In der polnischen Ekstraklasa hat Wisła Krakau am 29. Spieltag das Heimspiel gegen Lech Posen verloren und damit wohl die letzte Chance auf eine Europa-Teilnahme verspielt. Lech bleibt nach dem Sieg hingegen an Tabellenführer Jagiellonia Białystok dran. Bei den Gästen stand mit Emir Dilaver ein ÖFB-Legionär in der Startelf – Trainer ist Ex-Austria-Coach Nenad Bjelica

In Krakau leben fast 800.000 Menschen – damit ist es die zweitgrößte Stadt Polens. In der wunderschönen Stadt an der Weichsel befinden sich einige Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Wawel. Viele Studenten sorgen außerdem für ein ausgeprägtes Nachtleben und machen Krakau damit zu einem Geheimtipp für viele Touristen und auch Groundhopper. Denn in der Stadt sind mit Wisła Krakau und Cracovia gleich zwei große polnische Vereine beheimatet. Die Rivalität zwischen beiden Teams ist groß – beide Stadien befinden sich aber nur knapp drei Gehminuten voneinander entfernt.

Das Stadion

Am Ostermontag hat es uns zum Heimspiel von Wisła verschlagen. Das über 30.000 Zuschauer fassende Henryk-Reyman-Stadion ist in mehreren Etappen zwischen 2004 und 2011 zu einer modernen Arena ausgebaut worden. Der Zuschauerschnitt liegt aber bei nur 12-13.000 Besuchern – gegen Lech Posen waren aber immerhin etwas mehr als 20.000 Zuschauer im Stadion.

Von außen sieht Wisłas Heimstätte etwas ungewöhnlich und nicht wie ein klassisches Stadion aus. Im Inneren erinnert es auch ein wenig an ein Einkaufszentrum oder ein Kino. Glastüren bei den meisten Eingängen und die Getränke werden in einem Fast-Food-Ketten ähnlichen Becher mit Strohhalmen und einem Deckel verkauft – also ganz anders als beispielsweise in Österreich üblich. 

Eine Karte auf der Haupttribüne kostet 60 polnische Złoty – also umgerechnet ca. 15 Euro. Da die Karten aber personalisiert sind und wir das Stadion erstmals besucht haben, hat uns das System die Tickets um einen Schnäppchenpreis von 20 Złoty (ca. vier Euro) verkauft. 
Im Stadion selbst sind die Preise für Getränke und Essen auch vergleichsweise billig. Knapp zwei Euro für einen klassischen Hot Dog oder ein Bier sind mehr als nur in Ordnung. Bei Topspielen wie gegen Lech Posen wird aber nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt.

Spitzenspiel

Den Zuschauern ist ein spannendes und offenes Spiel geboten worden. Die Krakauer gingen in der ersten Halbzeit nach einem schönen Freistoß in Führung – doch dann drehten die Gäste aus Posen das Kommando übernommen und das Spiel. Matchwinner war Christian Gytkjaer mit einem Hattrick. Der 27-Jährige Däne ist erst im Sommer ablösefrei von 1860 München zu Lech gewechselt, hat aber in 29 Ligaspielen bereits starke 17 Treffer erzielt und könnte damit für viele europäische Vereine ein interessanter Stürmer werden. Laut transfermarkt.at liegt sein Marktwert bei ca. 1,25 Millionen Euro.

ÖFB-Legionäre im Fokus 

Der Österreicher Emir Dilaver spielte beim 3:1-Sieg seiner Posener 90 Minuten als rechter Außenverteidiger durch und zeigte eine gute Leistung. Der 26-Jährige ist erst im Sommer nach Posen gewechselt und hat sich sofort als Stammspieler etabliert. Mittlerweile hat er drei Ligatore erzielt. Sein Trainer ist Nenad Bjelica – übrigens wie schon 2013, als beide zusammen mit der Wiener Austria den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League geschafft haben.

Bjelica hat Lech Posen in der Saison 2016/17 übernommen und ist nur zwei Punkte hinter Meister Legia Warschau Dritter geworden. Auch heuer steckt er mit Lech Posen wieder im Rennen um den Meistertitel dabei.

Die Stimmung im Video

Die Fans beider Mannschaften haben wie erwartet eine gute Stimmung gemacht. In den ersten 15 Minuten haben beide Fan-Lager aber gemeinsam auf einen Support verzichtet. Der Protest richtete sich gegen ein geplantes Strafen-System in der polnischen Liga.

Highlights

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