Die Saison des 1. FC Köln und von Peter Stöger war geprägt von emotionalen Siegen, bitteren Rückschlägen und einem Zittern bis zum Schluss. Doch am Ende ist der Traum einer ganzen Stadt in Erfüllung gegangen: Die Kölner sind nach 25 Jahren zurück im Europacup. Eine Erfolgsstory, die bereits vor drei Jahren begonnen hat.

Ziele zu Saisonstart

In der Saison 2014/15, der ersten nach dem Wiederaufstieg, haben die Kölner souverän den Klassenerhalt geschafft und ein Jahr später einen einstelligen Tabellenplatz erreicht. So war die logische Folge, dass jetzt der Europacup das große Ziel sein muss. Die Kölner hielten sich bedeckt, und wollten einfach die starke Vorsaison bestätigen. Doch insgeheim hatte jeder den Traum von der Rückkehr in den Europapokal. Ein Traum, der in Erfüllung gehen sollte.

Die Ruhe als Schlüssel zum Erfolg

Begonnen hat die ganze Erfolgsstory mit dem Wiederaufstieg Kölns in die Bundesliga. Beim Verein kehrte unter Peter Stöger und Sportdirektor Jörg Schmadtke Ruhe ein. Der Effzeh arbeitete sich langsam immer weiter nach oben und ließ sich nicht von Rückschlägen und bitteren Niederlagen verunsichern. Die Geduld wurde heuer belohnt. 

Der Start in die neue Saison verlief ideal. Die Kölner besiegten zum Auftakt Darmstadt daheim mit 2:0 – danach folgten sieben weitere Spiele ohne Niederlage. Darunter ein sensationelles 1:1 beim Liga-Dominator Bayern. Torschütze in München war Anthony Modeste, der im Laufe der Saison zum Fan-Liebling in Köln avancierte. Spätestens nach der siebenten Runde war allen klar, dass der Effzeh heuer nicht im Abstiegskampf stecken wird – ganz im Gegenteil. 

Am achten Spieltag gab es die erste Niederlage in Berlin. Die Kölner mussten sich Hertha BSC mit 2:1 geschlagen geben. Danach folgte eine Achterbahn der Gefühle bis zur Winterpause. Die Geißböcke gewannen wichtige Spiele gegen Hamburg und Mönchengladbach, ließen aber ebenso wichtige Punkte gegen Augsburg und Hoffenheim liegen. Zum Jahreswechsel hatten die Kölner eine kleine Schwächephase. Vier sieglose Spiele und drei Punkte Rückstand auf die Europacup-Plätze. Vor dem Rückrundenauftakt auswärts gegen Darmstadt stand der Effzeh also unter Druck. Doch die Kölner machten das, was sie immer unter Peter Stöger machten. Sie behielten die Ruhe und gewannen souverän, fast schon sensationell, mit 6:1. 

In der Rückrunde fehlte jedoch ein wenig die Konstanz. Auf den wichtigen Kantersieg in Darmstadt und Heimerfolg über Wolfsburg folgten fünf Spiele ohne Sieg. Wieder gab es leise Kritik. Und wieder ließ sich das Team rund um Peter Stöger nicht aus der Ruhe bringen und fand mit einem 4:2-Heimsieg über Hertha Berlin zurück auf die Siegerstraße. 

Drei Runden vor Schluss kam es beim Heimspiel gegen Werder Bremen zum Knackpunkt in dieser Saison. Der Effzeh lag auf Platz acht sowie drei Punkte hinter den Bremern und den Europacup-Plätzen. Bei einer Niederlage wäre der Traum vom Europapokal geplatzt. In einem spektakulären und unterhaltsamen Spiel gewannen die Kölner aber mit 4:3 und ein unglaublich spannendes Saisonfinale war garantiert.

Emotionen und Party am letzten Spieltag 

Nach dem darauffolgenden 2:2 in Leverkusen fehlten den Geißböcken nur zwei Punkte auf die direkte Qualifikation für den Europapokal. Ein Heimsieg über Mainz am letzten Spieltag war die Voraussetzung, doch auch Ausrutscher von Freiburg sowie Hertha BSC, die in Reichweite vor den Kölnern lagen, wurden benötigt.

Letztendlich trat alles ein. Hertha verliert, Freiburg verliert und Köln gewinnt. Damit ist der 1. FC Köln erstmals nach 25 Jahren wieder im Europacup dabei und spielt nächste Saison als Liga-Fünfter in der Gruppenphase der Europa League. Die Emotionen nach dem Schlusspfiff gegen Mainz am 34. und letzten Spieltag sorgten für pure Gänsehaut – Köln war im Ausnahmezustand:

Wie besonders dieser Erfolg für alle Kölner ist, zeigt der Song „Effzeh Internatioal“ von Mo-Torres, der eigens für die Rückkehr in den Europapokal produziert worden ist – Gänsehaut pur! 

Torgarantie Anthony Modeste 

Nach diesem sensationellen Erfolg fällt es schwer einen Spieler hervorzuheben, aber der Kölner Spieler der Saison ist wohl Anthony Modeste. Der 29-Jährige ist der beste FC-Torschütze seit über 30 Jahren. Er erzielte in dieser Saison 25 Treffer und wurde in der Torschützenliste nur von Pierre-Emerick Aubameyang (31 Tore) und Robert Lewandowski (30 Tore) geschlagen. 

Während der Saison haben Köln und Modeste bereits ein unglaubliches Millionen-Angebot aus China abgelehnt. Doch auch nach der Saison ist der Franzose eine der heißesten Transfer-Aktien in diesem Sommer. Wohin der Weg Anthony Modeste hinführen wird ist noch unklar – auf alle Fälle ist er heuer der Held der Kölner Fans, die ihn nach dem Spiel in Mainz auf Händen getragen haben. Ein Moment der ihn zu Tränen rührte. Vielleicht ein Mitgrund, weshalb wir Modeste auch nächste Saison im Dress des 1. FC Köln sehen könnten.

Fazit

Der Erfolg gebührt aber auch dem gesamten Trainerteam rund um die beiden Österreicher Peter Stöger und Manfred Schmid. Nach dem Meistertitel mit der Austria übernahm Stöger im Sommer 2013 den 1. FC Köln – damals noch in der 2. Deutschen Bundesliga. Nach nur einem Jahr durfte er über den Aufstieg jubeln. Ruhe und Gelassenheit waren damals genauso wie heuer in der Bundesliga der Schlüssel zum Erfolg. 

Peter Stöger vertraute seiner Mannschaft und seinem System. Auch nach mehreren Spielen ohne Sieg hinterfragte er weder das Team noch seine Taktik und ließ sich nicht von den Kritikern aus der Fassung bringen. Mit einem überragenden Zusammenhalt und einem grandiosen Anthony Modeste im Sturm schaffte es Köln bis in die Europa League.

Zum Abschluss möchten wir euch diesen emotionalen und unterhaltsamen Rückblick der Kölner nicht vorenthalten:

Wir gratulieren Peter Stöger und dem 1. FC Köln – und freuen uns schon auf den Effzeh in der Europa League!

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