In England rollt wieder der Ball! Am vergangenen Wochenende startete mit der Premier League eine der spannendsten Fußball-Ligen in die neue Saison. Am Transfermarkt wurden wieder Rekordsummen investiert und der Kampf um den Meistertitel gilt als so offen wie schon lange nicht mehr. Im Kampf um die vorderen Plätze könnte womöglich auch West Ham United ein Wörtchen mitreden. Die „Hammers“  wollen zusammen mit dem neu verpflichteten ÖFB-Teamspieler Marko Arnautovic nach enttäuschender vergangener Saison wieder hoch hinaus.

Rückblick auf die Saison 2016/2017

Es war gelinde gesagt keine zufriedenstellende Saison für West Ham. In der Europa League-Qualifikation kam zum zweiten mal in Folge im Play-Off gegen den rumänischen Klub Astra Giurgiu das Aus. In der Liga belegte das Team von Trainer Slaven Bilic den elften Rang, im Vorjahr dagegen wurde man Siebenter. Vom sechsten Platz, der mit Sicherheit das internationale Geschäft bedeutete, war man auch punktemäßig weit entfernt. Im London Stadium, der neuen Heimstätte konnte man nicht zur Heimmacht arrivieren. Man kämpfte mit Problemen in der Defensive, was auch ein Blick auf die Gegentorbilanz (64) widerspiegelt. Des Weiteren verlor man mit Dimitri Payet, der im Winter mit Nebengeräuschen zu Olympique Marseille wechselte, den Starspieler. Einen kleinen Höhepunkt stellte der 2:1-Sieg gegen Stadtrivale Chelsea in der 4. Runde des EFL Cups da. Im darauffolgenden Viertelfinale schied man gegen Angstgegner Manchester United (1:4) aus.

Zugänge

Am Transfermarkt agierte man alles andere als zurückhaltend und holte einige namhafte Spieler, die zu  Topverstärkungen avancieren können. Aus österreichischer Sicht natürlich besonders hervorzuheben ist die Verpflichtung von Marko Arnautovic. Der 28-jährige Wiener wechselte um eine kolportierte Rekordablösesumme von rund 25 Millionen Pfund (circa 22,5 Millionen Euro) von  Stoke City nach London. Somit ist er  der bisher teuerste Neuzugang in der Geschichte des Vereins und darüber hinaus der teuerste heimische Kicker. Ein weiterer Topzugang ist Tormann Joe Hart, der leihweise von Manchester City verpflichtet wurde. Ebenfalls von Manchester City wurde der routinierte Rechtsverteidiger Pablo Zabaleta verpflichtet. Große Hoffnungen setzt man auch auf Ex-Bayer Leverkusen-Stürmer Javier Hernández Balcázar, besser bekannt als Chicharito. 

Embed from Getty Images: Arnautovic mit Trainer Slaven Bilic

Abgänge

Allzu schwerwiegende Abgänge musste man in dieser Transferzeit nicht verzeichnen. Der norwegische Defensivallrounder Havard Nordtveit zeigte in der Rückrunde durchaus gute Leistungen, kehrte aber nach einem Jahr Premier League-Abenteuer zur TSG Hoffenheim nach Deutschland zurück (Ablösesumme 8 Millionen Euro). Flügelspieler Sofiane Feghouli zog es in die Türkei zu Galatasaray Istanbul. Mittelstürmer Ashley Fletcher sowie Goalie Darron Randolph wechselten beide in die Championship zum FC Middlesborough

Vorbereitung & Testspiele

Bereits im zweitem Einsatz für seinen Neo-Klub erzielte Arnautovic seinen Premierentreffer. Im Testspiel gegen Ex-Klub Werder Bremen (Endergebnis 2:2) traf er zum zwischenzeitlichem 1:1-Ausgleich.

Arnautovic-Treffer zum 1:1 für West Ham gegen Werder Bremen

Der einzige Testspielerfolg konnte gegen Zweitligist FC Fulham (2:1) eingefahren werden. Gegen die Sturm Amateure gab es zu Beginn der Vorbereitung ein wenig schmeichelhaftes 0:0-Unentschieden. 

Prognose für 2017/2018

Trainer Bilic gab als Ziel einen Platz unter den ersten sechs aus. Dementsprechend groß ist die aktuelle Erwartungshaltung. Eine weitere Saison außerhalb der Top 10 wird sich der 48-jährige Kroate wohl schwer leisten können. Abzuwarten bleibt, wie sich die namhaften Neuzugänge präsentieren und wie man die Defensivprobleme in den Griff bekommen hat. Ob man sich jedoch mit den Topclubs um die Spitze matchen kann, ist mehr als fraglich. Zum Saisonauftakt hatte man gegen Manchester United bereits das Nachsehen, kassierte eine klare 0:4-Auswärtsniederlage. Aber wie man seit Leicester Citys Sensationstitel weiß, sind Überraschungen freilich nicht ausgeschlossen.

Für Arnautovic ist West Ham die zweite Station in Englands höchster Spielklasse.  Bei Stoke City avancierte der Linksaußen schnell zur unangefochtenen Stammkraft, erarbeitete sich ein hohes Standing bei Fans und Verantwortlichen und präsentierte sich mit dazu gewonnener Konstanz als enorm wichtiger Spieler in der Offensive der „Potters“. Nach fünf Jahren in Stoke-on-Trent steht für den 62-fachen Internationalen nun eine neue  Herausforderung an. Der Schritt zu West Ham klingt nachvollziehbar, galt er schon länger als absoluter Wunschspieler von Trainer Bilic. „Arni“ wird in der Stammelf gesetzt sein und soll zusammen mit Chicharito an vorderster Front neue Akzente setzen. Mögliche Konkurrenten auf seiner Position könnten André Ayew, 75-facher Nationalspieler aus Ghana oder der derzeit rekonvaleszente Michail Antonio sein, wobei beide wie auch Arnautovic vielseitig einsetzbar sind.

Die Erwartungen sind im Gegensatz zu seinen Anfängen bei Stoke um ein Vielfaches höher. Arnautovic kann auch in London für Furore sorgen. Ein wichtiger Faktor für ihn wird das volle Vertrauen des Trainers sein, welcher bekannter- und glücklicherweise ein großer Fan von Arnautovic und des rasanten Flügelspiels ist. 

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Gegen Manchester United feierte Arnautovic sein Pflichtspieldebüt, spielte durch und zeigte trotz der hohen Niederlage eine ansprechende Leistung. Ein Kopfball von ihm ging an die Oberkante der Latte und in der 77. Spielminute verfehlte ein Schuss knapp das Gehäuse.  Am Samstag muss West Ham auswärts gegen den FC Southampton ran.

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