Am ersten Septemberwochenende startet die neue Saison der Allianz-Frauen-Bundesliga. Von vielen Experten wird wieder eine ausgeglichene und spannende Spielzeit erwartet. Insgesamt stehen 15 Österreicherinnen bei sieben verschiedenen Bundesligavereinen unter Vertrag. Wir wagen einen Ausblick auf die Saison 2017/18 und haben auch einige unserer Euro-Heldinnen über ihre Erwartungen befragt.

Der FC Bayern München musste in der vergangen Saison nach zwei Titeln in Folge dem VfL Wolfsburg den Vortritt lassen. In der Sommerpause gab es zahlreiche Veränderungen im Kader des Vizemeisters, was sich vor allem zu Saisonbeginn negativ auswirken könnte. Viktoria Schnaderbeck und Carina Wenninger werden ihren Stammplatz wohl wieder fix haben. Manuela Zinsberger pendelte in der Rückrunde noch zwischen Bank und Spielfeld, nach ihren tollen Leistungen bei der EM stehen die Chancen aber gut, als Nummer 1 Torfrau in die Saison zu gehen.

Prognose: Der FC Bayern München wird wieder um den Meistertitel mitmischen, alles andere wäre eine Überraschung.

Viktoria Schnaderbeck: „Die EM war für mich persönlich eine überragende und unvergessliche Zeit. Nun geht es aber bald wieder mit der Liga los. Ich erwarte wie bereits im letzten Jahr eine sehr ausgeglichene Allianz Frauenbundesliga. Wir haben einen großen Umbruch in unserer Mannschaft gehabt. Trotz sehr toller neuer Spielerpersönlichkeiten werden wir als Mannschaft sicher noch etwas brauchen, um uns zu 100% einzuspielen.“

Manuela Zinsberger: „Ich erwarte mir von der neuen Saison, dass wir als Team am Platz stehen, von Spiel zu Spiel unsere beste Leistung abrufen & alle fit bleiben! Persönlich möchte ich meine Leistung von der EM mit zum Verein nehmen und genauso beim Verein meine beste Leistung zeigen! Aber EM ist EM und Verein ist Verein! Ich freu mich auf den Ligastart mit meinem Team!“

Carina Wenninger:  „Ich freue mich sehr, dass es in der Bundesliga wieder losgeht! Wir haben einige Veränderungen in der Mannschaft und es macht großen Spaß mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Natürlich möchten wir wieder um die Champions League Plätze mitspielen – das muss auch der Anspruch des FC Bayern sein.“



Ebenfalls lange um den Titel spielte der 1. FFC Turbine Potsdam mit, im Endspurt ging dem Traditionsverein jedoch etwas die Luft, was schlussendlich den dritten Endrang bedeutete. Sarah Zadrazil erspielte sich nach ihrem Wechsel nach Deutschland sofort einen Stammplatz und wird auch in der neuen Saison ihr Fixleiberl haben. Marina Georgieva spielte nach ihrem Wintertransfer bisher nur in der 2. Mannschaft, man darf gespannt sein ob sie jetzt auch Bundesligaluft schnuppern darf.

Prognose: Ein Platz unter den ersten Vier ist realistisch, für den ganz großen Wurf wird es wahrscheinlich nicht reichen.

Sarah Zadrazil: „Ich freue mich schon sehr mit Turbine in meine zweite Saison in der deutschen Bundesliga zu starten und hoffe natürlich die positive Energie von unsere EURO mit in die Liga bringen zu können. Als Team haben wir uns das Ziel gesetzt im oberen Drittel mitzuspielen und gegen Jena sofort gut in die Saison zu starten und ich werde natürlich alles tun um meiner Mannschaft helfen zu können diese Ziele auch zu erreichen!“

Marina Georgieva: „Die EM war eine sehr schöne Erfahrung die mich noch mehr motiviert alles zu geben.  Zurück in Potsdam, werde ich die restliche Zeit der Vorbereitung dazu nutzen meine Physische Verfassung weiter aufzubauen, um mich auf die weiteren Sportlichen Schritte vorzubereiten. Als Team sind wir sehr zuversichtlich und möchten kommende Saison im oberen Drittel mitspielen.“



Beim SC Freiburg konnte man mit der Saison 2016/17 mehr als zufrieden sein. Rang Vier mit nur sieben Punkten Rückstand auf Meister Wolfsburg krönten eine überraschend starke Saison des Sportclub. Unverzichtbarer Bestandteil des Teams ist Sarah Puntigam, die im Mittelfeld die Fäden zieht. An ihrem Status als Stammspielerin wird sich auch in der neuen Saison nichts ändern.

Prognose: Den vierten Rang aus der letzten Saison zu wiederholen wird nicht einfach für Freiburg, ein Platz in der oberen Tabellenhälfte ist aber auf jeden fall realistisch.

Sarah Puntigam: „Die Vorfreude auf den Bundesligastart ist riesig. Wir wollen natürlich ähnlich gut wie im letzten Jahr abschneiden, wissen aber auch wie schwer das werden wird. Wir schauen von Spiel zu Spiel und versuchen unsere Leistung immer wieder aufs Neue abzurufen.“



Mit Rang Sieben klassierte sich 1899 Hoffenheim im Tabellenmittelfeld, sowohl mit dem Abstieg als auch mit dem Spitzenfeld hatte man nichts zu tun. Für Nicole Billa verlief die Saison eher durchwachsen, hoffentlich kann sie das Selbstvertrauen aus der EM mitnehmen und den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen.

Prognose: Für Hoffenheim wird sich in der neuen Saison nicht viel ändern, für den Abstieg zu stark, für Höhenflüge zu schwach.

Nicole Billa: „Mittlerweile sind seit der EM einige Wochen rum und man realisiert schön langsam was alles so Geschah. Für mich bedeutet es einfach das Selbstvertrauen mit in die Runde zu nehmen und meine Leistung dort versuchen abzurufen! Wir sind dieses Jahr wieder ein sehr sehr junges Team und müssen einfach von Spiel zu Spiel schauen und alles rausholen. Wir haben gleich mal einen Kracher mit Wolfsburg zu Bgeinn und da heißt einfach alles reinhauen was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben!“



Der SC Sand konnte die vergangene Saison nur auf Rang 8 abschließen und sich somit in jeder Saison seit dem Aufstieg um einen Tabellenplatz verbessern. Zudem konnte der Verein zum zweiten Mal in Folge das Pokalfinale erreichen wo man wieder dem VfL Wolfsburg unterlag. Nina Burger war mit 8 Treffern beste Schützin ihres Teams und wird auch in der neuen Saison in der Stammelf stehen. Selbes gilt für Laura Feiersinger, die nach ihrem Wechsel zu Sand aufblühte und nicht aus der Mannschaft wegzudenken ist. Auch Verena Aschauer, die eine bärenstarke Euro spielte und sogar ins Team des Turniers gewählt wurde, wird zu viel Spielzeit kommen. In der Sommerpause wechselte Adina Hamidovic von St. Pölten nach Sand, man darf gespannt sein, wie schnell die die junge Innenverteidigerin sich in der neuen Liga zurecht findet.

Prognose: Der SC Sand wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben, wie weit es in der Tabelle nach oben geht wird davon abhängen, wie man sich gegen die direkten Konkurrenten im ausgeglichenen Tabellenmittelfeld schlägt.

Nina Burger: „Die erfolgreiche und sehr emotionale EURO liegt hinter uns und wir haben uns in den zwei Wochen Pause für die kommenden Aufgaben erholen können. Mit dem SC Sand ist unser Minimalziel der Klassenerhalt und wollen wir als weiteres Ziel wieder in der Endplatzierung ggü letztem Jahr (8.) besser dastehen. Ein drittes Mal das Pokalfinale erreichen hätte auch was!“

Verena Aschauer: „Ich freue mich, dass es endlich wieder losgeht! Wir hatten einige Veränderungen in der Mannschaft und im Trainerteam, aber ich habe ein wirklich gutes Gefühl. Ich kann es kaum erwarten und bin mir sicher, dass wir eine gute Saison spielen werden!“



Klar und deutlich konnte der MSV Duisburg in der vergangenen Saison als Aufsteiger die Klasse halten. Immerhin sieben Punkte Polster auf den ersten Absteiger standen am Ende zu Buche. Dauerbrenner beim MSV war Virginia Kirchberger, die auch in der kommenen Spielzeit die Abwehr zusammenhalten wird. Auf Spiele von Lisa Makas muss man leider wieder einige Zeit warten, das unglaubliche Verletzungspech der Stürmerin ist kaum zu fassen. Aber sie wird sich auch nach ihrem dritten Kreuzbandriss wieder zurückkämpfen. Neu in Duisburg ist Barbara Dunst, die von Absteiger Leverkusen zu den Zebras wechselte.

Prognose: Der MSV Duisburg wird sich auch in der neuen Saison gegen den Abstieg stemmen müssen, der Klassenerhalt ist realistisch, weit nach oben wird es aber nicht gehen.

Virginia Kirchberger: „Das Ziel ist wie letztes Jahr ganz klar der Klassenerhalt alles andere wäre eine Sensation. Ich persönlich möchte in der doch sehr umstrukturierten Mannschaft Fuß fassen und schnell eine Führungsrolle übernehmen um mich weiter zu entwickeln. Von der EM habe ich das gute Gefühl mit nach Duisburg genommen. Ich bin zwar immer noch etwas müde aber das ich in den kommenden Wochen dann auch besser! Ich freu mich dass es jetzt bald los geht!“



Zurück in der Bundesliga ist nach einer Saison der SV Werder Bremen und damit auch Katharina Schiechtl. Mit nur einer Niederlage in 22 Partien schaffte der Verein den direkten Wiederaufstieg. In der obersten Spielklasse kann die Devise nur Klassenerhalt lauten, dafür sind sicher auch die Qualitäten der baumlangen Österreicherin gefragt auf die in der Abwehr sicher viel Arbeit zukommt.

Prognose: Der Verein hat als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben, das zu schaffen wird nicht einfach für Bremen. Die Chancen, gleich wieder in die 2. Liga zu gehen stehen leider sehr gut.

Katharina Schiechtl: „Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß und ich freue mich sehr auf unsere Rückkehr in die Bundesliga. Es wird wieder eine große Herausforderung für uns werden und unser Ziel ist der Klassenerhalt.“



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