Roland Putsche stellt eine Ausnahmeerscheinung im österreichischen Fußball dar. Der ehemalige WAC-Kicker wechselte im Jahr 2016 nach Südafrika, kickt seitdem für Cape Town City. Der eigentliche Grund des Wechsels war vielmehr aber die Möglichkeit, neben dem Profidasein einer karitativen Arbeit nachgehen zu können. Mit uns plauderte der sympathische Kärntner über seine Erfahrungen und gibt einen Einblick in das Leben in Südafrika.

12terMann.at: Roland, erstmals vielen herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit für ein Interview mit 12terMann.at nimmst. Lass uns vor deiner sportlichen Situation über dein soziales Engagement in Südafrika reden. Du hast 2016, mit damals 25 Jahren, deine Zeit beim WAC beendet und bist für eine ehrenamtliche Stelle an der Young Bafana Soccer Academy nach Südafrika gezogen. Ich wage zu behaupten, dass viele Kicker in deinem Alter diesen Schritt nicht gewagt hätten. Aus welchen Gründen bist du diesen gegangen?

Roland Putsche: Nachdem ich doch schon einige Jahre in der österreichischen Liga tätig war, hatte ich im Jahr 2016 das Gefühl, etwas Neues ausprobieren zu wollen, auch um mal aus der kleinen Box zu entkommen und um etwas zurückzugeben. Zuvor habe im Urlaub den Founder der Young Bafana Soccer Academy (Anm. d. Redaktion: Bernd Steinhage) kennengelernt und habe Gefallen an dem Projekt der Young Bafana Soccer Academy gefunden. Ich hatte aber von Beginn an den Plan, dass ich zwar die ehrenamtliche Mitarbeit ausübe, jedoch hauptberuflich weiterhin Fußballprofi bleiben möchte.

Die Young Bafana Soccer Academy engagiert sich im Speziellen im Fußball- und Bildungsbereich für Kinder und Jugendliche, die in ärmlichen Verhältnissen in Südafrika aufwachsen. Insgesamt gibt es laut Homepage fünf Teams und 120 Spieler. Welche Aufgaben übernimmst du hier?

Am Beginn meines Engagements war der Fokus noch auf dem Mannschaftstraining, das musste ich aufgrund zeitlicher Probleme jedoch bald wieder reduzieren – es wäre auch den Kindern gegenüber nicht fair gewesen, wenn ich nicht jedes Training hätte anwesend sein können.

Jetzt hat sich mein Aufgabenbereich in Richtung des Individualtrainings entwickelt, mal trainiere ich mit den Stürmern, dann wiederum nehme ich mir die Mittelfeldspieler zur Seite, trainiere aber auch im taktischen Bereich mit den Verteidigern. Zusätzlich stehe ich in fast jedem Bereich der Young Bafana Soccer Academy zu Verfügung und assistiere, wo ich kann. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, dass ich als Ansprechperson der Kids diene und ihnen Verbesserungsvorschläge und Tipps liefere. Diese Tipps und Verbesserungsvorschläge gelten aber nicht nur für den sportlichen Bereich, auch im privaten Bereich stehe ich da allzeit zur Verfügung. Fußball ist bei der Young Bafana Soccer Academy nur der Aufhänger, eigentlich die Academy weit darüber hinaus – so gibt es Mathematik- und Englisch-Nachhilfe, um ihnen aufzuzeigen, dass nicht jeder den Sprung in den Profifußball schaffen wird. Wir wollen darauf hinweisen, dass Bildung wichtig ist, das liegt uns wirklich sehr am Herzen.

Ich stelle mir das neben dem Profidasein ziemlich anstrengend vor.

Ach, das Gute ist, dass dieser Bereich so nebenbei läuft, er mich sehr interessiert und wenn man etwas gerne macht, dann findet man dafür auch die Zeit.

Du scheinst auch abseits der Academy immer wieder mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu sein, zuletzt hat du ein Video gepostet, bei dem du mit Kids auf der Straße kickst, machst ihnen sichtlich eine große Freude. Ist das eine spezielle Lebenseinstellung, die du seit deinem Wechsel nach Kapstadt übernommen hast?

Ich habe auch schon in Österreich immer wieder mal mit Kindern gekickt, nur in Südafrika hat sich das nochmal ganz neu entwickelt. Als Fußballprofi hast du oft Öffentlichkeitstermine zu absolvieren, bei denen du das Gefühl hast, dass es vor Ort niemanden interessiert, ob du da bist oder nicht. Das ist auf der Straße bei den Kindern einfach etwas ganz anderes; die wissen es zu schätzen, wenn du die Zeit mit ihnen verbringst, schauen zu dir auf und man merkt einfach, dass es ihnen es etwas bedeutet. Ich muss gestehen, dass ich in Südafrika meine Lebensfreude neu entdeckt bzw. neu gestaltet habe und ich denke, dass auch die dortige Kultur diesbezüglich ansteckend ist. Die Südafrikaner verlieren nie ihre Lebensfreude, auch wenn sie in ärmsten Verhältnissen leben und ich glaube, da könnten sich viele Menschen etwas davon abschauen. Ich wage zu behaupten, dass ich mich da schon etwas angepasst habe.

 

Gerade als Österreicher, der ja als passionierter Grantler gilt, muss dies ein Kulturschock sein.

Ich habe das schon öfters mit Freunden diskutiert und wir sind der Meinung, dass in Österreich zu oft eine Neidkultur existiert, wo zumeist das Negative gesehen wird. Das ist hier in Südafrika einfach total different und ich muss zugeben, dass ich das wirklich sehr zu schätzen weiß.

Nehmen wir ein Beispiel zur Hand – wenn in Österreich ein Fußballer für eine Modemarke Werbung betreiben würde, dann würde es in Österreich wahrscheinlich des Öfteren heißen, der liebe Herr soll sich aufs Fußballspielen konzentrieren und sich nicht anderwärtig ablenken lassen. Hier in Südafrika gönnt man das einem Profi, findet es super, wenn es jemand so weit nach oben geschafft hat und unterstützt diese Person dann auch. Die Südafrikaner freuen sich wirklich mit einem Fußballprofi, wenn er als Werbefigur einen Auftrag bekommen hat.

Auf deinen Social-Media-Accounts setzt du auch immer wieder Zeichen gegen Rassismus, Homophobie etc. Hut ab vor deinem Engagement, das würde man sich von manch einer einflussreichen Person, die in der Öffentlichkeit steht, auch wünschen. Bekommst du für deine Einstellung viel positive Rückmeldung bzw. hast du den Eindruck, dass du jemanden erreichst und was bewirken kannst? Fußballer sind doch oft Vorbilder.

Absolut! Ich bin der Meinung, dass gewisse Thematiken in Österreich einfach vernachlässigt werden und dass man sich des Öfteren auch davor scheut, ein klares Statement zu setzen. Da die Anzahl meiner Follower auf meinen diversen Social-Media-Kanälen seit meinem Engagement in Südafrika erheblich zugenommen hat, versuche ich dies auch zu nutzen, um gewisse Dinge anzusprechen. Dies wiederum findet meist großen Anklang unter meinen Followern und ich bekomme immer wieder gutes Feedback dafür. Dass nicht jeder Mensch dieselben Ansichten teilt, das ist natürlich klar und wird respektiert, doch ein Anstoß zum Nachdenken hat noch niemanden geschadet.

Von meiner Seite mal zwischen durch ein Kompliment – ich finde es wirklich toll, wie sehr du dich engagierst und es ist heutzutage auch sehr wichtig, wenn man sieht, was derzeit weltweit passiert.

Danke dir!

Südafrika ist neben der Natur bekannt für tolle Städte, doch auch die zuvor genannten Townships sind weltweit bekannt. Stimmen die Vorurteile, die man in Europa darüber hat, sprich ist es tatsächlich so gefährlich?

Es gibt klarerweise Richtlinien, die es einzuhalten gilt. Gerade im Vergleich zu Österreich, einem der sichersten Länder weltweit, fällt hier ein Vergleich sehr schwer.

Wenn man zum Beispiel als Urlauber nach Südafrika kommt – egal ob Kapstadt oder anderswo – dann bewegt man sich in einer kleinen Blase, das ist teilweise auch gut so. Doch das wirkliche Südafrika bekommt man in diesen Fällen nicht zu Gesicht. In den Townships herrscht eine ganz andere Kultur und ein ganze anderes Leben, als in den großen Städten und Touristenattraktionen. Da muss man zwar nicht zwingend Angst haben, wenn man diese betritt – oft freuen sich die Bewohner auch, wenn man ihnen einen Besuch abstattet – doch natürlich ist, ob der herrschenden Armut, in gewissen Gegenden erhöhte Vorsicht geboten. Gewisse Viertel in den Townships gilt es zu meiden, doch die Problematik hast du beispielsweise auch in Los Angeles, in Italien und vielen anderen Orten. Werden die Regeln eingehalten und auch bestimmte Gegenden vermieden, dann ist es hier aber nicht wirklich gefährlicher als sonst wo.

Laut einer Studie werden in Südafrika pro Tag etwa 45 Personen getötet, bei 50 Millionen Einwohnern. In den USA ist die Anzahl ungefähr die selbe, dort jedoch bei etwas über 300 Millionen EW. Bekommst du soziale Brennpunkte mit bzw. fühlst du dich manchmal unsicher?

Ich würde mal sagen teils, teils. Was ich hier mitbekomme, ist die Tatsache, dass die Regierung auf alle Fälle noch Aufholbedarf hat. Die Korruption war und ist nach wie vor enorm, der ehemalige Präsident (Anm. d. Red. Jacob Zuma) hat über 200 Anklagepunkte und war dennoch lang im Amt. Das ganze System führt dazu, dass der Zugang, vor allem der illegale, zu Waffen enorm erleichtert wird. Damit einhergehend ist auch die Mordrate extrem hoch.

Diese Problematik findet man jedoch nur in gewissen Gegenden. In den schöneren Regionen, wie beispielsweise Kapstadt, lebt man teilweise wirklich in einer Blase und vergisst, wo man sich wirklich befindet und das ist es dann, was es gefährlich macht. Auch bei Urlaubern passieren Überfälle meist dann, wenn sie sich bereits länger im Land befinden, da man die Grundregeln langsam vernachlässigt.

Du hast jetzt Kinder sowohl in Südafrika und Österreich aufwachsen sehen. Die Kinder in Südafrika werden teils in wahrlich ärmlichen Verhältnissen groß, bei uns geht es ihnen vergleichsweise (sehr) gut. Die südafrikanischen Kinder haben oft nichts als den Fußball, wir erleben gerade eine Generation von TV-, Smartphone und Playstation-Kids. Was kann man sich von den Kindern und Jugendlichen in Südafrika abschauen bzw. was würdest du einem jungen Menschen in Österreich vor diesem Hintergrund mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist, dass man auch mit wenig viel Spaß haben kann und man nicht immer mit der neuesten Technik etc. herumlaufen muss. Nicht falsch verstehen, ich persönlich habe nichts gegen die moderne Technik.

Aber nehmen wir das Beispiel Fußball zur Hand – in Südafrika sind die kleinen Kinder einfach technisch auf einem ganz anderen Level. Das hat damit zu tun, dass die Kids hier in großen Gruppen einfach mal rausgehen und auf der Straße zu kicken beginnen, da sie einfach keine andere Beschäftigungsmöglichkeit haben. Das ist bei uns in Österreich eigentlich fast verloren gegangen. Meiner Meinung sind die Eltern da mitverantwortlich, dass die Kinder wieder öfters nach draußen gehen und sporteln, gerade in so einem sicheren Land wie Österreich. Deshalb mein Tipp: „Geht einfach mal raus und spielt!“

Quasi die Aufforderung, auch kleine Dinge wieder schätzen zu lernen.

Genau, so ist es! Das lustige daran: Wenn die Kids mal draußen sind und spielen, dann haben sie zumeist eine enorme Freude, nur der Weg dorthin ist manchmal zäh.

Was viele vielleicht nicht wissen, ist die Tatsache, dass du 2016 ohne eine Vertrag bei einem Fußballverein nach Südafrika gezogen bist. Du hast jedoch im Zuge eines Probetrainings beim damals neu gegründeten Cape Town City überzeugen können und einen Vertrag ergattert. Seitdem hast du dich im Mittelfeld festgespielt, bist in der Vorsaison sogar Cupsieger geworden. Somit hat sich dein Wechsel nicht nur in sozialer Hinsicht gelohnt. Wie kann man sich das Profileben in Südafrika vorstellen?

Vorab, das Profidasein hier in Südafrika läuft äußerst professionell ab, die Vereine sind zumeist auf allerhöchstem Niveau. Es gibt jedoch ein paar Unterschiede, an die man sich erst gewöhnen muss. Hier herrscht eine andere Kultur, an die man sich anpassen muss. Beispielsweise ist das Schreien am Platz, egal ob im Training oder bei den Spielen, ein schwieriges Thema und findet gar keinen guten Anklang. Oder auch das leise Reden zwischen zwei Personen, im Speziellen in der schwarzen Kultur Südafrikas, ist verpönt. Der Beobachter vermutet bei solch einer Aktion zumeist, dass negativ über ihn geredet wird. Das sind oft Kleinigkeiten, die aber eine enorm große Auswirkung haben und die es zu respektieren gilt. In Europa herrscht da während der Trainingseinheiten oder Spielen eine ganze andere Lautstärke. Im europäischen Fußball pusht man sich durch gegenseitiges Anschreien, holt durch den Ansporn noch ein paar Extraprozente raus. Diese zusätzlichen Prozente fehlen hier dann halt teilweise und das macht sich auch beim südafrikanischen Nationalteam bemerkbar. In Südafrika geht die Lebensfreude einher mit Lässigkeit, das ist oftmals schade, weil es hier zahlreiche Talente gibt, aber die Lässigkeit hemmt, um schlussendlich den großen Durchbruch zu schaffen.

Posted by Young Bafana Soccer on Montag, 18. Dezember 2017

 

Stichwort Nationalteam, das bringt mich gleich zu nächsten Frage. Sieht man sich den aktuellen Kader des südafrikanischen Teams an, fällt auf, dass kaum Legionäre im Kader stehen. Hast du eine Erklärung dafür, warum wenige Südafrikaner derzeit in ausländischen Ligen tätig sind?

Ich kann dir das ganz genau erklären. Der Grund ist folgender: Bei den großen Vereinen wird in Südafrika bereits unglaublich viel Geld gezahlt, das ist teilweise durchaus vergleichbar mit Topligen in Europa. Die besten Spieler bleiben dadurch oftmals bei den größeren Vereinen hängen, geben sich dann zumeist zu früh mit dem Erreichten zufrieden. Häufig fehlt der Ehrgeiz, noch mehr erreichen zu wollen und das genau ist der Punkt, bei dem ich bei den Kindern ansetze. Ich möchte ihnen zeigen, dass ihr Ziel nicht ein Klub in Südafrika sein soll, sondern, dass sie das Bestreben haben sollten, nach Europa zu wechseln. Auch wenn man den Traum nicht erreichen sollte, ist man deswegen nicht gescheitert, denn wenn man sich das Ziel vorab schon zu niedrig steckt, dann kommt man zumeist nicht mal über dieses hinweg.

Ich muss zugeben, bislang habe ich den südafrikanischen Fußball noch nicht wirklich am Radar gehabt, kannst du uns und unseren Lesern vielleicht das Niveau etwas näherbringen und mit einer europäischen Liga vergleichen?

Das ist relativ schwierig zu beantworten, da hier ein anderer Fußball gespielt wird. Auf jeden Fall ist es in Südafrika nicht leicht zu spielen, einerseits weil die Geschwindigkeit enorm ist und andererseits ob des hohen technischen Niveaus, das geboten wird. Ich würde die Liga auf eine Stufe mit der österreichischen Bundesliga stellen, obwohl der Fußball wie gesagt total anders ist.

Von der Athletik her ist der Fußball jedoch wahrscheinlich deutlich über Österreich zu stellen, oder?

Das auf jeden Fall, ja. Dafür ist er taktisch nicht auf demselben Stand, wodurch sich aber das Tempo des Spiels rasant erhöht, meist geht es Hin und Her. Mich haben schone viele Freunde und Familienmitglieder in Kapstadt besucht und dabei ein Spiel verfolgt. Die waren allesamt begeistert, weil im Vergleich zu Österreich einfach viel mehr auf dem Feld passiert.

Für mich war es zu Beginn eine Umstellung, da ich es von Österreich anders gewohnt war, aber mittlerweile genieße ich es komplett. Der Entertainmentfaktor ist deutlich höher, auch als Mittelfeldspieler kommt man oft zu Chancen und dadurch erhöht sich klarerweise auch der Spaßfaktor.

Seit Juni 2017 ist mit Benni McCarthy eine südafrikanische Legende dein Trainer. Wie ist der Umgang mit dem einstigen Toptorjäger?

Für Benni McCarthy ist es die erste Profistation als Profitrainer, er ist rasant aufgestiegen. Benni weiß, wovon er spricht, hat als Profi viel erlebt. Man merkt teilweise, dass er als Trainer im Profigeschäft neu ist, man sieht aber auch, wie er an der Aufgabe wächst. Interessant ist, dass es bei Cape Town City ähnlich abläuft, wie bei vielen Premier League-Klubs. Wir nennen Benni McCarthy gerne Manager, denn wie in England leitet zumeist der Co-Trainer das Training und McCarthy gibt dann noch Inputs, was er sehen will und verfeinert Kleinigkeiten noch.

Menschlich ist er ein „Wahnsinns-Kerl“, da er das Sportliche und Private sehr gut trennen kann. Privat ist es eine richtige Freundschaft, doch am Platz ist dann die Arbeit im Fokus und da kann er auch gern mal, für südafrikanische Verhältnisse, lauter werden.

Dein Vertrag in Kapstadt läuft noch bis Sommer 2019 – nach all deinen Erzählungen kann ich mir vorstellen, dass du liebend gerne hierbleiben möchtest. Kannst du dies bejahen oder könntest du dir auch einen erneuten Tapetenwechsel vorstellen?

Ich könnte mir gut vorstellen, hier zu bleiben, wäre auch überglücklich damit, dennoch bin ich für alles offen. Der Verein schätzt meine Arbeit sehr und das genieße ich. Es tut gut, mal die Anerkennung zu bekommen, die man selbst glaubt, verdient zu haben – möglicherweise ist es aber gar nicht mal so. Im Moment bin ich einfach nur happy und verschwende keinen Gedanken, wie es möglicherweise weitergehen könnte.

2010 war die WM in Südafrika zu Hause – lebensfrohe Zuschauer, ohrenbetäubender Lärm etc. sind uns allen noch in Erinnerung. Konnte aus der damaligen Euphorie etwas mitgenommen werden?

Ja, die Euphorie ist, wenn auch schaumgebremst, immer noch vorhanden, wenngleich sich das Nationalteam seither nie mehr für eine Weltmeisterschaft qualifiziert hat und das für die Bevölkerung klarerweise enttäuschend ist. Ein Wermutstropfen sind die großen Stadien, die extra für die Weltmeisterschaft gebaut wurden – die können mittlerweile einfach nicht mehr gefüllt werden.

Aber gerade in der Jugendarbeit hat sich seit der Weltmeisterschaft viel getan und trotzdem haben sie hier im Vergleich zu anderen Nationen noch viel Aufholbedarf.

Bleibt zu hoffen, dass sich das Team bald mal wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.

Ja, richtig. Gerade die Fans sind einzigartig, da ist 90 Minuten Singen und Tanzen auf der Tribüne angesagt, das fehlt bei den Weltmeisterschaften tatsächlich!

Roland, vielen lieben Dank für das äußerst interessante Interview!

Sehr gerne, hat Spaß gemacht!

 

Das Interview führte Christian Semmelrock am 27.12.2017

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