Den Schwung konnte Österreich aber irgendwie dann doch nicht so wie erwartet mitnehmen. Ein Kopfball vom defensiv zumeist sehr souveränen Kevin Danso zehn Minuten vor Schluss war die größte Möglichkeit auf den Führungstreffer. Ansonsten fehlten häufig auch nach schnellen Ballgewinnen die zündenden Ideen. Die Flanken waren großteils zu unpräzise und so ist das dann auch gegen wirklich nicht recht aufregende Georgier ganz einfach zu wenig. Österreich prolongiert seine Krise und die Kritiker bekommen erneut Rückenwind.

Weiter geht es am 6. Oktober mit dem Heimspiel gegen Gruppenkrösus Serbien. Wobei man wohl davon ausgehen wird müssen, dass die Partie im Wiener Prater zu einem serbischen Heimspiel werden wird.

Österreich – Georgien 1:1 (1:1)

Ernst-Happel-Stadion, 13.400 Zuschauer, SR Grinfeld (ISR)

Österreich: Lindner; Bauer, Danso, Dragovic, Hinteregger; Baumgartlinger, Grillitsch (80. Ilsanker); Kainz, Alaba (38. Schaub), Arnautovic; Harnik (69. Janko)

Georgien: Makaridze; Kakabadze, Kverkvelia, Kashia, Navalovski; Kazaishvili, Kankava, Kvekveskiri, Gvilia (69. Merebashvili), Ananidze; Kvilitaia

Tore: Schaub (43′); Gvilia (8′)

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